Also den THP hab ich auch gemacht vor Jahren, rein aus eigenem Interesse. Und weil es echt praktisch ist, nicht für jede Blutuntersuchung zum TA zu müssen, bei so vielen Tieren im Haus… ich habe mr aber daneben auch in vielen Bereichen ein solides klassisches medizinisches Wissen angeeignet und im Büro recht viel Fachliteratur. Und nur mit der THP Ausbildung ohne sich auch schulmedizinisch zu bilden, kommt man IMHO auch nicht weit ohne die Tiere durch Nichtwissen zu gefährden
Ich käme nie auf die Idee, eins meiner Tiere nicht grundzuimmunisieren und dann wird bevorzugt im dreijährigen Rhythmus nachgeimpft. Wenn man unsicher ist, dann eben vorher Titer bestimmen, so teuer ist das auch nicht.
Unser erster Hund ist im Alter von zehn Monaten an Parvo erkrankt, der damalige TA hat ihn nicht vernünftig grundimmunisiert. Nur zwei Impfungen statt drei, selbst wusste ich es damals nicht besser. Schlussendlich hat der Hund es geschafft, zum Preis von mehreren tausend Euro dank einer Woche Tierklinik, Not-OP wegen verklebter Darmschlingen und lebenslang immer wieder empfindlicher Verdauung. Wenn ich dann überlege, dass Staupe hingegen lebenslang für massive neurologische Schäden sorgen kann, ist er damit noch gut weggekommen.
Ja, er ist mit knapp vierzehn auch an Krebs gestorben, so wie leider fast alle Tiere hier. Aber zum einen ist der Zusammenhang zur Impfung, vom Impfsarkom abgesehen, nicht belegt, zum anderen ist die Frage wie industrielles Futter und Parasitenbehandlungen da rein spielen. Nicht zu vergessen auch, dass Haustiere i.d.R. deutlich älter werden als frei lebende Tiere und schon deswegen eine höhere Krebsrate aufweisen werden.
Aber den Tod mit 14 an Krebs ziehe ich - und ich denke da spreche ich für mein Tier - dem durch Parvo vor dem ersten Geburtstag vor.