Beiträge von miep

    (Säuge)Tiere der gleichen Art haben also schon auch eine Bindung zueinander oder?

    Ich würde sagen ja. Bindung entsteht aus einem Instinktverhalten heraus und ist daher nicht beim Menschen allein, seiner Definition nach aber nur innerhalb der Art beschrieben.

    Ich weiß es nicht und habe auf die Schnelle keine vernünftigen Quellen gefunden, aber ich würde mich dieser Einschätzung anschließen.

    Hundundmehr Die Definition von Bindung ist die enge und emotionale Beziehung zwischen Kindern und der Mutter, auch dem Vater und anderen engen Bezugspersonen. Das ist nunmal die Definition, das ist weder veraltet noch falsch.
    Die Definition kannst du ua. hier nachlesen:

    https://www.socialnet.de/lexikon/Bindung

    https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/bindung

    https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/bindung/2401

    Damit steht außer Frage, dass das zwischen Hund und Mensch nicht möglich ist.
    Außer Frage steht natürlich auch, dass der Hund fähig ist, eine Verbundenheit/Beziehung zu Menschen aufzubauen und dass umgangssprachlich Bindung für eben diese Verbundenheit/Beziehung verwendet wird. Aber die Definition bleibt trotzdem wie sie ist.

    Klugscheißmodus on.

    Nimmt man Bindung getreu der Definition, kann zwischen Hund und Mensch tatsächlich keine Bindung bestehen.
    Nimmt man Bindung als Ausdruck für Verbundenheit/Beziehung - was ja im Normalfall damit gemeint ist - dann natürlich schon.

    Klugscheißmodus off.

    :klugscheisser:

    Da kann ich wildsurf nur zustimmen.
    Mein Freund und ich hatten im Grunde gar keine Hundeerfahrung, sondern nur angelesenes Wissen. Das macht einfach einen riesengroßen Unterschied, insbesondere wenn der Welpe nicht die gleichen Bücher gelesen hat wie man selber :lol:

    Bestimmt gibt es Menschen, die das intuitiv richtig gut hinbekommen, der Großteil wird aber von dem Unterschied Theorie vs. Praxis zumindest ein bisschen überfordert sein. Wenn man komplett bei Null startet, also ohne Hunde in der Kindheit, ohne Hundesitting vorher, ohne hundeerfahrene Menschen im Umfeld, also wirklich ohne irgendwas, dann kann man vieles auch schlichtweg nicht einordnen. Es wird einem ja auch überall suggeriert, dass Welpen und Hunde ja keine Raketenwissenschaft sind und ja eh alles so easypeasy ist. Das ist ja auch hier im Forum so. Wenn bei einem selber das dann aber nicht easycheesy läuft, stellt man sich auch schnell die Frage, was nicht richtig läuft, obwohl es eigentlich eh nur normaler Welpenalltag ist.

    Billieshep Ich denke, es geht darum: Deine Antwort/Erklärung besteht aus deinen Empfindungen, deiner Meinung und deinen Einzelfall-Beobachtungen, enthält aber nichts Fundiertes (wie z. B. Studien, die deine Aussagen untermauern). Daran ist auch gar nichts falsch oder nicht in Ordnung, aber für eine seriöse/faktenbasierte Einschätzung, ob Trockenfutter nun tatsächlich „gut“ oder „schlecht“ ist, nicht geeignet.

    Ich hab es zu Beginn mit rein positiver Erziehung versucht. Herausgekommen ist, dass sowohl Hund als auch ich ständig gefrustet waren. Sehr vieles lief im Grunde über Bestechung oder Vermeidung. Mir wurde dann eine Trainerin empfohlen, die mir zeigte, wie Strafen funktionieren. Begeistert von dem Effekt ging ich dazu über, nur noch über Abbruch und Strafe zu erziehen. Surprise, auch das endete mit Frust auf beiden Seiten. Es ist mein erster Hund, mir fehlte Erfahrung und Werkzeuge. Mittlerweile hat sich alles eingegrooved und ich nutze alle vier Quadranten nach Bauchgefühl. Auch Emotionen lasse ich zu, er spürt sie ja sowieso. Ich kenne meinen Hund, ich weiß, wie er worauf reagiert. Ich weiß mittlerweile, dass er einerseits sehr sensibel ist und bei aus seiner Sicht zu viel Druck komplett dicht macht, andererseits aber auch recht „stumpf“ ist, was Druck angeht. Und mehrmals die Angst, den Hund zu verlieren, gespürt zu haben, relativierte bei mir vieles.