So, die Ergebnisse und die Mittel: er hat Staphylococcus pseudintermedius (nach Anreicherung, also immerhin keine ganz schlimme Infektion). Dagegen gibt's ein darauf angepasstes Antibiotikum.
Dann hat er Malassezia pachydermatis (Massenhaft. Oje). Dagegen gibt es so direkt wohl gar nichts, eine neue Ohrspülung, 1x täglich.
Anaerobier nicht nachgewiesen, Ektoparasiten nicht nachgewiesen.
Diese merkwürdige Stelle am Hals ist komplett abgeheilt, die ist im Prinzip abgeschorft und jetzt sieht man da nichts mehr.
Credelio kann ich auf jeden Fall alle 4 Wochen geben, sie meinte, schaden würde ich ihm damit nicht.
Ob das in seinem speziellen Fall hilft, kann man wohl wirklich nur ausprobieren.
Eine Allergie steht jetzt auf jeden Fall im Raum. Schilddrüse könne man auch noch drüber nachdenken,
falls jetzt die Maßnahmen gar nicht greifen, aber erst mal wird in Richtung Allergie behandelt. Also Ausschlußdiät.
Von der Ente kann ich alles verfüttern, wie ich witzig bin. Nur halt ohne Orange.
Und ansonsten hat sie glaube ich schon versucht, mich so ein bißchen darauf vorzubereiten, dass das ein langwieriger Prozess werden könne. Naja. Der nächste Termin ist in 3 Wochen.
Beiträge von Havländer
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Der Nachbarshund hat immer mal wieder juckende Ohren und auch immer mal wieder heftig Durchfall.
Das soll nun mal medizinisch getestet werden, was da los ist.Nun erzählte die Nachbarin, dass sie "auf Ziege umstellt" und ich bin hellhörig geworden. Huhn verträgt der Hund mal und mal nicht, ihr wurde nun gesagt, sie solle ein Protein einschleichen, was der Hund nicht kennt.
Nun frag ich mich: ist das sinnvoll, dem Hund ein neues Protein langsam zuzufüttern mit einem bekannten Protein, was er aber ggf. nicht gänzlich gut verträgt? Lernt der Organismus dann nicht das neue Protein direkt als "gefährlich" an?
(dass er Huhn in der einen Darreichungsform "verträgt" kann ja auch kosmetisch sein. Kot ist da ok, Ohrenprobleme gibts dann aber trotzdem. Bei anderer Darreichungsform ist nix mit den Ohren, dafür Durchfall ohne Ende)
Soweit ich das alles verstanden habe, müsste eine langsame Umstellung völlig ok sein, wenn da Richtung Ausschlussdiät gearbeitet werden soll.
Bei so ner Allergie ist die Immunabwehr n bissi gaga und findet Feinde, wo keine sind. Und da ballert dann alles, was so unterwegs ist, um Viren oder so platt zu machen, auf so ein argloses Huhn-Protein. Aber so n Huhn-Protein ist reichlich anders aufgebaut als so ein Ziegen-Protein. Da kommt das Immunsystem erst mal nicht auf die Idee, absurde Sachen zu treiben, auch wenn's direkt neben dem Huhn-Protein herum rudert. In dem Allergie-Thread hat dankenswerterweise jemand geschrieben, es könne so etwa zwei Jahre dauern, bis das Abwehrsystem wieder auf Abwege kommt und beschließt, Ziegen-Protein is jetzt auch ausgeladen.
Aber ich bin selbst neu bei dem Thema. -
Die Öhrchen von Sammy sehen aktuell eindeutig besser aus, aber gut ist noch was ganz anderes.
Die Ausschlussdiät kann es noch nicht gewesen sein, das Futter arbeite ich ja erst mit ein.
(Immerhin scheint es zu schmecken und keine Probleme zu bereiten.)
Die gesamte Proteinmenge hatte ich vor etwas über einer Woche deutlich herunter gefahren, vielleicht hat das geholfen.
Dann kämen noch irgend welche Sehr-Sehr-Spät-Blüher (oder viel zu früh) in Frage, die jetzt schockgefrostet wurden.
Oder das Credelio. Wie gesagt, ich hatte das bisher auch immer nur im 8-Wochen-Abstand gegeben, Zecken hat es ja gemeuchelt.
Also die 2, die es bis jetzt geschafft hatten, sich fest zu setzen, baumelten dann halt tot in seinem Fell.
Die meisten bekomme ich abgesammelt, für irgendwas muss dieses helle Fell ja gut sein.
Am Donnerstag habe ich den Termin bei der Tierärztin, danach bin ich hoffentlich etwas schlauer.
Die Ergebnisse sind da, aber die soll ich dann mit der Tierärztin besprechen. -
Was ich noch zusätzlich zu den Sachen, die hier schon stehen - also Anwalt, Polizei - machen würde, wäre, schon mal alles zusammen sammeln, was belegt, dass der Hund seit 8 Monaten dauerhaft bei Dir ist. Also screenshots von den chats mit Deiner Bekannten und Fotos & Videos von dem Hund, den beiden Hunden zusammen und so. Die haben ja Datumsanzeigen und Uhrzeit in den Metadaten. Es kennt ja hier keiner den Vertrag, den Deine Bekannte mit dem Tierschutzverein hat, aber es kann echt sein, dass der Hund nie ihr gehört hat, weil sie übelst vertragsbrüchig geworden ist.
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So, das Futter ist da. Ist es eigentlich ok, langsam umzustellen? Also schon klar, den Zeitpunkt, ab dem dann die Diät beginnt, verschiebt man damit nach hinten, aber ich möchte hier auch keine Magen-Darm-Probleme riskieren, wenn ich jetzt Knall auf Fall das "alte" Trockenfutter weg lasse? Ich dachte, über 2-3 Tage langsam reduzieren könnte vielleicht besser sein?
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Je mehr ich über das Allergiethema nachdenke um so unsicherer werde ich. Eine Allergie entsteht ja meinem Verständnis nach dadurch dass das angegriffene Immunsystem auf einen bekannten Stoff reagiert und ihn bekämpft. Irgend jemand hat das hier oder im Ausschlussdiät-Tread neulich gut beschrieben aber ich finde es nicht mehr.
Ich spinne mir hier mal meine Gedanken zusammen, wenn ich falsch liege korrigiert mich bitte.
Das Immunsystem reagiert auf einen bekannten Stoff mit einer Allergie. Die Allergie äußert sich in unserem Beispiel durch eine Magenentzündung. Wenn ich dann das Futter wechsele bessern sich zwar die Symptome, aber es dauert lange bis der Magen wirklich ausgeheilt ist. In dieser Zeit ist das Immunsystem weiterhin angegriffen und kann jederzeit auf einen Bestandteil des neuen, aber jetzt ja bekannten Futters mit einer weiteren Allergie reagieren.
Aber dann ist es doch, wenn ich gerade keinen Denkfehler habe, eigentlich eine Abwärtsspirale aus immer weiteren Allergien. Andererseits ist das Futter nicht wechseln ja auch keine Option.
Wenn ich mit meinen Gedanken richtig liege würde das ja erklären, wieso das Hypoallergenic nach 3-4 Wochen zu Problemen geführt hat. Aber wie soll ich dann weitermachen, wenn ich nur noch 2 Futteroptionen habe also auch kein Spielraum mehr da ist um sich weiteres zu "verbrennen"?
Weil ich gerade selbst versuche, mich durch die Thematik zu buddeln, also soweit ich das verstanden habe:
So ne Allergie ist ein Immunsystem, dass überreagiert. Eigentlich völlig harmlose Stoffe, z.B. Rinderprotein, werden fälschlicherweise als Krankheitserreger identifiziert und dann reagiert der Körper da genau so drauf als hätte er einen Virus oder so.
Also das Immunsystem selbst ist nicht angegriffen, das ist hyperaktiv. Das übertreibt völlig und sieht Erreger, wo keine sind.
In deinem Fall wäre der Magen also noch angegriffen, na so wie man das selbst so kennt, nach einem Infekt, selbst wenn das Virus längst nur noch durch die Kanalisation schwimmt, dauert es halt, bis der Magen sich wieder ganz beruhigt hat.
So, und der Plan bei einer Ausschlussdiät ist halt, erst mal nur Sachen zu geben, mit denen das Immunsystem auf gar keinen Fall je in Kontakt war. Das kann's einfach nicht als Krankheitserreger identifiziert haben und kann deshalb nicht so dermaßen überreagieren.
Um dann ab da, wenn man also eine sichere Nulllinie hat, also wirklich alles gut ist, schrittweise wieder andere Sachen dazu gibt, um so herauszufinden, worauf der Körper so dermaßen reagiert. Also, falls man sich das dann überhaupt noch traut oder nicht einfach sagt, damit ist Ruhe, also ist auch gut.
Falls keine Ruhe sein sollte, kann man immer noch mehr reduzieren. Im Hypoallergenic z. B. sind ja immer noch jede Menge Sachen, die alle jede für sich eine Allergie auslösen könnten. Ich fange hier auch erst mal mit einem Futter an, bei dem unwahrscheinlich ist, dass Sammy darauf reagiert. Aber 'ne sichere Bank ist das auch nicht. Andererseits, man will ja bedarfsdeckend füttern. Bei mir z. B. wär es Quatsch, zusätzlich noch Mangelerscheinungen zu riskieren, weil es genau so gut eine Umweltallergie sein könnte.
Das ist ja dieser unglaubliche Mist an der ganzen Sache, herauszufinden, was der Auslöser genau ist.
Aber theoretisch kann man wirklich auf alles allergisch sein.
Richtig fies wird es halt, wenn das Immunsystem auf die Idee kommt, dann irgendwann das neue Protein ebenfalls als schadhaft zu identifizieren. Das kann tatsächlich immer passieren, auch bei Sachen, die länger echt gut gingen.
Aber man heizt da nicht selbst noch eine Abwärtsspirale an, man versucht, Ruhe rein zu bekommen.
Also dem Körper signalisieren, hey, alles jut, hier gibbet keine Erreger, nirgends, kannst wieder normal arbeiten.
Ich weiß nicht, wie man damit umgeht, wenn man echt alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat und einfach keine Ruhe 'rein bekommt.
Also, ob man dann eher hingeht und halt nicht mehr ganz bedarfsdeckend füttert, oder dauerhaft Immunsuppressiva gibt. Das dürfte auch sehr individuelle Abwägungssache werden, je nachdem, wo welche Risiken dann schwerer wiegen würden, denke ich.
Ich glaub da gibt's auch noch ein paar Stellschrauben mehr, da kennen sich hier einige auch noch deutlich besser aus.
Und Deine Ärztin ja auch eh. Ich hab bei Dir nicht alles von Anfang an gelesen, aber die klang ziemlich fit?
Na und selbst wenn man so einen höchst allergischen Hund haben sollte, wird man sich ja irgendwie damit arrangieren müssen
und gucken, wie man dann halt das Beste an Lebensqualität für ihn heraus holt.
Oder in Kurz: nein, man macht es nicht durch die Ausschlussdiät noch schlimmer, ja, es ist Mist und ja, es kann noch mehr Mist werden.
Muss es aber ja nicht zwangsläufig.
(ich hoffe irgendwas hiervon hilft. Und falls hier Quatsch oder überholtes zwischen stehen sollte, gern korrigieren.) -
Tierärztin sagt, Mittel bitte alle 8 Wochen geben, Mittel funktioniert prima die 8 Wochen lang gegen Zecken
Finde ich ja schwierig als TA so ne Aussage zu treffen und das so zu empfehlen. Ja, bei vielen halten die Tabletten länger als die angegebenen 4-5 Wochen. Aber man sollte halt trotzdem drüber aufklären, dass das nicht bei jedem so ist und das es offiziell nur 4 Wochen hält.
Ja schon, sie hätte dazu sagen können, Hersteller sagt 4 Wochen, ihrer Erfahrung nach reichen 8. Sie hat selbst einen Hund. Andererseits, es war ja nu wirklich auch kein Staatsgeheimnis, ich hätte echt auch einfach den Beipackzettel mal lesen können und noch mal nachfragen.
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Hier ist gerade Warteschleife. Das Futter ist noch nicht da, die Testergebnisse auch nicht. Immerhin die Credelio konnte ich erfolgreich verabreichen. Stückchen Wurst, Loch reingepult, Tablette reingestopft, dem Hund die Wurst überreicht. Hund pult die Tablette aus der Wurst, frisst erst die Wurst, dann die Tablette.

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gegen Zecken und so wirkt das eigentlich 8 Wochen lang.
Falls es da nicht unterschiedliche Tabletten gibt wirkt das auch nur vier Wochen gegen Zecken.
Du hast recht. Und ich hab's mal wieder geschafft, Sachen komplizierter zu denken als sie sind
(Tierärztin sagt, Mittel bitte alle 8 Wochen geben, Mittel funktioniert prima die 8 Wochen lang gegen Zecken, also bin ich natürlich davon ausgegangen, dass das die Standarddosierung ist. Und als ich dann Milben gegoogelt habe, und gesehen habe, ok, da wäre die Dosierung aber nur alle 4 Wochen, habe ich messerscharf geschlossen, dass das natürlich nur bei Milben so ist. In die Packungsbeilage zu gucken wäre ja auch zu einfach gewesen.) Die Tierärztin dosiert einfach vorsichtig. -
Interessant, zumindest einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Credelio-Gabe (ich glaub das geben nicht ganz so viele, Tabletten, die gegen Zecken etc... helfen, also wie Frontpro, kein Repellent. Allerdings ist es auch als Mittel gegen Milben zugelassen) und Symptomfreiheit gibt es hier auch.
Allerdings nur für etwa 1 1/2 Monate, gegen Zecken und so wirkt das eigentlich 8 Wochen lang. Gegen Milben müsste ich es alle 4 Wochen geben. Und wie da jetzt individuell die genauen Zusammenhänge sein könnten, keine Ahnung. Also erst die Atopische Dermatitis und dadurch haben die Milben leichtes Spiel oder das Immunsystem kommt mal zur Ruhe, weil es die Biester nicht mehr in Schach halten muss, und schießt dann auch sonst nicht mehr so hoch, ja keine Ahnung.
Das solche Mittel generell nebenher auch Milben erstmal ein gutes Stück weit mit reduzieren kann ja gut sein. Ich bin nu auch kein Mediziner, aber so abwegig find ich das echt nicht.