Beiträge von Beastmaster

    Darf man mein Tier ohne Zustimmung online zeigen?

    Natürlich, solange das Tier nicht belästigt oder gefährdet wird und keine Rückschlüsse auf dich als Besitzer gezogen werden können (§59 UrhG sog Panoramarecht), ist das Fotografieren in der Öffentlichkeit erlaubt.

    Ist das Tier im Garten des Besitzers, sieht das anders aus, da hier das Hausrecht (§903 BGB) zum Einsatz kommen kann.

    Auf folgender Seite gibt's dazu weitere Beispiele:

    https://kanzlei-herfurtner.de/fremde-tiere-fotografieren/

    Aber das unnötige Reintreten ist reiner Mißbrauch.

    Ja, natürlich ist es das.

    Ich finde die Situation sogar vorher schon missbräuchlich, unabhängig davon, was genau er da tun wollte. Sinnlose Provokation ohne Plan und ohne Gespür für den Hund. Einfach Pfusch. Und dann die Qual noch oben drauf.

    Um dem ahnungslosen Instagram-Zuschauer zu zeigen, wozu so ein Hund in so einer vermeintlich harmlosen Situation fähig ist, kann man das schon 'mal' provozieren. Das machen eigentlich viele Trainer, wenn sie sich ein Bild von der Situation machen wollen - nur läuft da nicht jedes Mal 'ne Kamera mit.

    Ihre Bestätigung bekommen solche Typen leider dadurch, dass der Hund 'danach' das unerwünschte Verhalten nicht mehr zeigt. Nur hin und wieder kommt mal ein Fall ans Licht, wo sich rausstellt, dass es noch schlimmer geworden ist und der Hund deshalb eingeschläfert wurde.

    Ich hab noch nicht mal begriffen, was er denn anfangs vom Hund wollte.

    Er wollte wohl, dass Logan(?) still hält, damit er da diese Wurst durch die zwei Maulkörbe friemeln kann.

    Nee, er wollte, dass Logan Frustrationsagression zeigt, damit er ihn maßregeln kann. Wenn der Zugstopp korrekt eingestellt wäre, wäre ja das Festhalten auch vollkommen ausreichend, um dem Hund zu zeigen, dass er keinen Erfolg mit seiner Attacke hat. Aber das unnötige Reintreten ist reiner Mißbrauch.

    Ich habe in unserer Gegend nur einen Verein gefunden, der Zughundetraining vor einem Wagen anbietet. Das wäre dann das klassische Bollerwagen ziehen. Geht das als Versuch auch oder ist das als Feeling für den Hund schon sehr anders?

    Das kommt darauf an, wie der Hund vorm Bolderwagen eingepannt ist. Nur mit lockerer Leine an der Vorderachse, ist es nicht mit dem Sacco-Cart zu vergleichen, sondern entspricht eher dem Scooter-Setup.

    Es gibt aber auch für den Bollerwagen Pulka Zugstangen, in das der Hund dann mit Pulka-Geschirr eingespannt ist. Das entspricht eher dem Sacco-Cart und man kann zumindest mit ihm üben und schauen, wie er sich verhält, wenn er durch das Gestänge gesteuert wird.

    Der Bollerwagen hat meist keine Bremse, d.h. man muss da schon aufmerksam sein, damit der Wagen nicht in den Hund kracht, denn das braucht man in der Übungsphase mal gar nicht.

    Ich habe mal verlinkt, welche Zugstange ich meine. https://www.dogsportworld.de/shop/category/bollerwagen-13

    Eine Möglichkeit hierfür wäre auch ein Sacco Cart als Übergang oder wisst ihr noch Alternativen? Wichtig wäre das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten.

    https://natural-dog-instinct.com/zughundesport/…e-2/sacco-cart/

    Wenn du dir mal das verlinkte anschaust, wirst du feststellen, dass da zwar zwei Federn verbaut sind, aber dennoch vermittelt so ein Konstrukt einen sehr guten Eindruck von der Qualität des Untergrundes.

    Ich würde in so einem Fall den Sitz noch deutlich nachpolstern, bzw. eine eigene Aufhängung einbauen und natürlich vorher mit dem Arzt sprechen, ob das überhaupt für dich derzeit geeignet ist.

    Ab welchem Alter kann man das starten?

    Ich habe mich geduldet und erst mit 2-jährigen angefangen. Da kann man davon ausgehen, dass wirklich alle Wachstumsfugen geschlossen sind.

    Wie groß und schwer ist denn der Hund? Für ein Sacco-Cart sollte er schon größer (>50cm,>30-35 kg) sein, weil es doch deutlich schwerer ist und du sitzend nicht helfen kannst.

    Die Zugkommandos kannst du bis dahin aber schon mit den Welpen üben.

    Bevor du dir eins kaufst, könntest du auch erstmal in einem Zughundeverein anfragen. Manchmal bieten die dort Probekurse an, um zu sehen, ob sich der Hund für das Pulka-Geschirr und das Gestänge 'begeistern' kann.

    Oder ihr probiert es mit einem Trike, denn das ist zumindest etwas kippstabiler als ein Bike.

    Hat zufällig jemand so eine Nomad Tales LED Leinenverlängerung von Zooplus oder ein ähnliches Produkt und taugen die was?

    Von Nomad Tales nicht, sondern von einem Konkurrenzanbieter.

    Der Effekt ist zwar ganz nett, ABER

    - der Akku tendiert dazu, aus der Halterung zu rutschen und hängt dann nur noch an den zwei kleinen Kabeln, mit dem Risiko vollständig abzureißen. Das kann man zumindest mit einem Gummiband oder Kabelbinder lösen.

    - die LED-Leiste in der Leine ist nicht mit ziehenden Hunden kompatibel. Soll heißen, sie wird permanent gestreckt und entwickelt dadurch Kabelbrüche, die sich leider nicht so einfach beheben lassen.