Die meisten Einbrüche die ich aus meinem Umfeld mitbekomme finden tatsächlich am hellichten Tag statt.
Beispiel 1: Ein Kollege der im ersten Stock eines Mehrfamilenhauses wohnt war krank und hat mittags geschlafen - bei offener Balkontür. Als er wach wurde, fehlte sein iPad, Laptop, Handy und noch paar Kleinigkeiten.
Seine Wohnung ist von mechanischen Sicherheitsvorkehrungen gut abgesichert. Neubau mit entsprechend aktuellen Sicherheitsstandards. Wenn er abschliesst, braucht es schon einige Zeit und entsprechendes Werkzeug um einzubrechen.
Beispiel 2: Eine gute Freundin von mir wohnt im Hochpaterre. Es war Hochsommer, sie zuhause und hat in der Küche einen Kuchen gebacken. Die Balkontür im Wohnzimmer war auf. Sie war nach eigenen Angaben vielleicht 20min. nicht im Wohnzimmer drin - und als sie es betrat, waren diverse elektronische Geräte, Portemonaie, alles tragbare von Wert, weg.
Beispiel 3: Eine ebenfalls gute Freundin von mir hat im Hochsommer bei offener Balkontür geschlafen. Mitten in der Nacht ist wie wach geworden, weil sie Geräusche gehört hat. Es waren zwei fremde Männer bei ihr in der Wohnung. Sie hat sich im Schlafzimmer angeurfen und die Polizei angerufen. Bis die da waren, waren die Männer geflüchtet.
Kurzum - Was nützen mir die besten Schlösser und Extraschlösser, wenn mir selbst der kleinste private Bewegungsfreiraum genommen wird. Klar sollte man seine vier Wände bestmöglich schützen, aber manchmal hat man einfach Pech und ist Opfer krimineller Energie. Es ist einfach frustrierend und traurig, dass man sich (ohne Hund) nicht mehr sicher fühlen kann bei offener Balkontür in der eigenen Wohnung aufzuhalten.