"Wenn dem Hund was passiert, zünden wir euch die Hütte an."
So klingt wahre Tierliebe. Nicht.
Da sind doch mit Sicherheit noch andere Hunde in dem Tierheim. Und Katzen. Und Meerschweinchen. Und Menschen...
völlig egal, was denen dabei passiert?
In was für nem Film stecken die denn fest?
Beiträge von Havländer
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Es lassen sich auch wirklich kaum vernünftige Zahlen finden. Aber hier z.B.:
https://www.mlv.nrw.de/wp-content/upl…t_2020_2021.pdf
"Von allen Rassen der § 3 Absatz 2 Hunde verzeichnet der Pitbull Terrier im Durchschnitt immer noch die höchste Auffälligkeit bei den Beißvorfällen, in denen Menschen verletzt wurden."
Nur steht das halt in direktem Widerspruch zu Dorit Feddersen-Petersen:
https://cdn.website-editor.net/1a7eae744bc246…on-pederson.pdf
"Verhaltensbiologisch ist die "gefährliche Rasse" nicht zu benennen, es ist naturwissenschaftlich so unsinnig wie unbewiesen, einer Hunderasse a priori, also ohne Berücksichtigung der feindifferenzierten Verzahnung von genetisch bedingten Handlungsbereitschaften und den obligatorischen Lernvorgängen, eine gesteigerte "Gefährlichkeit" zuzuschreiben."Der Text von Dorit bezieht sich auf einige Fallbeispiele aus den 90ziger Jahren, also deutlich älter und willkürlich ausgewählt. Sie erwähnt, ohne Quellenangabe, eine vergleichende Studie. Das wäre mir etwas dünn. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass es sich schon um bestimmte Sequenzen aus dem Jagdverhalten handelt.
Ja ich weiß... ich find einfach nichts besseres
. Dorit Feddersen-Petersen kennt sich mit Sicherheit besser aus als ich, aber sie kann ja nun gar nichts mehr zu den aktuellen Entwicklungen sagen. Im canis-Podcast hab ich auch nichts wirklich aufschlussreiches gefunden,
und für eine solide Einschätzung reicht meine eigene Erfahrung nu wirklich nicht.
Was Vanessa Bokr sagt, ist schon klar - beim falschen Handling kann jeder Hund letztlich durchdrehen. So, dann erzählt sie noch, sie hätten da jede Rasse bei sich - aber es ist nicht der Pudel, den sie zu zweit aus dem Zwinger holen müssen, soweit ich weiß.
Da würden mich auch wirklich solide Zahlen interessieren. Also, wie viele Hunde mit welchen Hintergründen (Auslandstierschutz?) und welche Rassen sind mit einer massiven Aggressionsproblematik bei ihr aufgenommen worden, welche Hunde davon mussten dauerhaft bei ihr bleiben weil sie zu gefährlich für eine Weitervermittlung sind undsoweiter.
Da würde ich dann doch wieder vermuten, dass Pudel und Havaneser bei ihr statistisch eher die Ausnahme waren.
Ich weiß einfach nicht, ob ein Verbot etwas bringen würde - von einer Rasse, die es ja nicht mal wirklich gibt.
Und ob ein Verbot da nicht ganz schnell sich auf Pitbulls mit erstrecken würde.
Und ob das sinnvoll wäre. -
Das setzt vorraus, das der Hund lernen durfte. Dass ein Hund nicht denken kann, steht auch nicht in meinem Beitrag. Ebenfalls auch nicht, dass Trieb alles ausschaltet.
Wölfe bei der Jagd arbeiten aber sehr gut zusammen. Da passiert es auch nicht, dass sie sich mitten bei der Jagd umentscheiden und statt den Elch sich gegenseitig platt machen. Und die Beute wird hinterher auch ohne Blutbad untereinander aufgeteilt. Ich finde die Studie nicht mehr, aber das läuft sogar fairer ab als man früher angenommen hatte.
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Nur diesen Umschwung auf den "eigenen" Sozialpartner, da komme ich echt nicht hinterher.
Einen Sozialpartner "bei Bedarf" als Beute zu betrachten, kann man jeden Tag reichlich auf Hundewiesen beobachten.
Als meine Sheila kam, gab es für sie nur zwei Bilder im Bezug auf andere Hunde: Beute und in der Läufigkeit Sexualpartner. Das war's.
Aber dann hat sie die Hunde ja von vornherein nicht als Sozialpartner gesehen.
Also ich unterstelle hier schon, dass die meisten Hunde "ihre" Halter als Sozialpartner sehen und versuche, irgendwie diesen konkreten Fall aus Niedersachsen zu verstehen. -
Es lassen sich auch wirklich kaum vernünftige Zahlen finden. Aber hier z.B.:
https://www.mlv.nrw.de/wp-content/upl…t_2020_2021.pdf
"Von allen Rassen der § 3 Absatz 2 Hunde verzeichnet der Pitbull Terrier im Durchschnitt immer noch die höchste Auffälligkeit bei den Beißvorfällen, in denen Menschen verletzt wurden."
Nur steht das halt in direktem Widerspruch zu Dorit Feddersen-Petersen:
https://cdn.website-editor.net/1a7eae744bc246…on-pederson.pdf
"Verhaltensbiologisch ist die "gefährliche Rasse" nicht zu benennen, es ist naturwissenschaftlich so unsinnig wie unbewiesen, einer Hunderasse a priori, also ohne Berücksichtigung der feindifferenzierten Verzahnung von genetisch bedingten Handlungsbereitschaften und den obligatorischen Lernvorgängen, eine gesteigerte "Gefährlichkeit" zuzuschreiben."
Und den eigenen Halter zu töten ist doch noch mal ein besonders absurder Sonderfall.
Fürchterlich ist jeder einzelne dieser Fälle, natürlich.
Aber rein verhaltensbiologisch gesehen kann ich nachvollziehen, wie es dazu kommt, dass ein Hund ein Kind jagt.
Das wird halt als Beute angesehen.
Nur diesen Umschwung auf den "eigenen" Sozialpartner, da komme ich echt nicht hinterher.
Zu dem ist der Hund doch auch nicht in einem Konkurrenzverhältnis oder so. -
Also ich komme mit dem Samsung gut klar und bin technisch nu nicht so die Heldin - mal so als Referenzwert, hier für das Forum bin ich viel zu langsam, während ich hier tippe ist das Thema wahrscheinlich längst entschieden (und ich find nie irgend welche Threads, und hab keine Ahnung was es mit den Pfotothreads auf sich hat, aus zwei verschiedenen Antworten zitieren kann ich auch nicht und so langsam werden es eigene Fragen, die man sich nicht zu stellen traut). Jedenfalls, besondere Fähigkeiten braucht man da sicher nicht.
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Also das hier ist Jagdverhalten:
https://www.tiktok.com/@itvnews/video/7277246632859651361?lang=de-DE
Und so dieses "er hat wie aus dem Nichts heraus attackiert" was ja oft beschrieben wird - also keine Vorwarnungen, kein gar nichts -
bekomme ich eigentlich auch nur mit Jagdverhalten erklärt. Oder die Menschen waren extrem dappig und haben die vorangegangenen Zeichen nicht erkannt, dafür gibt's ja leider auch genug Beispiele.
Aber aus sozialer Aggression heraus das Gegenüber direkt zu töten ist schon eine bemerkenswerte Überreaktion...
gedanklich lande ich inzwischen auch bei einer sehr unglückseligen Verkettung von Eigenschaften.
Pitbulls wurden ja auch darauf selektiert, sich gegenseitig platt zu machen.
Also, ja, es kommt auch so vor, dass irgend ein Hund irgend einen anderen Hund tötet, aber das ist halt die Ausnahme und nicht der Regelfall.
Bei Pitbulls musste ja darauf selektiert werden, dass hier die Hemmungen, die normalerweise ja einfach da sind, nochmals deutlich
heruntergesetzt werden. Vielleicht spielt das noch mal zusätzlich eine Rolle? Also, das die einfach auf sehr unsoziales Verhalten hin selektiert wurden?
Ich versuch das hier auch gerade nur zu verstehen, das sind einfach nur Überlegungen, wie dieses Verhalten zustande kommt. -
Heute sind wir auf unserer Runde zwei kleinen Dackeln begegnet, die er schon von weitem angebellt hat und sich beim in die Leine springen, fast überschlagen hat. Als ich dann einen anderen Weg eingeschlagen habe, hat er mich angesprungen und mir in die Hosen gebissen. Dann hat er sich aber irgendwie scheinbar ab sich selbst erschrocken, sich geschüttelt und dann ging's normal weiter.
Versuch mal, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, dass er sich so aufregt. (Und nett zu erklärten, was Du eigentlich von ihm möchtest. Aber das ist jetzt vermutlich noch zu früh.)
Für den Anfang müsstest Du halt die Dackel sehen, bevor er sie sieht. Und noch bevor er irgend eine Gelegenheit hat, sich aufzuregen, latscht ihr schon in eine andere Richtung. Am besten so, dass er die Dackel gar nicht zur Kenntnis nehmen kann.
Reagiert er nur auf die Dackel so? Weil sie ihn früher schon immer angepöbelt haben oder so was?
Das würde es sehr viel einfacher machen. Falls er bei allen anderen Hunden so austickt, würde ich versuchen, zu Zeiten zu gehen, zu denen sonst kaum wer draußen ist. Und wirklich große Bögen um andere Hunde laufen.
Das ist halt für den Anfang jetzt erst mal nur Management. -
So wirklich bekomme ich das auch nicht zusammen. Fehlgeleitetes Beutefangverhalten, ja - das konnte man in einem Video aus GB gut sehen. (ich geh mal davon aus, dass das ein Bully XL war). Der war auf Jagd, Menschenjagd. Aber wie kommt das dann zustande, dass so ein Hund den eigenen Halter attackiert? Ist der dann für den einfach leichte Beute?
Rückwärts gerichtete Aggression würde da ja eigentlich nicht rein passen - das wäre ja Teil der Kommunikation. Das sind doch eigentlich zwei Paar Schuhe?
Und wurden da eigentlich Gentests gemacht, weiß das jemand? Bei "Kimbo" und den Fällen in GB kann man ja nur noch von einer starken genetischen Komponente ausgehen. Wurden da Proben entnommen? Das wäre zum Abgleich mit dem aktuellen Fall vielleicht ziemlich interessant? (ich hab nur was zum Malinois gefunden - das ist aller Wahrscheinlichkeit nach nicht übertragbar,
ich verlinke es trotzdem mal: https://www.genomia.cz/de/test/aggression/ )
(Vielleicht braucht's eigentlich Gen-Listen? Aber da ist die Forschung vermutlich noch gar nicht soweit?) -
Boykottierst Du gerade das große A?
Und das ist auch gut so!
Ja, die "Ringe der Macht" - Serie fand ich auch soso lala.
Ernsthaft, ich weiß doch überhaupt nicht, wer da die Frage gestellt hat, in welcher Situation und was nicht alles... hier ist doch jeder alt genug um zu wissen, welche Prinzipien wann wie konsequent oder halt eben nicht durchgezogen werden können.