Ich habe zwar keinen eigenen, aber seit Ende Januar eine 7-jahrige Kangal-Hündin aus dem TS mit 64 kg zweimal die Woche an der Leine, da Frauchen gesundheitlich angeschlagen ist und es perspektivisch auch nicht besser wird.
Der Ehemann geht nur zum Lösen raus und auch nur dort lang, wo der Hund hin möchte. Richtungsänderungen sind hier nur mit Leckerlies möglich und bei Regen will siie gar nicht. :-)
Der Charakter der Hündin ist schnell beschrieben. Freundlich zu allen Menschen, will von jedem gestreichelt werden, verfressen, nicht territorial, bisweilen stur (für mich einfach nur willensstark), mag nur Hunde die sie kennt, 'Schädlinge' (Fuchs, Waschbbär, Marder, usw.) stehen auf der Kill-List.
Auf dem ersten Spaziergang mit ca. 1,5 km haben wir zweimal, für 20 m jeweils 20 Minuten gebracht, weil die Eseline kein Bock hatte zu laufen. Hinterherzerren wäre gegangen, denn ich hatte bei Glatteis Spikes, sie nicht, aber das wollte ich nicht. Leine auf Spannung und jeden Vorwärtsschritt gelobt. Noch besser funktionieren bei ihr Volten, 5 x im Kreis, kurzes Stück geradeaus, wieder kurz im Kreis, wieder geradeaus. Ich kann mittlerweile mit ihr im Hopsalauf unterwegs sein, während sie trabt - halte ich konditionell bloss nicht durch, deshalb nur kurze Passagen. Frauchen kriegte feuchte Augen, als sie das hörte, denn 'früher' waren sie oft so unterwegs.
Von anderen Hunden halten wir Abstand, aber sie ist längst nicht so aggro wie sie mir geschildert wurde. Derzeit sozialisiere ich sie mit meinen 'Schafen' mit dem Ziel mnal gemeinsam zu lauufen.
Die Halter haben Glück, generell so ein liebes Tier zu haben, aber anhand der Rubens-Figur sieht man eben auch, dass die Bewegung zu kurz kam. Und gemäß Konrad Lorenz (der Mensch muss dem Hund körperlich überlegen sein) ist das hier auch nicht der Fall, weil der Hund im Konfliktfall nicht gehalten werden kann und es so schon zu Sturzverletzungen kam.