Beiträge von Havländer

    Ach mir wurde sogar schon erzählt, ich dürfe meinen Hund nicht tragen, er hätte doch schließlich 4 Beine, während wir im Gedränge! vor geöffneten Zugtüren standen und darauf gewartet haben, dass die Menschen aussteigen, damit wir einsteigen können.
    Der Spruch "Ja genau, er hat 4 Beine, und das soll auch bitte so bleiben." ist mir leider viel zu spät eingefallen.

    Aber auch sonst nehme ich Sammy hoch, wenn ein Hund in unklarer Absicht angebrettert kommt. Meine Rechnung ist da - schlimmstenfalls werd ich verletzt, das wird ausgesprochen unangenehm, aber aller Wahrscheinlichkeit nach werd ich das schon überleben. Sammy hat einfach deutlich schlechtere Karten.
    Nur natürlich ist er trotzdem im Freilauf auch mal weiter entfernt, sonst wär's ja kein Freilauf. Und man kann einfach nicht gegen alles gewappnet sein.

    Ja, ich denke auch, zumindest mal die Tierheime bei Euch in der Gegend abklappern und persönlich beschreiben, wonach ihr sucht, kann gar nicht schaden.
    Es muss auch gar nicht unbedingt *entweder Welpe oder Tierheim* sein... ihr könnt ruhig erzählen, dass ihr euch auch gut einen Welpen vorstellen könnt, nur müsste es halt von der Rasse oder Mischung her passen, aber das ist ja selbstverständlich.
    Ich wüsste nichts, was bei Euch gegen einen Welpen spricht - allerdings auch nichts, was gegen einen Hund aus einem Tierheim spricht.

    Eigentlich wirklich überall dorthin, wo es erlaubt ist. Die Liste wird fast kürzer, wenn ich schreibe, wo ich ihn nicht mit hinnehme:
    Apotheken, Drogerien, Lebensmittelläden, Museen und zu Arztbesuchen.
    Bei meinem Münsterländer wär ich nie auf die Idee gekommen, ihn zum Friseur mitzunehmen. Der hätte überhaupt nicht gewusst, was er da soll... aber Sammy lässt sich von den Mitarbeitenden bestätigen, wie niedlich er doch ist und legt sich dann neben den Friseurstuhl.
    Als hätte er nie was anderes gemacht.
    Aber diese relativ kleine Größe macht das Leben in der Stadt auch wirklich einfach. Falls es mal irgendwo eng wird, nehm ich ihn halt auf den Arm und gut ist.

    Köln, Rostock - das könnte so ein ganz vorsichtiges politisches Herantasten sein. Also schauen, ob es Protest gibt oder eher Zustimmung innerhalb der Bevölkerung. Mir ist das auch viel zu zaghaft, andererseits, es ist ein sehr vorsichtiger Anfang.

    Ja ich weiß... ich find einfach nichts besseres :( : . Dorit Feddersen-Petersen kennt sich mit Sicherheit besser aus als ich, aber sie kann ja nun gar nichts mehr zu den aktuellen Entwicklungen sagen. Im canis-Podcast hab ich auch nichts wirklich aufschlussreiches gefunden,
    und für eine solide Einschätzung reicht meine eigene Erfahrung nu wirklich nicht.

    Was Vanessa Bokr sagt, ist schon klar - beim falschen Handling kann jeder Hund letztlich durchdrehen. So, dann erzählt sie noch, sie hätten da jede Rasse bei sich - aber es ist nicht der Pudel, den sie zu zweit aus dem Zwinger holen müssen, soweit ich weiß.
    Da würden mich auch wirklich solide Zahlen interessieren. Also, wie viele Hunde mit welchen Hintergründen (Auslandstierschutz?) und welche Rassen sind mit einer massiven Aggressionsproblematik bei ihr aufgenommen worden, welche Hunde davon mussten dauerhaft bei ihr bleiben weil sie zu gefährlich für eine Weitervermittlung sind undsoweiter.
    Da würde ich dann doch wieder vermuten, dass Pudel und Havaneser bei ihr statistisch eher die Ausnahme waren.

    Ich weiß einfach nicht, ob ein Verbot etwas bringen würde - von einer Rasse, die es ja nicht mal wirklich gibt.
    Und ob ein Verbot da nicht ganz schnell sich auf Pitbulls mit erstrecken würde.
    Und ob das sinnvoll wäre.

    Das setzt vorraus, das der Hund lernen durfte. Dass ein Hund nicht denken kann, steht auch nicht in meinem Beitrag. Ebenfalls auch nicht, dass Trieb alles ausschaltet.

    Wölfe bei der Jagd arbeiten aber sehr gut zusammen. Da passiert es auch nicht, dass sie sich mitten bei der Jagd umentscheiden und statt den Elch sich gegenseitig platt machen. Und die Beute wird hinterher auch ohne Blutbad untereinander aufgeteilt. Ich finde die Studie nicht mehr, aber das läuft sogar fairer ab als man früher angenommen hatte.

    Nur diesen Umschwung auf den "eigenen" Sozialpartner, da komme ich echt nicht hinterher.

    Einen Sozialpartner "bei Bedarf" als Beute zu betrachten, kann man jeden Tag reichlich auf Hundewiesen beobachten.

    Als meine Sheila kam, gab es für sie nur zwei Bilder im Bezug auf andere Hunde: Beute und in der Läufigkeit Sexualpartner. Das war's.

    Aber dann hat sie die Hunde ja von vornherein nicht als Sozialpartner gesehen.
    Also ich unterstelle hier schon, dass die meisten Hunde "ihre" Halter als Sozialpartner sehen und versuche, irgendwie diesen konkreten Fall aus Niedersachsen zu verstehen.

    Es lassen sich auch wirklich kaum vernünftige Zahlen finden. Aber hier z.B.:
    https://www.mlv.nrw.de/wp-content/upl…t_2020_2021.pdf
    "Von allen Rassen der § 3 Absatz 2 Hunde verzeichnet der Pitbull Terrier im Durchschnitt immer noch die höchste Auffälligkeit bei den Beißvorfällen, in denen Menschen verletzt wurden."

    Nur steht das halt in direktem Widerspruch zu Dorit Feddersen-Petersen:
    https://cdn.website-editor.net/1a7eae744bc246…on-pederson.pdf
    "Verhaltensbiologisch ist die "gefährliche Rasse" nicht zu benennen, es ist naturwissenschaftlich so unsinnig wie unbewiesen, einer Hunderasse a priori, also ohne Berücksichtigung der feindifferenzierten Verzahnung von genetisch bedingten Handlungsbereitschaften und den obligatorischen Lernvorgängen, eine gesteigerte "Gefährlichkeit" zuzuschreiben."

    Und den eigenen Halter zu töten ist doch noch mal ein besonders absurder Sonderfall.
    Fürchterlich ist jeder einzelne dieser Fälle, natürlich.
    Aber rein verhaltensbiologisch gesehen kann ich nachvollziehen, wie es dazu kommt, dass ein Hund ein Kind jagt.
    Das wird halt als Beute angesehen.

    Nur diesen Umschwung auf den "eigenen" Sozialpartner, da komme ich echt nicht hinterher.
    Zu dem ist der Hund doch auch nicht in einem Konkurrenzverhältnis oder so.