Spätestens wenn kein Platz zum aus dem Weg gehen ist, was macht man dann?
Ja, ist halt blöd, wenn man das Problem solange ignoriert, bis es so gravierend ist, dass der Hund schon bei Sichtung in der Ferne loslegt.
Das macht das Training viel langwieriger und schwieriger, ja.
Wenn man es gar nicht vermeiden kann, bis man eine etwas bessere Ansprechbarkeit erreicht hat, muss man halt damit leben, dass es länger dauert, oder immer wieder 3 Schritte zurückgeht.
Ich persönlich finde, dass man mit sehr klarem Abschirmen ein bisschen die Individualdistanz "ersetzen" kann.
Das heisst aber, der Hund muss wirklich kapiert haben, dass er auf der Seite zu bleiben hat und nicht kreuzen darf. Am Mensch geht kein Weg vorbei. Das würde ich auch an der etwas längeren Leine einfordern, einfach zur Gwohnheit machen. Bissel Trödeln oder Ziehen ist mir egal - aber kreuzen ist nicht. Und das nicht mit der Leine durchsetzen, sondern körperlich. Immer "einfach" im Weg sein. Ohne großen Aufwand, aber konsequent.
Und den Hund immer an die Seite nehmen, sobald was kommt, egal was. Immer. Hund Mensch Fahrrad... Reiz gesehen, an die Seite kommen - Belohnt werden, in sicherer Zone neben Frauchen weiterlaufen (gucken erlaubt), belohnt werden. Bis man vorbei ist. Kein stehenbleiben, kein Schneller werden, kein langsamer werden, nix.
Das muss aber halt wirklich konsequent gehandhabt werden, damit der Hund lernt: Wenn ich an der Leine bin, passiert nix, niemand kommt zu mir, ich komme nirgends hin.
Wenn man das nicht schafft oder will, dann sollte man wirklich schauen, dass man Distanz hält, ja. Das Training (Aufbau einer Alternative) sollte ja recht bald dazu führen, dass die Inidvidualdistanz kleiner wird.
aber an kurzer Leine braucht sie noch Recht viel Korrektur und läuft noch nicht wie ich es gerne hätte.
Über Korrektur würde ich das nicht machen. Die hat doch eh schon Frust.