Beiträge von Havländer

    Er war mal eine zeit lang beim ARD in irgend so einer Haustiersendung als Hundetrainer unterwegs, keine Ahnung, ob das noch so ist... also so völlig unbekannt ist er glaub ich nicht. Ob er eigentlich Ahnung hat - das sollte man damit ja eigentlich erwarten. Nur irgendwie...

    Na weil es das gängige Klischee ist.

    Die du hier eingebracht hast.

    Niemand hier hat diese Klischees verbreitet - außer dir....

    Das ist eine komische Art zu diskutieren, wenn man Aussagen kritisiert, die niemand gemacht hat. Zumindest hier an dieser Stelle. Wenn dich die Klischees ärgern, dass sag das doch den Leuten, die sie tatsächlich äussern.

    Also irgendwie ziehst Du dich jetzt komplett an dieser Formulierung hoch, ignorierst mein Argument dabei total und findest dabei aber, ich hätte eine komische Art zu diskutieren. So was...

    Na weil es das gängige Klischee ist.

    Und nein, das liegt halt eben nicht auf der Hand. Genau das ist die Fehleinschätzung, dieses "in der Tendenz sind Züchterwelpen vorhersehbarer". Die sind nicht vorhersehbarer als der 7 Jahre alte Golden Retriever, der vom Halter abgegeben werden musste, weil er krank geworden ist (der Halter, nicht der Hund), und bei dem sowohl die Tierpfleger als auch die Gassigänger zu der gleichen Einschätzung kommen "das ist ein durch und durch netter Hund" und sich das auch noch mit der Beschreibung des ehemaligen Halters deckt. Und meinethalben noch eine Trainerin den Hund auf Herz und Nieren geprüft hat, wenn man denn immer noch unsicher ist.
    Und das Probewochenende, so man es denn möchte, mit genau dem selben Resultat verlaufen ist.

    Deshalb die Zuspitzung. Weil da irgendwas als gegeben angenommen wird, was so halt einfach nicht stimmt.

    Diese Erkenntnisse haben mich erstmals generell ins Nachdenken gebracht, ob ich mir, falls es irgendwann noch einmal so weit sein sollte, erneut bewusst einen Hund aus dem Tierschutz holen möchte – oder ob ein reinrassiger Welpe für mich in Frage käme, bei dem ich mir etwas mehr Vorhersehbarkeit wünsche


    Zitat

    Zitat von Havländer

    Ich seh das gar nicht als so ein entweder-oder.

    Das tun ja auch die allerwenigsten, die hier schreiben.

    Und ich habe auch nirgends gelesen, dass ein anderer Standpunkt nicht akzeptiert wird, nur Begründungen, warum jemand FÜR SICH SELBST einen Weg gewählt hat.

    Ich fühle mich überhaupt nicht angegriffen, wenn jemand sagt "für mich kommt nur TS in Frage." Das heisst ja nicht, dass ich mit dem Züchterhund dadurch kritisiert werde. Ich kann die Haltung verstehen und akzeptieren. (Zitat *Waldi* Ende)


    *Waldi*

    (entschuldige meine grottige Zitiererei hier)

    Aber ja, ein bißchen wird da im Eingangspost schon so ein "Welpen vom Züchter sind eher vorhersehbar als Hunde aus dem Tierschutz" aufgemacht. So, und so pauschal stimmt das einfach nicht. Dazu kenne ich einfach zu viele im Freundeskreis, die mit ihrem Tierschutzhund nie Probleme hatten und wo das zusammen-leben-lernen ziemlich einfach und wunschgemäß verlief.
    Die haben sich halt die Zeit genommen, den Hund vorher in Ruhe kennen zu lernen, oder haben noch eine Trainerin dazu geholt, wenn sie unsicher waren undsoweiter.

    Es ist ja auch gerade als Neuling gar keine verkehrte Idee, sich mit einer Trainerin zusammen zu setzen, wenn es um die richtige Rassewahl geht, auch, wenn es ein Hund aus einer Zucht werden soll.

    Aber Hunde aus dem Tierschutz sind jetzt nicht alle plötzlich irgend welche gänzlich anderen Wesen mit Riesen-Koffern, geheimnisvollen Triggern und nur ganz schwer einzuschätzen.
    Direktimporte aus dem Ausland, wo kein Mensch sagen kann, was für Rassen da drin stecken könnten, wo er überhaupt herkommt (also, hat er schon mal in einem Haushalt gelebt oder wurde auf der Straße eingesammelt), klar, das ist eindeutig die Variante für Fortgeschrittene.
    Aber der nette Golden Retriever, der im Alter von 7 Jahren im örtlichen Tierheim abgegeben wurde, weil der Halter krank wurde,
    über den alle Gassigänger und Pfleger sagen, jo, der ist genau so nett wie der ehemalige Halter behauptet hat und den man, wenn man möchte, sogar noch für ein Probewochenende mit nach Haus nehmen kann und genau den gleichen Eindruck hat?

    Klar, wenn die TE gern einen Welpen aus einer Zucht möchte, nur zu, ich wüßte nichts, was dagegen spricht.
    Nur fände ich halt "weil die vorhersehbarer sind als Hunde aus dem Tierschutz" so pauschal eine Fehleinschätzung.

    Erst mal vorab: ich find überhaupt gar nicht, dass man sich irgendwie dafür rechtfertigen muss, wenn man gern einen Welpen aus einer guten Züchtung haben möchte. Das ist doch wirklich jedem selbst überlassen (und würd ich für mich in Zukunft auch gar nicht ausschließen wollen).
    Aber teilweise kommen hier Hunde aus dem Tierschutz etwas zu schlecht weg, finde ich. Dass ein Husky jagt, ist ja jetzt nicht die große Überraschung und würde doch mit einem Husky aus einer Zucht genau so passieren wie mit einem aus dem Tierschutz. Da jetzt alle als negativ eingeschätzten Eigenschaften darauf zu schieben, das der Hund halt aus dem Tierschutz kommt, ist irgendwie nicht ganz fair.

    Wär ich jetzt hingegangen und hätte mir einen Kangal aus einer super-duper Zucht geholt, hätte ich hier immer noch einen Kangal in einer Stadtwohnung sitzen, der mich irgendwann ziemlich erstaunt fragen würde, was genau er jetzt denn eigentlich hier soll.
    Da könnte ich doch auch nicht hingehen und feststellen, dass Hunde vom Züchter aber wirklich sehr territorial sind.
    Oder einen Mops aus einer VDH-Zucht, um daraus rück zu schließen, dass alle Hunde von Züchtern totsterbenskrank sind...

    Es ist doch ein Stück weit egal, ob man sich jetzt für Zucht oder Tierschutz entscheidet, solang man sich vernünftig vorbereitet, sich Zeit lässt, in Ruhe informiert, halbwegs ehrlich zu sich selbst ist und einen Hund auswählt, der nicht nur zu einem, sondern auch zum Lebensumfeld gut passt. Ich seh das gar nicht als so ein entweder-oder. Hauptsache man geht da überlegt ran.

    Und naja, Tierschutz machen für mich die Leute, die in der Ukraine an die Ost-Grenze fahren und da noch die Hunde einsammeln...
    gute Tierhaltung jetzt mit dem Label *Tierschutz* versehen zu wollen, ist eventuell dann doch ein bißchen zu groß gesprungen.
    Man muss doch aber auch gar nicht immer überall die höchsten Standards erfüllen.
    Damit setzt man sich doch nur selbst zu sehr unter Druck, das kann doch eh kein Mensch.

    Malteser wären uns glaube ich zu klein , Havaneser ist größer ?
    Und wie oft müssen diese Rassen zum scheren , bzw. bringt man das gut alleine hin ( bin Friseurin 😄)

    Es gibt auch schon noch Malteser, die etwas größer sind, also vielleicht bei 30 cm liegen. Aber es stimmt, im Schnitt sind sie kleiner als Havaneser und vor allem auch noch mit zu kurzer Schnauze, die kippen teils leider in Richtung Qualzucht. Da müsste man halt sehr auf eine vernünftige Zucht achten. Dein Beruf ist perfekt für beide Rassen, es sei denn, Du sagst, nach Feierabend möchtest Du nix mehr mit Haaren zu tun haben. :smile: Geschoren werden müssen sie nicht, das ist nicht wie beim Pudel, wo die Haare einfach nie aufhören zu wachsen... aber halt häufig sorgfältig durchgebürstet, also wirklich Schicht für Schicht, Lage für Lage. Wie aufwendig das wird, hängt letztlich auch mit der Fellanlage zusammen. Sammy (Havaneser-Mix aus einem Tierheim) hat das, was man gemeinhin als schlechte Fellanlage bezeichnen würde, also, viel Unterwolle und eher feines Deckhaar. Der verfilzt echt schnell.
    Im Sommer halte ich ihn kurz, dem wird sonst viel zu warm mit den Unmengen von Haaren, im Winter lass ich es wachsen.
    Aber das ist eine Wissenschaft für sich. Das bekommst Du als Friseurin aber mit Sicherheit hin. Ich improvisier mich da auch munter durch und das ganz ohne Vorwissen.

    Als Welpe und dann Junghund sind die aber auch quirlig, so wie Welpen halt sind.
    Also, die springen, die schnappen, das ist alles ganz normales Welpenverhalten.
    Das hat nichts mit Aggression oder so zu tun, das sind halt Welpen. Ich bin nur nicht sicher, ob so ein Welpe das richtige für eure Tochter wäre. Ich find den Vorschlag mit einem älteren, ruhigeren Hund aus einem Tierheim deshalb gar nicht so verkehrt.

    secret08 Eigentlich macht man die Ausschlussdiät mit einem Protein & Kohlenhydrat, das noch nie vorher gegeben wurde.
    Ich würd im Tierheim anrufen und nachfragen, ob da irgendwie die Möglichkeit besteht, das noch nachzuvollziehen.

    Eine weitere Möglichkeit wäre hydrolisiertes Hundefutter, da wird das Protein halt so klein gemacht, dass es vom Immunsystem nicht mehr erkannt wird. Mit dem royal canin anallergenic haben hier einige gute Erfahrungen gemacht.

    So wirklich eine Empfehlung kann man eigentlich nicht geben. Bei Sammy ist Ente kein Problem, aber das könnte halt bei Deinem Hund genau das falsche sein... das ist ja der Mist bei Allergien, dass es so individuell ist.

    Heute beim Gassigang bin ich rechts auf so einen Trampelpfad auf einer großen Wiese abgebogen.
    Sammy habe ich frei gegeben, da sehe ich, wie ein Typ, der vorher schon hinter mir war, auch auf den Pfad abbiegt.
    Ich hab mich ein gutes Stück vom Pfad weg - also irgendwo im nassen Gras - positioniert und Sammy zu mir gerufen, damit der Typ uns überholen kann... Sammy saß dann auch wirklich fast vorbildlich vor mir, als der Typ hinter Sammy her ist, mir noch sagt, "ach das brauchen sie doch nicht" und versucht, Sammy von hinten anzugrabbeln.
    Diese Type war plötzlich keinen halben Meter mehr von mir weg. Auf einer riesigen Wiese, mit massig Ausweichmöglichkeiten. Wir waren die einzigen da, es hat schon gedämmert.
    Hätte ich die Hand ausgestreckt, ich hätte den Typen berühren können - und er mich eben auch.
    In mir ging so ungefähr jeder Alarm los, der los gehen kann. Ich hab gesagt, "fassen sie den Hund nicht an!" - der Typ zurück: "aber der tut doch gar nichts" - ich hab aber gesehen, wie seine Hand kurz gezögert hat, mir aber viel zu nah an meinem Hund war.
    Sammy hat nur irritiert geschaut, er tut tatsächlich nichts.
    Ich bin richtig laut geworden. "Lassen sie uns in Ruhe, oder ich rufe die Polizei!" Der Typ hat einen Moment lang verdutzt geschaut,
    ich bin zügig ausgewichen, einfach den Pfad zurück gegangen und hab Sammy schnell wieder zu mir gerufen.
    Der Typ hat hinter mir her gerufen "aber ich mach doch gar nichts, was reagierst du denn gleich so psychotisch" - ab da wurde es ein Ruhrpott-Pöbel-Match, während ich zugesehen habe, dass die Distanz immer größer wurde. Ich war sauer. "Wegen genau so Typen wie dir reagier ich hier so psychotisch, weil ihr es einfach nicht hinbekommt, Frauen in Ruhe zu lassen!" Er zurück: "Ich bin verheiratet!"
    Ich zurück: "Und was sagt ihre Frau dazu, dass sie hier andere Frauen belästigen?!"
    Weiter hinter mir her gekommen ist er mir aber nicht. Für einen kurzen Moment sah es so aus, aber dann hat er es sich wohl doch anders überlegt. Statt dessen hat er mir noch hinterhergerufen, ich sei sowieso so hässlich, ich würde nie jemanden abbekommen...

    und ich hab nur noch zugesehen, dass ich Land gewinne, Sammy immer möglichst dicht bei mir.
    Sich getraut, ihn anzufassen, hat er übrigens nicht.

    Normalerweise bin ich da gar nicht so, wenn ich nett gefragt werde und Sammy sein Einverständnis gibt, kann er gern gekuschelt werden.
    Aber die Situation heute hat sich einfach nur komplett falsch angefühlt.

    Bei Sammy war es auch nicht möglich, zu sagen, was er jetzt noch nie gefressen hat (Rumänien/mir nicht bekannte Vorbesitzer/im Tierheim, wo er als schlechter Fresser galt, weshalb ihm alles angeboten wurde, was so da war/Gassigänger).
    Ich hab mit seiner Tierärztin zusammen überlegt, was am besten passen könnte, wir sind bei Ente gelandet.
    Eine Alternative wäre hydrolisiertes Futter gewesen - da wird das Protein im Prinzip so klein gemacht, dass das Immunsystem es nicht mehr erkennt und deshalb nicht mehr darauf anspringt. MIt dem Anallergenic von Royal Canin haben hier einige schon gute Erfahrungen gemacht. Das ist allerdings ein Trockenfutter, und das verträgt Deiner ja eher nicht.
    Wäre Känguru vielleicht bei Dir noch eine Option?
    Noch eine Möglichkeit wäre gewesen, per Bluttest herauszufinden, mit welchem Protein er schon in Kontakt war (da gibt es auch irgendwo ein Video von Dr. Derm), und dann entsprechend auszuwählen. Das geht schon, es sagt halt nur nichts darüber aus, ob da jetzt eine allergische Reaktion stattfindet oder nicht.

    Auf die Blutuntersuchungen hätte ich noch warten müssen, weil seine letzte Kortisoneinnahme nicht lange genug zurück lag, ich wollte unbedingt anfangen, Ente hat er auch in seinen völlig symptomfreien Zeiten immer gefressen, irgendwo muss man ja anfangen,
    also haben wir da den Startpunkt gesetzt.
    Ich füttere das Monoprotein Ente von vet concept aus der Dose plus was immer ich so an Ente finde (Tiefkühltruhe, nicht im Park).
    Das Dosenfutter ist bedarfsdeckend und Sammy hatte nie Probleme mit Dosenfutter, daher klappt das gut.

    Prinzipiell kann man wirklich auf alles allergisch sein, also, es könnten auch die Möhrchen sein. Nur die häufigsten Reaktionen sind halt auf Proteine, dann kommen Kohlenhydrate.
    Man steht da schon am Anfang so ziemlich im Nebel und muss sich halt irgendwo seinen Startpunkt hinmalen, ab dem man los läuft.
    Es ist einfach eine Gleichung mit sehr vielen Unbekannten.
    Bei Sammy wäre es auch immer noch möglich gewesen, dass die Mineralzusätze im Fertigfutter ein Problem sind.
    Oder das er doch ein Problem mit Ente hat.
    Nur wurden seine Symptome ziemlich schnell deutlich besser, die Richtung war also für den Anfang schon mal nicht verkehrt.

    Jetzt, aktuell, kann ich gar nicht sagen, ob er überhaupt eine Futtermittelallergie hat, und nicht nur auf die Milben reagiert hat.
    Aber ich ziehe jetzt die Ausschlussdiät einmal durch, es kommt halt häufig vor, dass Hunde sowohl Umwelt- als auch Futtermittelallergien haben, und es ist wirklich schön, wenn der Hund dann endlich keine Symptome mehr hat. :smile:

    Vielleicht setzt Du dich mit der Tierärztin einfach in Ruhe zusammen und ihr guckt Euch auch noch die ganzen anderen möglichen Ursachen für den Juckreiz an (Parasiten z.B.) ? Und dann entscheidet ihr gegebenenfalls, welche Fütterung am besten passen könnte?

    Wie gesagt, die Blutuntersuchung auf Umweltallergien würde ich auf jeden Fall auch machen lassen, damit hat man zumindest schon mal einen guten Anhaltspunkt.