Beiträge von yane

    Hi,

    Obedience heisst eigentlich so viel wie "Gehorsam".

    Aber, wie man in einem der anderen Threads so deutlich nachlesen kann, kann man sich drüber streiten, ob Obi nun noch was mit Alltagsgehorsam zu tun hat oder nicht.

    Eine Vereinskollegin von mir hat supergut erzogene,gehorsame Hunde. Trotzdem würde sie nie eine Obi-Prüfung bestehen. Denn ihr ist zwar wichtig, dass Hundis sofort und zuverlässig hören. Aber ihr ist nicht wichtig, dass die Ausführung prüfungskonform perfekt ist.

    Soll heissen, sie erwartet, dass ihre Hunde auf ein "Hier"-Signal sofort zu ihr gerannt kommen, egal was um die Hunde rum an Ablenkung ist. Aber ihr ist egal, ob die Hunde anschliessend einen exakten, geraden und dichten Vorsitz zeigen oder in eine exakte, gerade und dichte Grundstellung kommen. Oder ob die Hunde einfach direkt vor ihr irgendwie stehenbleiben oder sich hinsetzen.
    Gleiches beim Signal "Fuß". Sie erwartet, dass ihre Hunde auf das Signal hin sofort dicht bei ihr bleiben und mit ihr mitlaufen, egal wohin sie geht. Ob die Hunde dabei mit der Schulter exakt auf ihrer Kniehöhe laufen und dabei immer exakt den gleichen seitlichen Abstand zu ihr einhalten, oder ob die Hunde ggf. ne halbe bis ganze Körperlänge vorprellen oder etwas nachhängen, ob sie seitlich mal 5 oder mal 15 cm Abstand zu ihr halten, das ist ihr völlig egal.

    Das gilt auch für "Platz". Die Hunde sollen sich auf Signal schnell hinlegen und liegenbleiben. Ob sie dabei ganz gerade liegen und in Sphinxstellung sind, oder ob sie sich seitlich abkippen, eine Pfote unterschlagen, ...... ist ihr dabei völlig egal. "Sitz" dito. Solange Hund sich auf Signal (auch auf Entfernung) sofort hinsetzt ist ihr egal, ob die Hunde sich korrekt hinsetzen mit Pfoten exakt auf gleicher Höhe, oder ob sie sich "schräg" hinsetzen, und ggf. eine Seite mehr belasten als die andere.

    Ob die Hunde nun vom Platz ins Sitz stemmen, ob sie sich ins Platz runterfallen lassen oder noch 1-2 Trippelschritte mit den Vorderbeinen machen usw. ist ihr egal. Hauptsache die Hunde führen das Signal zügig aus.

    Und das ist mE der Unterschied zwischen reinem Alltagsgehorsam und sportmässigem Obedience.

    Viele Grüße
    Cindy

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    @ yane

    Ich lass dir deine Meinung, auch wenn du mich für unfähig hälst. Dass ich keine Ahnung haben soll, halte ich für vermessen, aber was solls. Esotherisch? Ich? Was hat das mit Ganzheitlich zu tun?

    jetzt lach ich aber. WER ist derjenige der mit der Schiene "wer Obedience nicht als voll alltagstauglich ansieht, hat keine Ahnung, ist unfähig, hat nur 'Platzidioten' usw" angefangen hat - denk mal ein bischen drüber nach.

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    Du verstehst nicht, was ich meine. Egal! Macht mir nichts. Ich werde aufhören mit dir weiterzudiskutieren. Es führt zu nichts.

    Wem der Schuh passt ..... Du möchtest nicht verstehen, was ich meine .... also?????

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    Ach übrigens, bzgl. Clubmitglied. Weißt du eigentlich, wer das alles hier bezahlt?

    warum wundert mich nicht, dass von Dir mangels vernünftiger Argumente so was kommt?

    Alina

    tja, ich stelle durchaus meinen Leuten öfter mal die Frage, was sie wie machen würden. Zumindest denen, die schon länger dabei sind.

    Ist halt die Frage, was man will. Will man Leute, die in der Lage sind, irgendwann mal auch selbständig mitzudenken und eigenständig Probleme zu lösen. Oder will man Leute, die quasi reine "Befehlsempfänger" sind.

    BTW,merkst Du eigentlich, wie Du dir selbst widersprichst?

    Zitat

    Oder läuft in der Gegend herum und beschäftigt sich selbst. Oder er spielt mit dem Hund des Trainers.

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    Warum sollte ein Hund unbeaufsichtig rumlaufen, in einer Hundeschule?

    wenn Du anderweitig beschäftigt bist, bsp. damit dem Trainer zuzuhören, dann ist Hund in dem Moment unbeaufsichtigt. V.a.wenn er sich auch noch selbst beschäftigt. Sehe ich immer wieder, wie die Konzentration der Leute beim Erklären sofort weg vom Hund ist. Und wie sie häufig erst viel zu spät mitbekommen, was Hund so neben ihnen macht. Wie bitte sollen sie dann rechtzeitig mitbekommen, was Hund ggf. weit hinter ihnen so alles treibt?

    Und ja, das "läuft in der Gegend rum und beschäftigt sich selbst", das meine ich mit "rumgammeln".

    Zitat

    während ich in der Kälte hock, und gelangweilt den anderen beim Training zuschau.

    och, keine Sorge, meine Leute hocken nicht gelangweilt in der Kälte rum *ggg*.

    Denn zum einen dürfen sie solche Sachen machen wie Gruppe stehen, Begegnungen mit anderen Menschen simulieren usw. Und zum anderen müssen sie immer damit rechnen,dass sie auch mal Fragen gestellt bekommen so nach dem Motto "war alles richtig, was hätte man in der Situation anders machen können, ist jemandem was an der Kommunikation Hund-Mensch aufgefallen, warum sollte man sich so und so verhalten, welche Hilfestellungen könnte man dem Hund geben um die Übung korrekt auszuführen usw".

    Ist ne ganz einfche Sache.Wenn die Leute mit ins Training eingebunden werden, lernen sie auch was aus den "Fehlern" der anderen. Was häufig effektiver ist. Denn wenn man lernt, andere zu beobachten und evtl. Unstimmigkeiten zu entdecken, dann kann man das sehr wohl auch auf sich selbst anwenden.

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    Wenn man Einzeltraining will, macht man ne Stunde Einzeltraining. Mit kurzen Übungssequenzen für den Hund, und längeren Erklärsequenzen für den Menschen.

    Und dazwischen gammelt Hund irgendwo unkonzentriert und völlig abgelenkt in der Gegend rum?

    Mit einem jungen Hund? Nein Danke.


    Lenali
    um nochmal auf deine Ausgangsfrage zurückzukommen.

    Wenn mir die generelle Trainingsmethode in diesem Verein gefallen würde, dann würde ich diese Variante eindeutig vorziehen. Bringt euch mehr. Ihr habt 15 min volle Aufmerksamkeit eines Trainers auf euch. Überleg mal, ihr seit in einer Gruppe mit 4-5 anderen Teams. Da habt ihr nicht mal ansatzweise die ungeteilte Aufmerksamkeit eures Trainers. Geht gar nicht. Selbst wenn man die komplette Zeit auf euch alle umrechnen würde.
    Und eine Stunde Einzeltraining im Verein ....... das kann nur jemand fordern, der selbst noch nie aktiv in einem Verein als Ausbilder mitgemacht hat, sondern nur immer auf der "Nehmen"-Seite steht.

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    Das heißt, du arbeitest mit den andern gar nicht und hast also keine Erfahrungen mit ihnen? Ist etwas anders als ein Hund vom Züchter, besonders die Straßenhunde aus sonstwo.

    woher willst Du wissen, was ich an Hunden habe? Und mit was ich so Erfahrung habe?
    Ich habe nicht nur einen Hund. Derzeit sind es drei. Und das sind nicht die ersten drei. Teilweise waren bisher Hunde mit Papieren darunter, teilweise ohne. Und auch wenn Du es nicht glaubst, diejenigen meiner Hunde ohne Papiere rsp. von nicht so top Züchtern liebe ich genauso wie die, die ich von guten Züchtern habe. Vielleicht bist Du da anders. Aber ich persönlich möchte nicht mehr als einen total verkorksten Hund auf einmal. Mir reicht das.

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    Da kann dir Obe nicht helfen, das hat auch nie jemand behauptet.Hier ist Verhaltenspsychologie gefragt. 45 min zum Einfangen? Was hast du nur alles falsch gemacht? Welche Körpersprache hattest du? Und ein Hund unter Stress kann nicht mehr fressen.

    Stell Dir mal vor, ich weiss, dass Hund in extrem stressiger Situation nicht mehr frisst. Und das Wörtchen "Verhaltenstherapie" sagt mir auch was. Man glaubt es nicht.

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    Aber dein Hudn hat es wohl überwunden. Wer sagt dir, dass das Training für Obedience nicht dazu geführt hat, dass dein Hund selbstsicherer wurde?

    *ggg* allein schon die Zeit. Wir haben mit Obi angefangen, da war sie schon deutlich auf dem Weg der "Besserung". Und nein, Obi-Training hätte ihr da nicht viel geholfen. Wie auch? Sie hatte keine Probleme mit den ganzen Basis-Übungen. Sie hatte Probleme mit Menschen. V.a. mit fremden Menschen. Und v.a. mit Berührungen. Körperkontakt mit einem Menschen - egal welchem, selbst mit mir oder einem Familienmitglied - war für sie absolut das Schlimmste, was sie sich vorstellen konnte.

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    Du denkst immer nur in Obedienceübungen und nicht ganzheitlich. Sobald du alles ganzheitlich sehen kannst, wirst du meinen Gedanken von Obedience als Alltagstauglichkeit verstehen.

    Schopenhauer - ich lasse Dir deine Meinung, auch wenn ich sie nicht teile. Und ich erwarte, dass Du meine Meinung ebenfalls respektierst, auch wenn Du nicht meiner Meinung bist. So einfach ist das.

    Und nein, ich werde garantiert nicht deine Meinung übernehmen - da ich nämlich einen gewaltigen Unterschied zwischen Prüfungsordung und Alltagstauglichkeit sehe. Das hat nichts mit "ganzheitlich esoterischem ...." zu tun.

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    Vielleicht erfuhr dein Hund durch das Obediencetraining, dass du die Lage unter Kontrolle hast?

    interpretier Dir nicht was zusammen, wovon du überhaupt keine Ahnung hast.

    Ganz sicher hat meine Maus ihre Angst vor Menschen nicht durch ein bischen "Sitz", "Platz", "Voran" abgelegt. Sondern, weil wir ganz gezielt daran geübt haben. Und zwar schon längst bevor wir Obi überhaupt angefangen haben.

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    Genauso arbeite ich mit meinen. 10 - 15 Minuten Training (meist noch ein Hund dabei, aber in der Ablage). Training genau an den Punkten, die verbessert werden sollen. Das Training ist kurz, aber tausendmal effektiver als unsere Gruppenstunden in der vorherigen HuSchu!

    so trainiere ich auch mit meinen BH-Teams. 10-15 min pro Hund, der jeweilige Hund kommt dann ins Auto und gut war.

    Die Hunde haben vor und nach dem Training genügend Möglichkeiten zu Sozialkontakten. Wir haben allein zwei Welpenplätze, die zu unseren Trainingszeiten nicht mehr benutzt werden und die dann für Freispiel genutzt werden können und auch werden. Allerdings sind da dann die Hundehalter selbstverständlich dazu aufgefordert, darauf zu achten, dass nur miteinander verträgliche Hunde auf einem Platz sind.
    Zudem haben wir auch in der Umgebung genügend Spaziergehmöglichkeiten, die ebenfalls immer rege und in Gruppen genutzt werden. Erfordert halt etwas Eigeninitiative und Engagement von Seiten der Hundehalter. Interessanterweise haben unsere Leute aber idR recht schnell gelernt, dass ein Verein keine private Hundeschule ist, wo ihnen alles auf einem silbernen Tablett serviert wird. Und verabreden sich teilweise bereits noch in der Welpengruppenzeit zu Spaziergeh-Treffs usw.

    Was natürlich auch von unseren Welpen-Betreuern durchaus angeregt wird. Zumal die Welpengruppen öfter auch mal Ausflüge in die Umgebung machen.

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    Zu den Boxen/dem Auto: Meine kommen da auch rein nach dem Taining. Sie haben sich ca. 15 Minuten am Stück zu konzentrieren und nicht zu schludern, also gibt's danach Ruhe! Wenn ein Hund das kennt, finde ich es nicht schlimm, wieso auch? Außerdem möchte ich nicht, das sich erlerntes sofort wieder durch Action löscht ;)

    Sehe ich genauso.

    Zum Einzeltraining:
    Alina
    was heisst für Dich "richtiges Einzeltraining"?

    Wie der Unterschied "Einzeltraining <> Gruppentraining" aussieht mal an folgendem Beispiel:

    (BTW - diese Art Einzeltraining ist kein "Training von gestern", sondern es setzt sich jetzt seit Jahren immer mehr die Erkenntnis durch, dass diese Art Training effektiver ist)

    mit meiner damals 6 Monate alten, auf Menschen bezogen völlig verkorksten Hündin bin ich genau 1 Stunde im Junghundtraining (Gruppentraining) gewesen. Danach meinte der Trainer "Du, mit der hat das keinen Wert, schau zu, dass Du die so schnell wie möglich wieder abgibst, Du wolltest doch THS machen, mit der schaffst Du nicht mal ne BH, geschweige denn mal ein THS-Turnier".
    Nun, ich habe mir meinen Teil gedacht, meinen Hund geschnappt und bin zu unserem THS-Trainer gegangen und habe gefragt, ob ich nicht gleich jetzt schon beim UO-Training für den Vierkampf teilnehmen kann. Ohne vorher noch Junghunde- und BH-Gruppe zu absolvieren.
    Von seiner Seite kam das OK. Und dieser Trainer trainierte genau so. Etwa 15 min je Hund Einzeltraining. Dabei waren noch andere Hunde mit auf dem Platz, einer in der Ablage, ein paar die Hindernisbahn trainierten, Dreisprung oder Slalom.

    Und da wir 15 min ganz für uns hatten, hatte dieser Trainer auch Zeit, auf die "Eigenheiten" meiner Hündin voll einzugehen. Bsp. dass er sich nicht mehr als 10 m nähern durfte, ohne dass sie in Panik davon rannte. Der Trainer im Gruppentraining hätte gar nicht die Zeit dazu gehabt, sich dieser "Marotten" meiner Hündin anzunehmen. Oder sich mit mir über 10-15 m Entfernung darüber zu unterhalten, wie wir weiter arbeiten sollen oder so. Das wäre in der Gruppe absolut nicht möglich gewesen.

    Ende vom Lied war, ich bin, als meine Kleine dann 9 Monate alt war, zurück zu dem Gruppentrainer um zu fragen, ob ich mal wieder mitlaufen dürfte, einfach, damit meine Kleine das auch lernt.

    Ehrlich gesagt, ich war entsetzt. Meine Kleine wäre damals schon mit Abstand die Jüngste gewesen. Alle anderen waren mehrere Monate älter, da wir quasi den ersten Junghundekurs sowieso schon übersprungen hätten.
    So, da waren nun Hunde, die teilweise 6 Monate älter waren als meine Kleine, die beim ersten Mal ausbildungsmässig schon deutlich weiter waren. Und meine kleine verkorkste Maus war die Einzige, die bsp. in der Ablage sicher liegenblieb ..... TROTZ ihrer Panik vor fremden Menschen. Die sich inzwischen bei der Fußarbeit voll auf mich konzentrieren konnte, OBWOHL überall fremde Menschen um sie rum waren (solange wir den Abstand gross genug hielten, also gut und gerne 4-5 m).

    Und das alles mit 3 Monate 15 min Einzeltraining. Während die anderen zu dem Zeitpunkt bereits mindestens 6 Monate trainierten. Und das jeweils ne Stunde in der Gruppe.

    In der Gruppe wäre meine Kleine völlig untergegangen. Zugegeben, sie war nicht mein erster Hund und ich wusste, was ich wollte und konnte auch allein trainieren.

    Aber ich sehe es jetzt auch bei den jungen Hunden, die ich trainiere. Es macht einfach keinen Sinn, von jungen Hunden zu erwarten unter grosser Ablenkung was zu lernen. Und schon gar nicht, sich über 45-60 min zu konzentrieren.

    Als Junghunde kurzes, knappes Einzeltraining. Und dann langsam die Ablenkung steigern. Das macht weit mehr Sinn als die Hunde durch zu langes Training unter zu grosser Ablenkung zu überfordern.


    Was das "Fragen, was HH trainieren möchte" anbelangt. Das mache ich bei meinen HH auch. Im Obi sowieso. Aber auch bei den Junghunden/BH-Hunden. Da ich dort Einzeltraining mache, kann ich auf die jeweiligen Teams entsprechend eingehen. Und wenn jemand nun mal kein Problem mit Leinenführigkeit hat, dafür aber ein Problem mit "Platz". Warum sollte ich dann mit diesem Team partout Leinenführigkeit trainieren, nur weil ich das gerade auf dem Programm stehen habe? Macht doch keinen Sinn, zumindest nicht für mich.

    BTW - Ablenkung herrscht bei uns auch auf dem Platz. Wir haben idR immer mehrere Gruppen, die trainieren. Und direkt nebenan sind die Agi-Plätze, wo auch trainiert wird. Also ganz Ablenkungsfrei ist das Training auch nicht. Aber eben nicht sooooo grosse Ablenkung, dass Hund völlig überfordert wird.

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    Und selbst wenn es so ein warten wäre, wie du es beschreibst, das Aushalten, dass HF weggeht, auch außer Sicht, ist etwas, das nicht jeder Hund kann, aber über Obe lernen kann.

    um das zu trainieren brauche ich kein Obi. Zumindest nicht um es für den Alltagsgebrauch zu trainieren.

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    Nett wenn dein Hund vor Obe schon alles konnte.

    Meine Hunde haben das gelernt, weil ich mit ihnen trainiert habe. Dazu brauche ich kein Obi-Training, dazu reicht ganz normales Grundgehorsamstraining völlig aus. Zumindest für das, was man so im Alltag braucht.


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    Nicht jeder hat einen Hund von bester Herkunft und vom ersten Tage an.

    *gggg* Du brauchst nicht so drauf rumzureiten, dass Du ja einen Hund mit soooooo schlechter Vergangenheit hast. Du bist beileibe nicht der einzige, der einen Hund mit Problemen hat.

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    Wenn mein Trainer mich damals nur vorgebildet genommen hätte, ups, was wäre dann nur aus uns geworden?

    Habt ihr so miserable Basis-Trainer bei euch im Verein? Wenn ja, tut ihr mir echt leid.

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    So Tierheimhunde, Auslandshunde....Die meisten davon fangen bei Null an.

    Komisch, selbst mit den Hunden, die ich von sehr guten Züchtern habe, habe ich bei Null angefangen.

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    Und gerade weil sie Obedience machen bekommen sie die Kurve.

    Nun, wir haben auch ohne Obi "die Kurve gekriegt". Hat halt Training erfordert.

    Terry

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    Sondern der HH und der Hund sollen lernen im Alltag klar zu kommen, ohne das der Hund mit Leckerli oder Sonstigem (also Konditionierung welche aber Grenzen hat) abgelenkt werden muss (was nicht bedeutet das der Hund nicht mit Leckerli bestätigt werden kann, wenn er ruhig und gelassen seine Umwelt wahr nimmt).

    Jo, erst als wir auf die Weise mit Little Yanta gearbeitet haben, nämlich nicht mit Leckerlies locken und versuchen sie abzulenken, sondern quasi ihre "Erfahrungen" selbst machen zu lassen und entsprechend zu bestätigen, haben wir ihre Panikattacken erst so richtig in den Griff bekommen. Wer sie heute erlebt, würde im Leben nicht glauben, dass dieser Hund früher Panikanfälle bekommen hat, wenn Fremde auch nur in ihre unmittelbare Nähe gekommen sind, von Ansprechen oder gar Berühren ganz zu schweigen. Ich kann mich noch gut dran erinnern, wie ich 45 min versucht habe, sie wieder "einzufangen", nachdem sie in Panik abgehauen ist, nur weil sie 30 m entfernt eine fremde Person vorbeigehen sehen hat. Ist zwar schon 10 Jahre her, aber diese Situation ist mir heute noch im Kopf. Mit Leckerlies ablenken wäre da überhaupt nicht mehr drin gewesen.

    Obi-Training hätte da absolut nichts gebracht. Denn - prinzipiell hatte sie guten Grundgehorsam und selbst die BH-Kunststückchen hatte sie zu dem Zeitpunkt schon sehr gut drauf. Trotzdem hat das alles nichts gegen Panikattacken vor fremden Personen genützt.

    Angelika

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    Ich keinen keinen HH der seinen Hund DURCH diese Prüfungen Alltagstauglich bekommen hat. Das waren diese Hunde alle vorher schon.

    da stimmen wir absolut überein.


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    Bei allen Tätigkeiten im Alltag bin ich immer abgelenkt. Dies bedeutet das dieses Kommando wunderbar verwässert werden kann (und das passiert den "einfachen" HH unter Garantie), denn ich z.B. bin an diesen Örtlichkeiten um mich zu entspannen und nicht um den Hund im Auge zu behalten.

    Genau das meine ich. Und dass das nicht nur "einfachen" HH so passiert, weiss ich. Ich habe lange und oft genug mit Leuten gesprochen bzw. trainiert, die in verschiedenen Sparten prüfungsmässig ziemlich weit oben dabei waren. Und die sagen ganz klar, dass sie trennen. Wenn langjährige erfahrene Hundeführer mit teilweise weit über 40 VPG3 Prüfungen, Teilnahme an Landesmeisterschaften, DM usw. sagen, dass sie ganz bewusst Training und Alltag trennen, um eben die Kommandos nicht zu verwässern, dann dürfte das durchaus auf Erfahrung beruhen.


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    Wer Hunde ausbildet kann einzelne Elemente sicherlich für den Alltag nutzen, weil er anders an die Sache ran geht. Der "einfache" HH möchte einen Alltagstauglichen Hund (lockere Leine und der Abruf soll funktionieren).

    Ja. Ich habe in den letzten Jahren genug Leute trainiert (Grundgehorsam/Basis), die ganz klar sagten, dass es ihnen völlig reicht, wenn Hund an lockerer Leine bei ihnen bleibt, auf ein Signal hin im Freilauf auch locker bei ihnen bleibt, auf Ruf sicher kommt und eben Sitz/Platz funktioniert. OHNE Anspruch auf Ambition. Und ganz ehrlich, im Alltag reicht mir das auch völlig aus.

    @all
    natürlich steigt die Bindung zwischen Hund und HF durch Obedience. Die steigt aber auch durch DogDancing, Kunststückchen einüben, Fährte usw. Einfach durch Beschäftigung mit dem Hund.

    @Schopenhauer
    nein, wir trainieren kein Schema F. Wie kommst Du darauf?

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    Was ist nützlicher als auf einer Fähre, wenn ich mir einen Kaffee hole, den Hund ins Platz zu legen, damit ich nichts verschütte?

    meine Hunde kennen das Signal "Bleib" in diesem Zusammenhang, das da heisst "bleib an der Stelle an der Du jetzt bist, bis Frauchen was anderes sagt". Dabei ist mir egal ob sie stehen, liegen, sitzen, rumhibbeln, kippeln weiss der Geier was tun. Sie sollen einfach da bleiben. Punkt Aus Ende. Ich weiss, dass sie da bleiben, und ich kann mich auf was völlig anderes konzentrieren. OHNE darauf achten zu müssen, dass Hund evtl. was macht, was kontraproduktiv für Prüfungen ist. Und das "Bleib" kann ich auch beim TA verwenden, oder auf einem Schiff, oder im Restaurant oder ..... .