Während ein User der sich mit einem HSH überfordert fühlt -gefühlt- vorgeworfen wird zu übertreiben und sich fast lustig über ihn zu machen.
Den Eindruck hatte ich tatsächlich gar nicht.
Das Unüberlegte und naive bei der Auswahl wurde ihr vorgeworfen, ja. Aber das keinen-HSH-Wollen mehrheitlich nicht.
Alles andere, was du beschreibst, finde ich aber auch immer wieder erstaunlich. Sobald bestimmte Wortführer auftreten, reihen sich viele ein. Es gibt/gab auch immer wieder Personen, die andere Meinungen so entschlossen ... ich nenne es jetzt mal "zurückweisen"... dass sich viele gar nicht trauen zu widersprechen. Oder keinen Bock drauf haben. Es macht was mit einem - ich habe mich auch vor 10 Jahren entschieden, nie (mehr) etwas persönlicheres über mich oder meinen Hund zu posten. Da gab ein paar Leute (aus dem Pudellager) die mich da richtig auf dem Kieker hatten. Weil der Hund aus einer nicht-akzeptablen Zucht stammt. Die Wortführerinnen sind nicht mehr da, aber ich habe gelernt, dass ich mich echt nicht vor Fremden exponieren möchte. Da kamen absurde Vorwürfe, das war schon erstaunlich. So ähnlich, wie wenn jemand wagt, einen Doodle zu besitzen.
Und es wird natürlich vieles einfach nachgeplappert. Es gibt immer neue Trends - was Rasseempfehlungen angeht, oder jetzt gerade einen bemerkenswerten Shift, was Beschäftigung/Aktivität bei Junghunden betrifft. Da sind dieselben Menschen, die vor 5 Jahren noch vor Gelenküberlastung warnten, jetzt ganz anderer Meinung. Was ja auch ok ist, man kann ja dazu lernen.
Ich finde so ein Forum einen ganz spannenden Ort, um die Entwicklung von Diskursen zu verfolgen. Ein schönes Labor, um Mechanismen von Macht, Einschüchterung, Mitläufertum zu erkennen, aber auch Phänomene, wie selektives Lesen, reflexhafte Reaktionen, oder auf eigene Vorurteile reinzufallen (z.B. hier im Thread sofort breite Angriffe auf den Auslandstierschutz allgemein zu lesen, obwohl die gar nicht stattfanden).
Funktioniert in der "echten Welt" alles ganz genauso.
Übrigens - ich nehme mich da nicht aus. JedeR ist Teil des Diskurses, und unterliegt dessen Mechanismen.