SamsonsMama Mir wäre am wichtigsten, dass sich mein Kind immer von mir unterstützt fühlt. Auch und gerade, wenn mal was schief geht.
Es wäre mir wichtig, dass sie sich z.B. mir anvertrauen würde, im Fall der Fälle dass es nicht funktioniert bei dem Freund, meine Hilfe annehmen statt mir "was beweisen" zu müssen. Von daher würde (und habe das bei meinem Kind auch nicht getan) nicht irgendwas verbieten. Zumal das ja keine super unvernünftigen Dinge sind, die sie da tun will - eine Ausbildung anfangen, bei ihrem Freund sein - ich hab dämlichere Dinge gemacht in dem Alter...
Ich kenne viele Eltern, die sich wundern, warum ihre jungen erwachsenen Kinder auf Distanz gehen, und auch von meiner Tochter (23) höre ich, dass Freunde von ihr es ungewöhnlich finden, dass sie so ein enges Verhältnis mit mir hat. Ich denke, das hat viel damit zu tun, dass ich mich einfach nie zum Antagonisten meines Kindes gemacht habe. War zugegebenermassen nicht schwer, und nicht mein Verdienst, weil sie echt vernünftig ist - aber ich hätte auch nie ein Fass aufgemacht wegen zu spät nach Hause kommen oder so Zeug.
Ich will damit ausdrücklich NICHT sagen, dass Eltern immer schuld sind, wenn es zu Brüchen kommt! Gegen manche Einflüsse von aussen kann man nichts tun. Und natürlich gibt es Dinge, die man nicht unterstützen kann, wo man gegenhalten muss.
Aber bei der geschilderten Situation finde ich es besser, hinter dem Kind zu stehen. Wobei ich auch schauen würde, ob ein Wohnheim- oder WG Zimmer eine Option wären.