Ich oute mich: ich bin recht schlimm allergisch auf Hunde. Hatte trotzdem immer welche und bin immer von Hunden umgeben gewesen, weil es mir das wert ist. Ja, ich schmeiß wenn es ganz schlimm wird Antihistaminika wie ne Süchtige. Ich lieg abends mit verstopfter Nase und tränenden Augen im Bett.
Aaaaber: Das ist meine eigene Entscheidung. Ich will das so, und will nicht ohne Hunde leben. Hätte ich allerdings einen allergischen Partner sähe meine Entscheidung wahrscheinlich anders aus, wenn er nicht auch diesen starken Wunsch nach einem Hund hat. Die eigene Motivation mit dem ganzen Allergie-Nerv zu leben und das zu managen muss nämlich hoch sein, sonst gibt das gerne mal Stress.
Wenn er sich auch sehnlichst einen Hund wünscht und mit dem ganzen zusätzlichen Hygieneablauf klarkommt, dann probierts.
Same here
Seit 27Jahren Hunde, seit 11Jahren starke Allergie gegen Hundespeichel und Talg. Also stark gemäß Pricktests. Im Alltag sieht es so aus dass ich tränende, juckende Augen habe und eine ständig laufende Nase, wenn es ganz schlimm wird auch Nesselsuchtschübe, aber bisher noch keine Atemprobleme.
Trotzdem hatte ich nicht nur durchgehend eigene Hunde oder regelmäßigen Hundekontakt, sondern ich bin auch Camperin und verbringe viel Zeit auf engsten Raum mit Hund. Es wird stundenlang gekuschelt und Kontakt gelegen.
Wie das geht? Alle 1-3Tage eine Citirizin. Dazu regelmäßig Hände waschen, lüften, lüften, lüften und nach Bedarf staubsaugen. Ein Wohnumfeld mit wenig Teppich, eher minimalistische Einrichtung/Deko.
Hätte mein Partner aber eine Allergie gegen Hunde die zu Atemnot führt, wäre hier nicht wieder ein Hund eingezogen, weil es mein Herzenswunsch ist. Wäre es hingegen SEIN Herzenswunsch schon. Aber ich hätte nicht die Erwartungshaltung dass er es mir zuliebe mitträgt.