Nyriah Ich würde das so machen, wie dein Trainer das vorschlagt. Bin auch der Meinung von Walkman:
Ein Trainer meinte mal zu mir "Erzfeinde trainieren wir nicht". Er war der Auffassung, dass auch ein Hunde ein Paar konkrete Wesen scheiße finden darf.
Marlon war ja ein Hund, der wirklich alle angepöbelt hat, auch auf zig Meter Distanz. Unser Trainer meinte damals (2010): ausweichen und managen, "da ist nicht viel zu machen, das sitzt zu fest in ihm."
Wir hatten im Laufe seines Lebens gezählt nur fünf Hundefreunde, denen er normal begegnen konnte und zu denen er freundlich war. Ich war glücklich über diese 5, das reichte uns beiden.
Und auch bei ihm gab es zusätzlich absolute Erzfeinde. Da eskalierte total. Wir machten jeden Tag dieselbe Runde (weil wir zu Fuß zu meiner Arbeit gingen, wo er mitkam), trafen also meist dieselben Hunde. Die, die uns kannten, wichen auch möglichst weiträumig aus, so wie ich. Im Winter in der Dunkelheit hab ich ein extra ungewöhnlich farbiges Licht für ihn verwendet, damit man uns schon von Weitem erkennen und ausweichen konnte
(Einer hat sich mal bedankt dafür).
Erzfeinde wird es immer geben. Ich denk mir halt auch immer, dass ich bestimmte Menschen auch einfach nicht abkann, ist so, warum soll das bei Hunden anders sein. Da wird ausgewichen, wie bei Menschen. Bei Marlon war das eben täglich mit denselben Hunden, mit der Zeit war das Ausweichen Normal-Modus für alle Beteiligten.
Aus der Erfahrung mit Muffin jetzt, der lange Zeit Hunde Begegnungen als sehr stressig empfunden hat (mein Fehler) und auch mit dem Pöbeln angefangen hatte, finde ich das was Märchen schreibt, sehr gut und genau das was ich z.B. gelernt habe um Muffin zu helfen:
Ich finde ja, dass es auch schon viel wert ist, wenn Hund lernt, dass man nicht in jeden Konflikt reingehen muss. Also bei meinem ist das etwas, das wir uns aktiv erarbeiten, dass wir jederzeit umdrehen/ausweichen können und er eben nicht in weiter da rein MUSS. Das ist für mich auch kein reines Management, für meinen Hund ist das nämlich keine komplette Umgehung des Konflikts
Das hilft enorm, dass er erkennt, dass er sich nicht mit jedem auseinandersetzen muss. Der Fortschritt braucht seine Zeit, aber er kommt.