Ich hatte das Problem auch nachdem einer meiner Hunde durch eine schwere Krankheit im fast noch Welpenalter gestorben ist. Wir haben uns nach ein paar Monaten wieder einen Welpen geholt und das war wirklich hart am Anfang. Ich hatte so einen Stress, solche Sorgen, habe (viel zu viel) gelesen über potentielle Gefahren und Anzeichen für Krankheiten usw. Ich konnte das zum Glück sehr "nach innen" ausleben, sodass der Welpe davon nichts mitbekam, nach außen hin war ich sogar entspannter als mein Mann 😅. Innerlich dachte ich sehr oft, das wars jetzt...
Zum Glück werden sie doch schnell groß und jetzt ist mein Zwerg fast schon 1,5 Jahre alt und ich bin wieder viel mehr in meiner Mitte was die Ängste betrifft. Mir hat geholfen mich damit zu konfrontieren was meine größte Angst wäre. Die war dass auch dieser Hund viel zu früh stirbt. Ich tue was ich kann um meinen Hund vor etwaigen Gefahren bestmöglich zu schützen, ich ernähre ihn nach besten Wissen und Gewissen, lasse ihn medizinisch versorgen wenn er es braucht und der Rest liegt dann bei ihm, bei seinem Körper, an seinem Lebensweg. Das haben wir einfach nicht in der Hand. Sollte das schlimmstmögliche eintreten dann werde ich auch das überstehen und vielleicht irgendwann einen Sinn darin sehen können. Aber jetzt will ich Spaß und Freude mit meinem Hund, er soll sein Leben bestmöglich genießen, ich vermeide es über Krankheiten oder Unfälle anderer Hunde zu lesen, das tut mir nicht gut und bringt uns sowieso nichts. Er ist jung und gesund, ich bin mir recht sicher dass er viele viele Jahre an meiner Seite leben wird und ein alter Opa werden darf. Mein Mantra in Bezug auf ihn war immer "ich bin gekommen um zu bleiben".
Such dir auch positive Gedanken/Bilder/Sätze, diese schlimmen Gedanken sind nur in deinem Kopf, es ist nicht die Realität. Du kannst diese Gedanken mit der Zeit umpolen indem zu immer bewusst was positives denkst wenn du merkst dein Hirn verselbstständigt sich wieder in unguter Weise.