Beiträge von Nyriah

    Bucky ist beim Pieseln null wählerisch. Wenn wir spät dran sind, also von vorherigen Gassi, dann wird sich auch erstmal länger entleert. Ansonsten ausschließlich markiert. Überall da wo er es für notwendig erachtet. Kurz und schmerzlos, manchmal wird wichtig hinterher gescharrt.

    Aber kacken. Ein Drama. Nicht immer, aber manchmal. Da kann eine riesige Wiese zur Verfügung stehen. Englischer Rasen, perfekter Grashalm an perfektem Grashalm... da sind die grünen Halme Nr. 347 bis 558 nicht genehm, die Nummer 559..., ach nein, eher 560... oder stop, doch 559... 560, ah 561 ist genehm. Riesen Drama manchmal.

    Aber, nebenan das Kontrastprogramm, der Nachbarshund lässt einfach laufen, wenn er muss. Stehenbleiben, hinhocken, pinkeln oder kacken. Kann auch schonmal mitten beim überqueren der Straße sein. Da fluchen die Besitzer auch. Der Hund ist gross und wiegt bestimmt 50 kg, die ziehst du auch nicht locker weiter, weil es grade nicht passt. Das geht manchmal so flott, da müssen sie dann mitten auf dem Zebrastreifen erstmal aufräumen. Auch toll, wenn die wartenden Autofahrer dabei genervt zugucken.

    Dann lieber wählerisch auf Grashalm Nr. 561

    Mich hat neulich ein Landwirt bei uns angehalten, weil ich (ja war nicht ganz korrekt) eine Abkürzung zwischen einem Feld und einem angrenzenden schmalen Busch/Baum Bereich genommen hatte. Ich war nicht auf dem Feld oder in den Büschen, quasi auf Kante, der Hund war kurz genommen.

    Jedenfalls wurde ich darauf hingewiesen, im übrigen sehr nett, dass die Hasen grade wenig Platz zum verstecken hätten und ich bitte auf dem Wegen bleiben möge. Hund angeleint lassen (war er ja eh).

    Natürlich hatte er grundsätzlich Recht. Aber auch schon paradox, sind es doch seine Äcker, die dem Hasen den Lebensraum wegnehmen.

    Ich sehe übrigens immer wieder Hasenkinder, die direkt am Wegrand (neben Ackerland) liegen, weil das oft der einzige Bereich ist, wo mal etwas Wildwuchs ist.

    Muss man zur Zeit echt höllisch aufpassen hier, denn oft ist selbst eine 1,5 m Leine quasi zu lang. Und für die kleinen Hasen reicht ja manchmal schon, wenn der Hund nur mal drüber stupst.

    Wir sind grade aus diesen Grund im Moment so gut wie gar nicht mehr im Feld unterwegs. Im Wald liegen die Jungtiere wenigstens etwas geschützter weiter hinten und nicht direkt vor einem.

    Tut mir leid, dass ich deinen Hass auf mich ziehe. Aber warum sollte ich meinen freilaufenden Hund ranholen? Fremde Menschen interessieren ihn 0 (immer schon). Und die sagen höchstens mal "O wie süß"! Fremden Hunden geht er von selbst aus dem Weg.

    Ja, das weißt DU. Dein Gegenüber aber nicht. Dass jetzt wer Angst vor den kleinen Hund hat, kommt wahrscheinlich seltener vor.

    Aber ich z.B. weiß nicht ob und wie Dein Hund gehorcht oder wofür er sich interessiert oder nicht. Ich müsste also potentiell erstmal davon ausgehen, dass es passieren kann, dass dein Hund angerannt kommt. Nun hab ich einen großen Hund, der nicht alle Hunde toll findet. Also würde ich stehenbleiben, meinen Hund kurz nehmen, und hoffen, dass das gut geht und es zu keiner blöden Situation kommt. Blöd für euch, weil das Kräfteverhältnis Mist ist und blöd für uns, weil wir im worst case die dummen sind.

    Würdest du deinen auch kurz ran nehmen, muss nichtmals an der Leine sein, aber zu dir rufen, ihn bei dir behalten, dass der Gegenüber sieht, ah die haben uns wahr genommen, der Hund hört, dann könnten auch wir entspannter laufen.

    DAS ist das mit der Höflichkeit.

    Ist jetzt nichtmals böse gemeint. Ich denke manchen mit problemlosen Hunden ist das einfach nicht bewusst, was eine Begegnung für andere bedeuten kann.

    Ist jetzt etwas am Thema vorbei. Aber musste ich kurz los werden.

    "Nice" ist, dass beim Mops als Beispiel für eine gesunde Rasse mit langer Nase ausgerechnet der Chavalier King Charles abgebildet ist. Oder soll das ein anderer Spaniel sein? 🤔

    Also viele der Rassen verstehe ich ja, aber bei anderen wundert es mich... Cattle Dog? Wasserhund, Mudi, so viele Terrier etc. Gibt es da einen Hintergrund zu?

    Dafür fehlen andere. Z.B. der Dobermann. Der stünde für mich da klar mir drauf.


    Keine Ahnung ob ein Umdenken bei anderen Menschen stattfindet. Vielleicht sind es auch einfach die Selbstzweifel und Selbstvorwürfe, die man auf das Thema projiziert. Und gar nicht wirklich das Umfeld!?

    Ja, ist bei mir auf jeden Fall so. Ich hab sehr oft den Gedanken, dass meine mangelnde Erfahrung mit Hunden daran Schuld ist, dass Bucky pöbelt. Und dass er mit einem erfahrenen HH womöglich ein total sozialer Hund wäre. Aber man kommt halt schlecht aus seiner Haut raus. Es ist auch immer alles phasenweise. Manchmal habe ich wochenlang keinerlei Probleme mit irgendwas, Bucky ist entspannt und wir haben einfach nur eine schöne Zeit. Und dann ist mal wieder was und die Selbstzweifel kommen wieder hoch.

    Oder wenn man hier im Forum irgendwo (muss nicht um den eigenen Hund gehen) was zum Thema Appenzeller(mix)=schwieriger Hund und uiuiui, ganz viele Probleme incoming... liest. Und als Anfänger, ganz blöde Idee etc. pp

    Die meiste Zeit weiß ich, dass wir das insgesamt super gut hinbekommen haben. Diese Rüdenpöbelei ist wirklich unsere einzige Baustelle, ansonsten ist er ein total toller, lieber, entspannter Hund. Und dann denkt man manchmal: und für die miniwenigen Momente, oft nur alle paar Tage oder Wochen, in denen er einen anderen halt doof findet, rennt man ständig mit diesem Maulkorb rum und fühlt sich deswegen schief angeguckt.

    Was soll ich sagen, komm halt nicht immer gegen diese Gedanken an.

    Bei uns war das Maulkorbtraining tatsächlich total easy. Der war ruckzuck positiv auftrainiert und für Bucky kein großes Problem. Ursprünglich mal für den Urlaub gedacht, wo er ihn hier und da brauchte, weil Vorschrift, gehört er jetzt zumindest im Umfeld von zu Hause zum Alltag. Sind wir im Wald unterwegs wird er nicht getragen. Da ist Bucky auch viel entspannter, ist wohl in erster Linie so ein territoriales Ding bei Ihm.

    Ich empfinde ihn ohne Maulkorb schon etwas entspannter, aber der Unterschied ist nicht so gravierend. Ich selbst finde den Maulkorb trotzdem furchtbar. Bucky ist halt groß und schwarz, und wenn uns andere begegnen, hab ich diese typischen Gedanken, dass die jetzt denken er ist ein "böser" Hund und ausweichen. Dabei sind Menschen ja überhaupt gar kein Thema und ja im Prinzip auch nur einige wenige Hunde.

    Und der Gedanke, dass sie schlecht von uns denken, macht mir schon zu schaffen. Auch wenn es blöd ist. Der Maulkorb ist halt bei den meisten schon noch mit einem Stigma behaftet, finde ich. Hund böse, Mensch unfähig. Da nützt es mir auch gar nichts, dass Hundemenschen, wie hier im Forum, das immer als so selbstverständlich und easy darlegen. Ist halt eine Bubble hier, die man im normalen Leben kaum so vorfindet.

    Ist wirklich ein reines Vernunftding bei mir, gebe ich ganz ehrlich zu.

    Woher weißt Du eigentlich, dass es immer eine Hündin ist, wegen der er wegläuft? Momentan ist das Wild so aktiv, dass meiner auch ständig die Nase in der Luft hat und "on fire" ist. Das hat aber nichts mit anderen Hunden zu tun, sondern eben mit dem ganzen Wild, was grade sehr aktiv ist. Und davor war es der Schnee, der die Gerüche verstärkt und länger hält