Beiträge von Havländer

    Du hast nach wichtigen Sachen, die man dem Hund beibringen sollte, gefragt:
    Fellpflege in Ruhe ist sehr wichtig. Mit allem Respekt, aber das schaut aus als hättest Du den Hund niedergerungen und dann rasiert und als hätte er dabei ziemlich gezappelt - eine andere Erklärung finde ich für diesen - Style - nicht.

    Kann natürlich sein.

    Was aber auch sein kann:

    Ungeeignete Maschine benutzt ( bspw den eigenen Bartschneider statt vernünftiger Schermaschine ) und das Teil hat dem entsprechend hier und da mal bissl gestreikt.

    In Kombination mit mangelnder Erfahrung und zappelndem Hund, oder auch schon nur das, sieht das dann recht schnell etwa so aus. Ob der Hund "zu Boden gerungen wurde", naja das weiß 1. Nur der TE, und 2. ist das nicht nötig. Bei nem so jungen Hund ist nicht zu erwarten dass der sonderlich still hält, aber trotzdem geht scheren ja irgendwie auch ohne Gewalt. Für mich schaut das halt insgesamt sehr unsauber aus, und da ich nicht davon ausgehe dass man sich vorher in irgendeiner Form mit der Fellpflege auseinander gesetzt hat, wird man da wohl mangels solidem Handling nen Rasierapperat angesetzt haben. Erscheint mir zumindest am wahrscheinlichsten.

    Einen Rasierapparat? Aber der TE hat doch irgendwas von einem Gerät mit unterschiedlichen Aufsätzen geschrieben, meine ich zu erinnern? (vielleicht vertu ich mich hier aber auch) Klang für mich erst mal nach einer Schermaschine. Und damit so dermaßen kahle Stellen zu fabrizieren, klingt für mich nach, Hund wurde irgendwie festgehalten und 'runtergeschoren. Hund war nicht einverstanden und hat herumgezappelt. Also klar geht scheren auch ohne Gewalt, um Himmels Willen! Aber wenn der 12 Wochen alte Welpe nachher so ausschaut wie auf den Bildern, völlig ungleichmäßig, teilweise komplett auf die Haut kahl rasiert, und der TE auch sonst so schreibt, was er halt so schreibt, glaub ich eher nicht, dass mit dem IBB-Signal gearbeitet wurde, nein?

    Du hast nach wichtigen Sachen, die man dem Hund beibringen sollte, gefragt:
    Fellpflege in Ruhe ist sehr wichtig. Mit allem Respekt, aber das schaut aus als hättest Du den Hund niedergerungen und dann rasiert und als hätte er dabei ziemlich gezappelt - eine andere Erklärung finde ich für diesen - Style - nicht.
    Genau so funktioniert es natürlich nicht. Und weil Du ja den Hund die nächsten 15 Jahre in Form bringen möchtest, fang ab sofort kleinschrittig an. Schwer einzuschätzen, wie sehr Du es Dir da schon mit dem Hund verscherzt hast. Aber das jedes Mal mit der Brechstange durchzuziehen und den Hund überfallartig auf Nacktfrosch umzustylen wird Euch beide auf Dauer nicht froh stimmen.
    Frag am besten nach, wie man das vernünftig aufbaut. (der Text hier wird sonst zu lang)

    Und so ein Hund braucht Wimpern! Die bleiben bitte ab sofort dran. Die haben tatsächlich eine Schutzfunktion.

    Vibrissen ist bei Scher- und Langhaarhunden ein so dermaßen eigenes Thema, dass es dazu einen ganzen Thread hier gibt.
    (Vibrissen werden auch umgangssprachlich Schnurrhaare genannt, richtig wäre eigentlich Tasthaare. Die einfach komplett abzurasieren ist nicht ok. Drum herum arbeiten, so gut es irgendwie geht, oder halt einfach einen Bart bis zu einer gewissen Länge stehen zu lassen, sollte schon drin sein.)
    Dass das Fell juckt, ist eindeutig nicht in Ordnung, kann aber eigentlich nicht am Fell an und für sich gelegen haben, es sei denn es war schon völlig verfilzt.
    Aber normalerweise ist das ein Fall für den Tierarzt. Parasiten z. B. können da Ursache sein.

    Es ist völlig ok, das Fell kurz und pflegeleicht zu halten, aber zumindest der Sonnenschutz sollte noch gewährleistet sein.
    Auch Hunde können Hautkrebs bekommen.
    Du hast Dich für den Hund entschieden, damit ist ab sofort vernünftige Fellpflege Dein neues Hobby.
    Auch dazu gibt es hier einen eigenen Thread, frag da halt nach.

    Den meisten Leuten ist Stubenreinheit sehr wichtig, was Du da beschreibst, ist einfach keine. Und umso länger Du das so handhabst, umso schwieriger wird das später abzutrainieren sein. Die Fliesenfugen werden unglaublich stinken, das wird n Sanierungsfall.
    Ich kauf Dir auch deshalb den erfahrenen Hundehalter einfach nicht ab - da weiß man doch wenigstens in etwa, welche Urinmengen in so einem Hundeleben durch eine Blase wandern.
    Also, ernsthaft, man kann nicht Erfahrung mit Hunden haben und das schreiben, was Du schreibt.

    Ansonsten, was so ein Welpe braucht, hat dankenswerterweise heute jemand schon in einem anderen Thread gepostet, ich
    link das hier noch mal ein, weil mir Dein Hund ziemlich leid tut.
    https://www.stvv.ch/dokumente/merk…KeWh9lvlDKtm1Ew

    Dein Hund braucht andere Hunde.
    Gut ausgewählt, zum Spielen kleine Hunde, vernünftig moderiert - dazu suchst Du Dir bitte eine gute Hundeschule mit einer vernünftigen Welpengruppe.
    Und Kontakt mit großen, souveränen Alt-Hunden, die wissen, dass sie groß sind und entsprechend vorsichtig im Umgang mit Deinem sind.
    In der Welpengruppe werden Dir hoffentlich auch noch weitere Grundlagen erklärt.
    Hier schreiben ja im Prinzip alle in etwa dasselbe - und wenn man denkt, wo kommen denn die Hunderte an Geisterfahrern her,
    kann schon sein man ist selber der Geisterfahrer.

    So, und Du hattest gefragt, was da so alles bei der Rasse schief gehen kann... naja, das ist ja nu keine Rasse.
    Aber aus meiner Erfahrung als Gassigängerin mit Kleinhunden aus einem Tierheim:
    Einige haben so dicht gemacht, dass es lange gedauert hat, bis man sie überhaupt anfassen durfte.
    Da war man erst mal nur Gewicht am anderen Ende der Leine.
    Die waren jetzt nicht per se bissig, die waren völlig in Ordnung, so lang man sie in Ruhe gelassen hat.
    Da wurde halt bei den Vorbesitzern alles an Vertrauen zerstört, indem man ihre Grenzen nicht respektiert hat, sich ständig über sie hinweg gesetzt hat... irgendwann setzen sie dann ihre Zähne ein, um ihre Interessen durchzusetzen.
    Solche Kleinhunde gab es wirklich bemerkenswert häufig.

    Havländer
    Wenn Mina ein potenzielles Beitetier sieht, bleibt sie stehen und schaut hinterher.

    Untrainiert. Getestet an Rehen, Eichhörnchen, Feldhasen und Katzen.

    Wobei - Mina ist kein Jagdhund, wenn das der Hund in Deinem Bild ist, richtig? Ok, von denen kenne ich das auch, dass es sie einfach nicht groß interessiert.
    (Obwohl, in dem Moment, in dem einem Hund die Beute quasi vor die Füsse fällt, hätte ich doch etwas mehr Engagement erwartet. Also so was.)

    Ah ok. Ja doch, dann war das doch Jagdverhalten, schätze ich. Bei meinem Münsterländer konnte ich das immer eindeutig auseinander halten, ob er sich jetzt prügeln möchte oder ob er drüber nachdenkt, einem Kaninchen hinterher zu gehen.
    Und auch sonst, das sieht man. Die Steifbeinigkeit hat mich irritiert.

    Oje. Der Vizsla tut mir ziemlich leid, und ich würde trotzdem einen großen Bogen drum gehen. Das klingt, als sei er ziemlich durch den Wind... ich passe, wobei, mit Frust liegst Du da wahrscheinlich schon richtig.

    Und echt, es gibt Hunde, die nichts mit Beute anzufangen wissen? :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Jagdverhalten war das glaube ich nicht, die Körperspannung ist dabei anders - nicht so staksig, nicht so - naja, drohfixierend. Schwer zu erklären... Hast Du vielleicht das Bild von nem Bordercollie vor Dir, wie er sich auf eine Schafherde konzentriert? So.
    Die haben auch richtig Körperspannung drauf, man sieht denen die Konzentration richtig an, aber sind dabei nicht staksig.
    Sondern einfach richtig angespannt, der ganze Körper ist ein bißchen herunter geduckt und halt eben nicht staksig.

    Weit offener Fang ist eigentlich ein gutes Zeichen, der Vizsla hatte nicht vor, zuzubeißen - da ist der Fang erst geschlossen und packt dann halt erst richtig zu. Und das irgend ein Hund nicht weiß, was man mit Beute machen könnte, glaub ich auch nicht.
    Das klingt eher danach, als wüßte der Vizsla nicht (mehr), wie man mit anderen Hunden umgeht.

    SchokoSaurier Eigentlich machst Du da schon das Beste, was man machen kann, denke ich. Umso länger so Kauzeug 'rumfliegt, umso mehr Zeit haben die Milben ja, wilde Partys zu feiern. Da ist es dann wirklich gut, wenn es binnen kürzester Zeit vernichtet ist. Sammys Tierärztin meinte, wenn überhaupt, dann höchstens irgend etwas einzeln abgepacktes. Mit dem Kundenservice von vet concept hatte ich auch noch telefoniert, die Antwort war aber eigentlich dieselbe. Kleinste Verpackungsgröße wählen, direkt einfrieren, aber die Milben sind halt einfach immer da. Sammy muss sich aktuell mit Kaffeeholz begnügen.
    Bei frischem Gemüse ist die Futtermilbenbelastung auch ziemlich gering, hatte ich mir noch zusammengesucht. Also falls Dein Hund frische Möhre mag und verträgt, könntest Du das noch probieren.

    Die Familie hat gerade einen Trauerfall... da kann man vielleicht gar nicht erwarten, dass sie richtig klar denken können.
    Da können noch so ganz irrationale Gefühle wie "Der Hund hat immer zu ihm gehört, er hält die Erinnerung wach" mit hineinspielen,
    und ein Teil der Realität wird da schlicht ausgeblendet oder sickert vielleicht nur stückweise in's Bewusstsein. Das ist ja auch einfach wirklich schlimm. Wer weiß, wie sie das in einem Jahr sehen.