Erst mal vorab: ich find überhaupt gar nicht, dass man sich irgendwie dafür rechtfertigen muss, wenn man gern einen Welpen aus einer guten Züchtung haben möchte. Das ist doch wirklich jedem selbst überlassen (und würd ich für mich in Zukunft auch gar nicht ausschließen wollen).
Aber teilweise kommen hier Hunde aus dem Tierschutz etwas zu schlecht weg, finde ich. Dass ein Husky jagt, ist ja jetzt nicht die große Überraschung und würde doch mit einem Husky aus einer Zucht genau so passieren wie mit einem aus dem Tierschutz. Da jetzt alle als negativ eingeschätzten Eigenschaften darauf zu schieben, das der Hund halt aus dem Tierschutz kommt, ist irgendwie nicht ganz fair.
Wär ich jetzt hingegangen und hätte mir einen Kangal aus einer super-duper Zucht geholt, hätte ich hier immer noch einen Kangal in einer Stadtwohnung sitzen, der mich irgendwann ziemlich erstaunt fragen würde, was genau er jetzt denn eigentlich hier soll.
Da könnte ich doch auch nicht hingehen und feststellen, dass Hunde vom Züchter aber wirklich sehr territorial sind.
Oder einen Mops aus einer VDH-Zucht, um daraus rück zu schließen, dass alle Hunde von Züchtern totsterbenskrank sind...
Es ist doch ein Stück weit egal, ob man sich jetzt für Zucht oder Tierschutz entscheidet, solang man sich vernünftig vorbereitet, sich Zeit lässt, in Ruhe informiert, halbwegs ehrlich zu sich selbst ist und einen Hund auswählt, der nicht nur zu einem, sondern auch zum Lebensumfeld gut passt. Ich seh das gar nicht als so ein entweder-oder. Hauptsache man geht da überlegt ran.
Und naja, Tierschutz machen für mich die Leute, die in der Ukraine an die Ost-Grenze fahren und da noch die Hunde einsammeln...
gute Tierhaltung jetzt mit dem Label *Tierschutz* versehen zu wollen, ist eventuell dann doch ein bißchen zu groß gesprungen.
Man muss doch aber auch gar nicht immer überall die höchsten Standards erfüllen.
Damit setzt man sich doch nur selbst zu sehr unter Druck, das kann doch eh kein Mensch.
Beiträge von Havländer
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Malteser wären uns glaube ich zu klein , Havaneser ist größer ?
Und wie oft müssen diese Rassen zum scheren , bzw. bringt man das gut alleine hin ( bin Friseurin 😄)Es gibt auch schon noch Malteser, die etwas größer sind, also vielleicht bei 30 cm liegen. Aber es stimmt, im Schnitt sind sie kleiner als Havaneser und vor allem auch noch mit zu kurzer Schnauze, die kippen teils leider in Richtung Qualzucht. Da müsste man halt sehr auf eine vernünftige Zucht achten. Dein Beruf ist perfekt für beide Rassen, es sei denn, Du sagst, nach Feierabend möchtest Du nix mehr mit Haaren zu tun haben.
Geschoren werden müssen sie nicht, das ist nicht wie beim Pudel, wo die Haare einfach nie aufhören zu wachsen... aber halt häufig sorgfältig durchgebürstet, also wirklich Schicht für Schicht, Lage für Lage. Wie aufwendig das wird, hängt letztlich auch mit der Fellanlage zusammen. Sammy (Havaneser-Mix aus einem Tierheim) hat das, was man gemeinhin als schlechte Fellanlage bezeichnen würde, also, viel Unterwolle und eher feines Deckhaar. Der verfilzt echt schnell.
Im Sommer halte ich ihn kurz, dem wird sonst viel zu warm mit den Unmengen von Haaren, im Winter lass ich es wachsen.
Aber das ist eine Wissenschaft für sich. Das bekommst Du als Friseurin aber mit Sicherheit hin. Ich improvisier mich da auch munter durch und das ganz ohne Vorwissen.
Als Welpe und dann Junghund sind die aber auch quirlig, so wie Welpen halt sind.
Also, die springen, die schnappen, das ist alles ganz normales Welpenverhalten.
Das hat nichts mit Aggression oder so zu tun, das sind halt Welpen. Ich bin nur nicht sicher, ob so ein Welpe das richtige für eure Tochter wäre. Ich find den Vorschlag mit einem älteren, ruhigeren Hund aus einem Tierheim deshalb gar nicht so verkehrt. -
secret08 Eigentlich macht man die Ausschlussdiät mit einem Protein & Kohlenhydrat, das noch nie vorher gegeben wurde.
Ich würd im Tierheim anrufen und nachfragen, ob da irgendwie die Möglichkeit besteht, das noch nachzuvollziehen.
Eine weitere Möglichkeit wäre hydrolisiertes Hundefutter, da wird das Protein halt so klein gemacht, dass es vom Immunsystem nicht mehr erkannt wird. Mit dem royal canin anallergenic haben hier einige gute Erfahrungen gemacht.
So wirklich eine Empfehlung kann man eigentlich nicht geben. Bei Sammy ist Ente kein Problem, aber das könnte halt bei Deinem Hund genau das falsche sein... das ist ja der Mist bei Allergien, dass es so individuell ist. -
Heute beim Gassigang bin ich rechts auf so einen Trampelpfad auf einer großen Wiese abgebogen.
Sammy habe ich frei gegeben, da sehe ich, wie ein Typ, der vorher schon hinter mir war, auch auf den Pfad abbiegt.
Ich hab mich ein gutes Stück vom Pfad weg - also irgendwo im nassen Gras - positioniert und Sammy zu mir gerufen, damit der Typ uns überholen kann... Sammy saß dann auch wirklich fast vorbildlich vor mir, als der Typ hinter Sammy her ist, mir noch sagt, "ach das brauchen sie doch nicht" und versucht, Sammy von hinten anzugrabbeln.
Diese Type war plötzlich keinen halben Meter mehr von mir weg. Auf einer riesigen Wiese, mit massig Ausweichmöglichkeiten. Wir waren die einzigen da, es hat schon gedämmert.
Hätte ich die Hand ausgestreckt, ich hätte den Typen berühren können - und er mich eben auch.
In mir ging so ungefähr jeder Alarm los, der los gehen kann. Ich hab gesagt, "fassen sie den Hund nicht an!" - der Typ zurück: "aber der tut doch gar nichts" - ich hab aber gesehen, wie seine Hand kurz gezögert hat, mir aber viel zu nah an meinem Hund war.
Sammy hat nur irritiert geschaut, er tut tatsächlich nichts.
Ich bin richtig laut geworden. "Lassen sie uns in Ruhe, oder ich rufe die Polizei!" Der Typ hat einen Moment lang verdutzt geschaut,
ich bin zügig ausgewichen, einfach den Pfad zurück gegangen und hab Sammy schnell wieder zu mir gerufen.
Der Typ hat hinter mir her gerufen "aber ich mach doch gar nichts, was reagierst du denn gleich so psychotisch" - ab da wurde es ein Ruhrpott-Pöbel-Match, während ich zugesehen habe, dass die Distanz immer größer wurde. Ich war sauer. "Wegen genau so Typen wie dir reagier ich hier so psychotisch, weil ihr es einfach nicht hinbekommt, Frauen in Ruhe zu lassen!" Er zurück: "Ich bin verheiratet!"
Ich zurück: "Und was sagt ihre Frau dazu, dass sie hier andere Frauen belästigen?!"
Weiter hinter mir her gekommen ist er mir aber nicht. Für einen kurzen Moment sah es so aus, aber dann hat er es sich wohl doch anders überlegt. Statt dessen hat er mir noch hinterhergerufen, ich sei sowieso so hässlich, ich würde nie jemanden abbekommen...
und ich hab nur noch zugesehen, dass ich Land gewinne, Sammy immer möglichst dicht bei mir.
Sich getraut, ihn anzufassen, hat er übrigens nicht.Normalerweise bin ich da gar nicht so, wenn ich nett gefragt werde und Sammy sein Einverständnis gibt, kann er gern gekuschelt werden.
Aber die Situation heute hat sich einfach nur komplett falsch angefühlt. -
Bei Sammy war es auch nicht möglich, zu sagen, was er jetzt noch nie gefressen hat (Rumänien/mir nicht bekannte Vorbesitzer/im Tierheim, wo er als schlechter Fresser galt, weshalb ihm alles angeboten wurde, was so da war/Gassigänger).
Ich hab mit seiner Tierärztin zusammen überlegt, was am besten passen könnte, wir sind bei Ente gelandet.
Eine Alternative wäre hydrolisiertes Futter gewesen - da wird das Protein im Prinzip so klein gemacht, dass das Immunsystem es nicht mehr erkennt und deshalb nicht mehr darauf anspringt. MIt dem Anallergenic von Royal Canin haben hier einige schon gute Erfahrungen gemacht. Das ist allerdings ein Trockenfutter, und das verträgt Deiner ja eher nicht.
Wäre Känguru vielleicht bei Dir noch eine Option?
Noch eine Möglichkeit wäre gewesen, per Bluttest herauszufinden, mit welchem Protein er schon in Kontakt war (da gibt es auch irgendwo ein Video von Dr. Derm), und dann entsprechend auszuwählen. Das geht schon, es sagt halt nur nichts darüber aus, ob da jetzt eine allergische Reaktion stattfindet oder nicht.
Auf die Blutuntersuchungen hätte ich noch warten müssen, weil seine letzte Kortisoneinnahme nicht lange genug zurück lag, ich wollte unbedingt anfangen, Ente hat er auch in seinen völlig symptomfreien Zeiten immer gefressen, irgendwo muss man ja anfangen,
also haben wir da den Startpunkt gesetzt.
Ich füttere das Monoprotein Ente von vet concept aus der Dose plus was immer ich so an Ente finde (Tiefkühltruhe, nicht im Park).
Das Dosenfutter ist bedarfsdeckend und Sammy hatte nie Probleme mit Dosenfutter, daher klappt das gut.
Prinzipiell kann man wirklich auf alles allergisch sein, also, es könnten auch die Möhrchen sein. Nur die häufigsten Reaktionen sind halt auf Proteine, dann kommen Kohlenhydrate.
Man steht da schon am Anfang so ziemlich im Nebel und muss sich halt irgendwo seinen Startpunkt hinmalen, ab dem man los läuft.
Es ist einfach eine Gleichung mit sehr vielen Unbekannten.
Bei Sammy wäre es auch immer noch möglich gewesen, dass die Mineralzusätze im Fertigfutter ein Problem sind.
Oder das er doch ein Problem mit Ente hat.
Nur wurden seine Symptome ziemlich schnell deutlich besser, die Richtung war also für den Anfang schon mal nicht verkehrt.
Jetzt, aktuell, kann ich gar nicht sagen, ob er überhaupt eine Futtermittelallergie hat, und nicht nur auf die Milben reagiert hat.
Aber ich ziehe jetzt die Ausschlussdiät einmal durch, es kommt halt häufig vor, dass Hunde sowohl Umwelt- als auch Futtermittelallergien haben, und es ist wirklich schön, wenn der Hund dann endlich keine Symptome mehr hat.
Vielleicht setzt Du dich mit der Tierärztin einfach in Ruhe zusammen und ihr guckt Euch auch noch die ganzen anderen möglichen Ursachen für den Juckreiz an (Parasiten z.B.) ? Und dann entscheidet ihr gegebenenfalls, welche Fütterung am besten passen könnte?
Wie gesagt, die Blutuntersuchung auf Umweltallergien würde ich auf jeden Fall auch machen lassen, damit hat man zumindest schon mal einen guten Anhaltspunkt. -
Ja klar lassen sich Umweltallergien relativ treffsicher über eine Blutuntersuchung feststellen.
Die kann man halt nur erst machen, wenn die letzte Kortisongabe lange genug her ist, aber ich hab das machen lassen und es hat richtig gut weiter geholfen.
Sammy ist allergisch auf Futtermilben und Hausstaubmilben, und seit ich denen den Kampf angesagt hab, ist hier komplett Ruhe eingekehrt.
Beim Protein weiß ich es noch nicht, das dauert noch, da geht der Weg halt nur über eine Ausschlussdiät.
Mit der Ausschlussdiät habe ich Anfang Dezember angefangen, und bis Ende Februar mindestens bleibt es hier auch dabei...
vielleicht bist Du da auch ein bißchen zu ungeduldig?
Bei allem, was ich dazu so gelesen hatte, stand, mindestens 8 Wochen. Und na ja, nicht immer mehr weg lassen, sondern wirklich ausschließlich eine Proteinquelle. Auch bei den Kauartikeln und so.
Idealerweise eine, die vorher noch nie gefüttert wurde.
Es spricht nichts dagegen, die Diagnostik gleichzeitig laufen zu lassen, also, konsequent eine Ausschlussdiät und trotzdem auch noch die Blutuntersuchung auf Umweltallergien machen zu lassen.
Falls die Blutuntersuchung keine vernünftigen Resultate liefert, kann man immer noch über einen Intrakutantest gehen, der ist halt etwas belastender für den Hund.
Den fand ich hier ganz schön erklärt:
https://www.youtube.com/watch?v=A9ObjDnSlJs
Dr. Derm hatte übrigens jemand dankenswerterweise im Allergie-Thread verlinkt, da sind noch mehr Leute unterwegs, die gut Ahnung haben, vielleicht magst Du da auch vorbei schauen? -
Aber wie macht ihr das als Belohnung? Schleppt ihr alles so mit?
Oder was benutzt ihr da so?Aktuell stopf ich sein Nassfutter in so eine leere Futtertube zum selbst befüllen, das ist so die normale Bestätigung.
Für Sachen, die mir besonders wichtig oder für ihn besonders schwierig sind, gibt's durchgegartes Entenfleisch. (Allergiker)
Achte mal drauf, die linke Tasche ist bei vielen die Leckerchentasche... wenn man unterwegs Hundekumpels trifft und gedankenverloren die Hand in die linke Tasche steckt, gucken einen plötzlich ganz viele Hundeaugen hoffnungsvoll an. -
Ich hab sie verlinkt, weil ich das Statement interessant fand - das hätte genau so gut Martin Rütter oder Victoria Stilwell sein können.
Ok, Victoria Stilwell hätte ich am liebsten verlinkt, aber das ist hier ja gar nicht Thema.
Hatten die beiden auch was schlaues zu sagen? Oder wolltest du nur mal die Namen erwähnen?
Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich nicht zum Fanclub von irgendwem gehöre.
Aber hätte ich Statements von anderen gefunden, hätte ich die halt genau so verlinkt. Also, nein, bis jetzt ist mir da nichts bekannt. -
Frau Bokr ist jetzt nicht so meins, aber in diesem Punkt wird sie durchaus Recht haben.
Ich hab sie verlinkt, weil ich das Statement interessant fand - das hätte genau so gut Martin Rütter oder Victoria Stilwell sein können.
Ok, Victoria Stilwell hätte ich am liebsten verlinkt, aber das ist hier ja gar nicht Thema.
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Naja, da gehört ein gut passender Maulkorb (er muss damit hecheln, gähnen und sich übergeben können) auf den Hund.
Der Besuch hat aufzuhören, dem Hund die Hand in's Gesicht zu strecken und muss den Hund in Ruhe lassen, fertig.
Auch die Oma, egal, wie gern sie ihn mag. Der Hund möchte das nicht, das muss man dann respektieren. Gibt ja keinen Grund, ihm da einen Kontakt aufzuzwingen.
Die Türklingel wär bei mir schon längst abgestellt. Auf's Handy anrufen lassen statt dessen.
Das sind hier aber nur Sofortmaßnahmen, um schlimmeres zu verhindern. Ich denke, um einen vernünftigen Trainer kommt ihr nicht herum. Vielleicht fragst Du einfach, ob hier jemand zu Deiner PLZ ein paar gute Empfehlungen hat?