Beiträge von die mit dem Hund

    Eben, mit Standard-Kotproben sind die Lungenwürmer kaum zu diagnostizieren.

    Das gibt auch unsere TÄin zu.

    Ein Lungenröntgen wird hier deshalb bei Verdacht auch gemacht.

    Ich hab ein Laborergebnis von Laboklin von der PCR Untersuchung von Kot und Blut vom Juli. Muffin hat damals in zwei Situationen gehustet und war schlapper als üblich, deshalb wollt ich das testen lassen. (Schlussendlich hatte er einen Infekt, der mit Antibiotika ausgeheilt ist). Und eben weil Kotproben unzuverlässig sind weil die Larven nicht immer ausgeschieden werden, wollte die TÄin auch das Blut einschicken.

    Dort steht "Aufgrund inhomogener Verteilung der Lungenwürmerlarven innerhalb des Probematerials und einer möglichen intermittierenden Ausscheidung über den Kot ist die Sensitivität der PCR begrenzt. Ein negatives Ergebnis schließt eine Lungenwurminfektion nicht mit Sicherheit aus."

    Und weiter unten bei der Blutprobe "Ein negatives PCR-Ergebnis kann eine Infektion nicht vollständig ausschließen. PCR-Ergebnisse sollten immer im Zusammenhang mit den verfügbaren klinischen und epidemiologischen Daten interpretiert werden."


    Laut TÄin ist PCR Untersuchung sicherer in der Diagnose, aber halt eben auch nicht 100% (wie ja auch bei vielen anderen Krankheiten mit falsch Negativen).

    Das Ziel Tiere komplett wurmfrei bzw. parasitenfrei zu bekommen, ist der Weg zu Resistenzen. Bei Nutztieren ist man mit diesem System schon richtig vor die Wand gefahren und hat das Vorgehen vor einigen Jahren angefangen komplett umzukrempeln.

    Wir haben bei Hunden mittlerweile bereits einige Wirkstoffe bei Behandlungen verschossen, die Luft wird dünner. Auch bei Lungenwürmern. Daher: Nein, hier wird nicht prophylaktisch behandelt.


    Ja, dieser Gedanke gehört natürlich auch im Hinterkopf zu halten, danke.

    Wie sich Resistenzen bilden, da weiß ich zu wenig Bescheid.

    Das kommt darauf an wo du lebst.

    In Gebieten, wo Herzwürmer oder Lungenwürmer schon länger etabliert sind und sich die Mehrheit der Hundehalter und Tierärzte dessen bewusst sind, ist es völlig normal die Prophylaxe monatlich zu machen.


    Und letztlich ist es doch auch egal was anderes tun.


    Ich leb im mittleren Teil von Südtirol, laut meiner Tierärztin (noch) nicht Herzwurm-Gebiet. Allerdings rät sie immer bei Reise zum Gardasee danach speziell Herzwürmer zu entwurmen.

    Bei Lungenwürmer ist es ein Fragezeichen. Sie und eine andere Tierärztin, die dieses Jahr als Urlaubsvertretung in der Praxis war, sagen dass nun Lungenwürmer bei diffusen Symptomen mehr mitberücksichtigt werden als früher.

    Kann aber auch daran liegen, dass diese TÄ mehr sensibilisiert sind für dieses Thema.

    Es hängt davon ab, ob das jetzige Futter alle Nährstoffe zur Genüge enthält.

    (Bitte korrigiert mich, wenn ihr andere Informationen habt).

    Für das Immunsystem kann man ein besonderes Augenmerk auf B-Vitamine und die Darmflora haben.

    Bei Vitamin C scheiden sich die Geister, weil der Hund das selbst produzieren kann. Möchte man das zusetzen, würd ich Beeren geben (bitte googeln welche geeignet sind) und nicht reines Vit C, weil das (auch bei uns) auf den Magen schlagen kann.

    Speziell für die Haut wär noch Zink zu erwähnen.

    Ich würd auf einen natürlichen Entzündungshemmer setzen, und versuchen die Omega 3 Zufuhr zu erhöhen. Nicht zwingend mit Lachsöl (wird von einigen Hunden nicht gut vertragen), sondern mit der Zugabe von Fisch zum normalen Futter. (Zu beachten ist hier evtl. die Langzeitgabe bzw. hohe Dosierung von Omega 3, das kann zu Blutverdünnung führen, was vor allem vor einer OP zu bedenken ist = rechtzeitig vorher absetzen/reduzieren).

    Ansonsten würd ich mich zusätzlich bei der Humanmedizin bzgl wiederkehrender Vorhautentzündung einlesen.

    So hatte ich das auch verstanden, dass die Prophylaxe nur so wirkt wenn's alle 4 Wochen gegeben wird.

    Und sonst eben die Behandlung gemacht werden sollte, wenn's nicht regelmäßig gegeben wird. Dann aber mit den 4 Tabletten im wöchentlichen Abstand.

    Dann stimmt das also so?

    Mir kommt nur vor, dass ich eine der wenigen bin, die das 1 Mal monatlich gibt :???:

    Vielen Dank Maevan, deine Antwort hilft mir sehr :nicken:

    Muffin macht das auch mit dem Urinlecken, ist zur Zeit selten, aber trotzdem.

    Und es ist wie du schreibst: die Lungenwürmer sind schwer zu diagnostizieren, können aber unbehandelt richtig gefährlich werden.

    Da kann ich mit dem heutigen Wissen nicht nichts tun - aber übertreiben will man's ja auch nicht :tropf:


    Ja Milbemax und Nexgard Spectra verwenden den selben Wirkstoff gegen die Lungenwürmer (Milbemycinoxim), da ist dein Schema eine große Hilfe für mich, das besser einzuordnen :nicken: Danke!

    Hallo :winken:

    Macht ihr regelmäßig Lungenwürmer Prophylaxe?

    Oder "nur" Behandlung bei Verdacht?


    Muffin bekommt einmal im Monat Nexgard Spectra.

    Zecken kommen bei uns zwar vor, aber ich meide die bekannten Zonen. Und hier im DF lese ich, dass bei einigen eine Nexgard Tablette auch für Monate bei Zecken wirkt.

    Aber was ist mit den Lungenwürmern?

    Ich hab kürzlich mit meiner Tierärztin darüber gesprochen. Sie sagte, dass wenn ich regelmäßig (= monatlich) Nexgard Spectra gebe, das bei Lungenwürmer als Schutz wirkt. Nur wenn er sie aufnimmt bevor ich das regelmäßig gebe, bspw während der Winterpause / im Frühjahr bevor er die Tablette wieder regelmäßig bekommt, dann reicht es nicht aus mit der ersten Tablette, sondern dann müsste man die Behandlung machen.

    (Ich war vor kurzem in Urlaub in einer Zone, wo wahnsinnig viele Schnecken waren. Deshalb meine Frage an die Tierärztin ob wir sicherheitshalber behandeln sollen.)


    Muffin hat die Tendenz, gern beim Spazieren oder im Garten ein paar Halme Gras zu fressen. Nicht viel, kommt aber immer wieder Mal vor.


    Ich frag mich, ob ich mir wegen der Lungenwürmer zu viel Sorgen mache :tropf:


    Marlon, mein letzter Hund, hatte Lungenwürmer als Junghund, "mitgenommen" von seinem vorherigen Zuhause in der Toskana.

    Er hat all die Jahre später im Frühjahr immer Gras gefressen, büschelweise. Da (2010) gabs kaum Infos zu woher Lungenwürmer kommen, und erst recht keine Tabletten, die als Prophylaxe wirken. Ich hab mir damals auch ehrlich gesagt nie Gedanken darüber gemacht.

    Doch jetzt weiß ich mehr darüber, und es gibt die Tabletten. Übertreib ich es mit der Vorsorge?

    Marlon hatte ja auch nie mehr Lungenwürmer nach dem einen Mal :???:

    Ich bin seit Muffin ein bisschen eine Helikopter Hundemama :ops::hust:


    Wie macht ihr das, bzw. wie denkt ihr darüber?

    Es fühlt sich wirklich komisch an, so etwas simples zu feiern, aber... Heute hat er Birne gefressen!

    Einfach so 🩷

    Das ist wirklich schön zu hören - ich freu mich sehr für euch :smiling_face:

    Marlon hat das Nassfutter Renal von Royal Canin auch sehr gut vertragen, und seine Werte sind damit wirklich besser geworden.

    Das Trockenfutter hab ich nur als Belohnungs-Snacks verwendet (weil ja die Snacks-Möglichkeiten sehr begrenzt sind bei CNI). Nassfutter ist als Futter vorzuziehen, vor allem bei einem schlechten Trinker wie Marlon es war. Ich hab ihm bei jeder Mahlzeit (3 x tgl) zum Nassfutter noch extra Wasser hineingemischt, damit er genug Flüssigkeit zu sich nahm.


    Ich kann dir noch ein anderes Nierendiät Nassfutter empfehlen:

    Farmina Vet Life Canine Renal.

    Das hat Marlon als sehr, sehr lecker empfunden :nicken: