Also ich, auch erster Hund, hab ja auch einen Appenzeller/Labrador/irgendwas Mix.
Inzwischen kommen wir ganz gut klar, allerdings wird Bucky niemals ein easy going Hund sein. Glücklicher Weise sind ihm Menschen egal, ob zu Fuss, Fahrrad, Jogging, das juckt ihn nicht. Andere Rüden sind bei uns das Thema. Sobald die selbstbewusst daher kommen oder gar fixieren, krempelt er die Ärmel hoch.
Was uns am meisten geholfen hat (wobei Bucky inzwischen 4,5 Jahre ist, das brauchte auch Zeit) ist: Leinenführigkeit. Das ist wirklich das a und o draußen. Denn man neigt als Mensch dazu die Leine verkrampft kurz zu halten, sobald ein Problem am Horizont auftaucht. Auch wenn man noch so vermeintlich ruhig bleibt, der Hund merkt es einfach. Leine also möglichst locker halten und nicht nachgreifen. Das geht aber halt nur, wenn der Hund gescheit an der Leine läuft. Dann einfach entspannt weiterlaufen, nicht absitzen lassen, das wurde ja schon erwähnt. Auch nicht hektisch Leckerchen reinstopfen, einfach selbstbewusst weiterlaufen und lieber Bogen laufen, so groß wie nötig. Geht das nicht, dann einfach ruhig umdrehen.
Dazu hab ich Bucky beigebracht auf Kommando die Seite zu wechseln. Inzwischen macht er das meist von allein und wechselt auf die angewandte Seite, wenn uns jemand entgegen kommt.
Wichtig ist aus einer Begegnung nichts besonderes zu machen. Da kommt wer? Ja schön, wie gehen einfach weiter wie bisher. Ich hampel auch nicht mehr rum, wenn es mal schief geht und er lospöbelt, das ist dann so, abhaken, weiterlaufen. Nur nichts besonderes draus machen. Seitdem ich das verinnerlicht habe, kommen wir viel entspannter voran. Wenn er mal lospöbelt ist das Inzwischen meist nur ein einmalige Kläffer und kurzes in die Leine springen, dann ist wieder gut.
Euer Hund ist noch jung, deswegen würde ich euch raten das Thema Leinenführigkeit ganz konsequent zu üben. Ich hab das echt lange Zeit unterschätzt und das ist einfach so, so hilfreich.
Natürlich löst das nicht alle Probleme, aber es hilft in vielen Situationen. Und natürlich gilt das nicht für jeden Hund, Bucky war immer schon selbstbewusst und ohne Angst unterwegs. Bei euch scheint der Auslöser ja eher Unsicherheit zu sein. Trotzdem kann es auf keinen Fall schaden, auf Leinenführigkeit viel Wert zu legen. Sitz die gut, hat man einfach auch eine gute stabile Verbindung zu dem Hund, mit der man ihm auch Sicherheit vermitteln kann.