Beiträge von ChrisAG

    Ich kann da den Vorposter nur zustimmen.

    Grundsätzlich nur Kastration bei medizinischer Notwendigkeit, streng genommen ist alles andere ohnehin unzulässig, auch wenn viele TA das locker sehen.

    Scheinträchtigkeit einmal im Jahr ist schon Stress für die Hündin, hat das in der Zeit große Wesensveränderungen bei ihr? Läufigkeiten erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit für Mammatumore, das muss man gut im Auge behalten. Allerdings ist nur die Kastration vor der ersten Läufigkeit tatsächlich sehr wirksam zur Vorbeugung, jedoch hat man die negativen Folgen der fehlenden hormonellen Entwicklung.

    Ich hatte drei Hündinnen, eine wurde mit 7 operiert. Da musste direkt eine ganze Gesäugeleiste wegen Tumoren raus, zudem dann auch direkt die Ovariohysterektomie. Wesensveränderungen danach waren im Grunde keine. Allerdings brauchte sie über sechs Monate bis sie wieder fit war.

    Unsere zweite wurde wegen freier Flüssigkeit in der Gebärmutter operiert, auch die Ovariohysterektomie. Die Flüssigkeit war in der Sonographie erkennbar. Sie hatte ansonsten nie Probleme aber wegen anderer gesundheitlicher Schwierigkeiten war da der Punkt „wenn wir jetzt nicht operieren, dann können wir es vielleicht gar nicht mehr“ und deswegen die Entscheidung. Sie starb 3 1/2 Monate später dann an der Grunderkrankung.

    Unsere dritte ist aktuell 12 Jahre alt, letztes Jahr wurde sie operiert. Im Rahmen der Voruntersuchungen zur Zahnsanierung wurde ein Milztumor gefunden. Da wegen der Epilepsie bei ihr jede Narkose risikoreich ist, haben wir bei der Splenektomie direkt auch die Ovariohysterektomie machen lassen. Im Jahr davor war sie das erste Mal scheinschwanger, das hat sie auch sehr gestresst. Wäre das wieder aufgetreten, hätten wir sie deswegen wahrscheinlich ohnehin operieren lassen. Bei ihr gibt es positive Wesensveränderungen, aber die können auch auf eine lange anfallsweise Zeit und die deutliche Reduktion der Epilepsiemedikation zurückgehen, tatsächlich ist das für mich sogar der wahrscheinlichere Grund.

    Alleine wegen der Milztumore kommt bei uns in Zukunft jeder Hund ab 5 Jahren einmal im Jahr zur Sonographie. Die Dinger bemerkt man sonst erst, wenn es zu spät ist und der Hund innerhalb kürzester Zeit qualvoll verstirbt. Auch beim 9 jährigen kleinen Rüden meiner Eltern wurde so einer entdeckt.

    Das ist die Krux an der Sache. Macht ihr das zivilrechtlich geltend und stellt Euer Anwalt (im Zweifel läuft auch das schon über das Gericht) eine entsprechende Anfrage an die Behörde, wer als Halter des Hundes dort gemeldet ist, dann gibt es auch diese Auskunft. Aber natürlich nicht einfach so, das verhindert i.d.R. der Datenschutz und m.A.n. zu Recht. Ansonsten wäre es zu einfach an fremde Adressen zu kommen. Es sind eben zwei Seiten der Medaille einerseits den Datenschutz zu wahren, anderseits berechtige Anfragen zu beantworten.

    Nur als Beispiel, wie es laufen kann. Unser Gimli ist seit 30.06. bei uns und seit dem Tag versichert. Wir haben bei unserer Haustierärztin wegen einer Blase am Zahnfleisch knapp 60€ gelassen, heute 82€ beim Zahnarzt und nächste Woche steht eine Zahn-OP an, die rund 900€ kosten soll ...

    Bin gespannt, wie die HM am Ende des ersten Versicherungsjahres reagiert ...

    Das ist eben die Überlegung die man treffen muss, kann man im Zweifel die Kosten aufbringen? Dann fährt man im Idealfall ohne Versicherung deutlich günstiger. Aber wenn man das nicht kann ist es IMHO verantwortungslos gegenüber dem Hund ihn nicht zu versichern.

    Natürlich gibt es auch Fälle, die gar nicht oder nur zu exorbitanten Konditionen versicherbar sind, z.B. wenn man ein altes oder schon krankes Tier zu sich holt. Da bleibt einem dann nur zu hoffen, dass der Hund nicht schwer(er) krank wird. Aber die Alternative wäre da i.d.R. ja im Bezug auf die Gesundheit kaum anders, aber dafür kommt dieser Hund für seine restliche Zeit in ein wirkliches zu Hause und bleibt nicht im Heim.

    Einen konkreten Betrag X wird natürlich auch keine Versicherung der Welt irgendwo in die Bedingungen schreiben können. Es ist jetzt dann Wortklauberei, wie wir gedeckelt definieren. Für mich ist eine Erhöhung in maximaler Höhe des Beitrags im Neugeschäft durchaus ein Deckel. Viele andere Versicherungen lassen sich da völlige Freiheit und können Dich so quasi in die Kündigung zwingen.

    Kenne ich aus eigener Erfahrung mit der Wohngebäude, da hieß es nach dem zweiten Wasserschaden - war halt BJ1913 mit Modernisierungen Ende der 70er und das war bei Vertragsabschluss bekannt - „wir müssen den Vertrag sanieren“ und zack war die Prämie mehr als drei Mal so hoch … kündigen lassen war keine Option, denn dann findet man erst recht keine neue Versicherung. Also in den sauren Apfel gebissen, ein paar Jahre durchgezogen und gekündigt und zu einer anderen Versicherung. In den Jahren wäre ich über eine Regelung „Erhöhung maximal bis zum Beitrag im Neugeschäft“ sehr froh gewesen.

    Erhöhungen im Bereich um 3-5% jährlich sollte man ohnehin einplanen, das ist ja normal bei Versicherungen und in Verträgen auch grundsätzlich enthalten.