Beiträge von Havländer

    SchokoSaurier Eigentlich machst Du da schon das Beste, was man machen kann, denke ich. Umso länger so Kauzeug 'rumfliegt, umso mehr Zeit haben die Milben ja, wilde Partys zu feiern. Da ist es dann wirklich gut, wenn es binnen kürzester Zeit vernichtet ist. Sammys Tierärztin meinte, wenn überhaupt, dann höchstens irgend etwas einzeln abgepacktes. Mit dem Kundenservice von vet concept hatte ich auch noch telefoniert, die Antwort war aber eigentlich dieselbe. Kleinste Verpackungsgröße wählen, direkt einfrieren, aber die Milben sind halt einfach immer da. Sammy muss sich aktuell mit Kaffeeholz begnügen.
    Bei frischem Gemüse ist die Futtermilbenbelastung auch ziemlich gering, hatte ich mir noch zusammengesucht. Also falls Dein Hund frische Möhre mag und verträgt, könntest Du das noch probieren.

    Die Familie hat gerade einen Trauerfall... da kann man vielleicht gar nicht erwarten, dass sie richtig klar denken können.
    Da können noch so ganz irrationale Gefühle wie "Der Hund hat immer zu ihm gehört, er hält die Erinnerung wach" mit hineinspielen,
    und ein Teil der Realität wird da schlicht ausgeblendet oder sickert vielleicht nur stückweise in's Bewusstsein. Das ist ja auch einfach wirklich schlimm. Wer weiß, wie sie das in einem Jahr sehen.

    Er war mal eine zeit lang beim ARD in irgend so einer Haustiersendung als Hundetrainer unterwegs, keine Ahnung, ob das noch so ist... also so völlig unbekannt ist er glaub ich nicht. Ob er eigentlich Ahnung hat - das sollte man damit ja eigentlich erwarten. Nur irgendwie...

    Na weil es das gängige Klischee ist.

    Die du hier eingebracht hast.

    Niemand hier hat diese Klischees verbreitet - außer dir....

    Das ist eine komische Art zu diskutieren, wenn man Aussagen kritisiert, die niemand gemacht hat. Zumindest hier an dieser Stelle. Wenn dich die Klischees ärgern, dass sag das doch den Leuten, die sie tatsächlich äussern.

    Also irgendwie ziehst Du dich jetzt komplett an dieser Formulierung hoch, ignorierst mein Argument dabei total und findest dabei aber, ich hätte eine komische Art zu diskutieren. So was...

    Na weil es das gängige Klischee ist.

    Und nein, das liegt halt eben nicht auf der Hand. Genau das ist die Fehleinschätzung, dieses "in der Tendenz sind Züchterwelpen vorhersehbarer". Die sind nicht vorhersehbarer als der 7 Jahre alte Golden Retriever, der vom Halter abgegeben werden musste, weil er krank geworden ist (der Halter, nicht der Hund), und bei dem sowohl die Tierpfleger als auch die Gassigänger zu der gleichen Einschätzung kommen "das ist ein durch und durch netter Hund" und sich das auch noch mit der Beschreibung des ehemaligen Halters deckt. Und meinethalben noch eine Trainerin den Hund auf Herz und Nieren geprüft hat, wenn man denn immer noch unsicher ist.
    Und das Probewochenende, so man es denn möchte, mit genau dem selben Resultat verlaufen ist.

    Deshalb die Zuspitzung. Weil da irgendwas als gegeben angenommen wird, was so halt einfach nicht stimmt.

    Diese Erkenntnisse haben mich erstmals generell ins Nachdenken gebracht, ob ich mir, falls es irgendwann noch einmal so weit sein sollte, erneut bewusst einen Hund aus dem Tierschutz holen möchte – oder ob ein reinrassiger Welpe für mich in Frage käme, bei dem ich mir etwas mehr Vorhersehbarkeit wünsche


    Zitat

    Zitat von Havländer

    Ich seh das gar nicht als so ein entweder-oder.

    Das tun ja auch die allerwenigsten, die hier schreiben.

    Und ich habe auch nirgends gelesen, dass ein anderer Standpunkt nicht akzeptiert wird, nur Begründungen, warum jemand FÜR SICH SELBST einen Weg gewählt hat.

    Ich fühle mich überhaupt nicht angegriffen, wenn jemand sagt "für mich kommt nur TS in Frage." Das heisst ja nicht, dass ich mit dem Züchterhund dadurch kritisiert werde. Ich kann die Haltung verstehen und akzeptieren. (Zitat *Waldi* Ende)


    *Waldi*

    (entschuldige meine grottige Zitiererei hier)

    Aber ja, ein bißchen wird da im Eingangspost schon so ein "Welpen vom Züchter sind eher vorhersehbar als Hunde aus dem Tierschutz" aufgemacht. So, und so pauschal stimmt das einfach nicht. Dazu kenne ich einfach zu viele im Freundeskreis, die mit ihrem Tierschutzhund nie Probleme hatten und wo das zusammen-leben-lernen ziemlich einfach und wunschgemäß verlief.
    Die haben sich halt die Zeit genommen, den Hund vorher in Ruhe kennen zu lernen, oder haben noch eine Trainerin dazu geholt, wenn sie unsicher waren undsoweiter.

    Es ist ja auch gerade als Neuling gar keine verkehrte Idee, sich mit einer Trainerin zusammen zu setzen, wenn es um die richtige Rassewahl geht, auch, wenn es ein Hund aus einer Zucht werden soll.

    Aber Hunde aus dem Tierschutz sind jetzt nicht alle plötzlich irgend welche gänzlich anderen Wesen mit Riesen-Koffern, geheimnisvollen Triggern und nur ganz schwer einzuschätzen.
    Direktimporte aus dem Ausland, wo kein Mensch sagen kann, was für Rassen da drin stecken könnten, wo er überhaupt herkommt (also, hat er schon mal in einem Haushalt gelebt oder wurde auf der Straße eingesammelt), klar, das ist eindeutig die Variante für Fortgeschrittene.
    Aber der nette Golden Retriever, der im Alter von 7 Jahren im örtlichen Tierheim abgegeben wurde, weil der Halter krank wurde,
    über den alle Gassigänger und Pfleger sagen, jo, der ist genau so nett wie der ehemalige Halter behauptet hat und den man, wenn man möchte, sogar noch für ein Probewochenende mit nach Haus nehmen kann und genau den gleichen Eindruck hat?

    Klar, wenn die TE gern einen Welpen aus einer Zucht möchte, nur zu, ich wüßte nichts, was dagegen spricht.
    Nur fände ich halt "weil die vorhersehbarer sind als Hunde aus dem Tierschutz" so pauschal eine Fehleinschätzung.