Also frisst sie alles, hauptsache es wird nicht in ihrem Napf angereicht?
Dann würde ich als erstes mal die Darreichungsform verändern. Habt ihr schonmal versucht, einen anderen Napf zu benutzen? Also anderes Material, andere Optik? Hoher Rand, flacher Teller? Habt ihr den Napf mal wo anders hingestellt? Habt ihr ggf. die Napfunterlage mal ausgewechselt? Oder einfach mal den Napf der Kleinen mit dem Napf der Großen getauscht? Die Kleine ein paar Tricks machen lassen und sie dann erst zum Fressen freigegeben?
Je nachdem, was sie da vom Züchter kennt bzw. nicht kennt, kann allein das schon nen riesen Unterschied machen. Wenn das alles nicht hilft, könnt ihr immer noch am Futter rumjustieren.
Beiträge von Schäferterrier
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Ich traue mir grundsätzlich die Erziehung zu (Nicht mein erster Hund), aber ich wollte einen Familienhund, der lieb ist und halt für leckerlies "alles macht".
ich möchte halt einen Hund der mit uns reist, der gerne unter Leuten ist, den man überall mit nehmen kann
An sich gehts mir nur darum, dass der Hund kein HSH Anteil hat, es muss keiner vom Züchter sein.
Ich bin immer wieder überrascht, was so die Vorstellung eines „normalen“ Hundes ist. Woher kommt denn dieses Narrativ, dass ein normaler Hund stets freundlich, familientauglich und mit paar Leckerlies leicht erziehbar ist?
Das, was du suchst, ist meiner Erfahrung nach eher die Ausnahme als die Regel. Mit den Erwartungen sollte man entweder erwachsene Hunde auf Pflegestellen in Deutschland kennenlernen oder eine wirklich passende Rasse vom Züchter wählen.
Mit einem HSH wird das wohl eher nichts. Nicht, weil ich glaube, dass HSHs irgendwelche Monster seien, ganz im Gegenteil. Aber wenn die Erwartungshaltung an „normales hündisches Verhalten“ unkompliziertes Mit-dabei-sein, Menschenfreundlichkeit und gute Motivierbarkeit mit Futter sind, dann steht das dem Wesen vom HSH halt diametral gegenüber. Das passt einfach nicht.
In diesem Sinne: Tut dem Hund den Gefallen und sorgt dafür, dass er so bald wie möglich an eine passende Stelle weitervermittelt wird. Jetzt noch einige Wochen lang den Gentest abzuwarten ist zwar aus Menschensicht ein verständlicher Wunsch, aber für den Hund schlicht unfair, weil er dadurch im Zweifelsfall wichtige Zeit verliert, um endlich ankommen zu dürfen. -
Für mich klingt das ganz lehrbuchhaft nach dem typischen kniehohen Kontrolletti-Mix, wie er wirklich zuhauf in Osteuropa herumläuft.
Dieser Typ Hund, so er denn einer ist, liebt es, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Damit fühlt er sich wohl, das gibt ihm Sicherheit, das ist sein Lebenselixier. Er kontrolliert Bewegungen, Räume, Abläufe, seine Sozialpartner und Beziehungen, einfach alles in seiner Umgebung und ganz besonders seinen eigenen Raum.
Und eben deshalb reagiert dieser Typ Hund oft extrem empfindlich auf für ihn unkontrollierbare körperliche Übergriffe. Die haben einfach einen sehr ausgeprägten Sinn für (ihre) Individualdistanz und ganz klare Vorstellungen davon, wie ein respektvoller, kontrollierter Umgang in ihrem Nahbereich abzulaufen hat.Kleiner Side-Fact zum Thema Hundebegegnungen
Weil ihr ja auch ein Thema mit Hundebegegnungen habt:
Eben diese Eigenheit, dass dieser Hundetyp viel Wert auf die Kontrolle über den eigenen Raum legt, sieht man nicht nur im Kontakt mit Menschen, sondern auch mit anderen Hunden.
Leider werden diese Hunde oft als nicht gut verträglich abgestempelt. Dabei brauchen sie „nur“ eine für viele anderen Hundetypen und Menschen über-höflich wirkende, besonders langsame Annäherung, bei der die Signale des jeweils anderen genau beachtet werden und jeder sehr viel Raum haben darf. Dann funktioniert Kontakt mit Artgenossenkontakt oft sogar sehr gut.
Was typischerweise nicht gut funktioniert, sind Hallo-Sager, die unkontrolliert und/oder aus Sicht des Hundes zu schnell in den Nahbereich eindringen und die (sehr) subtilen Signale nach mehr Raum übergehen. Das ist in den Augen dieses Hundetyps schlicht respektlos und nicht zu tolerieren.Und an eben der Stelle kommt es oft auch zu Schwierigkeiten bei Leinenbegegnungen: Wenn man geradeaus aufeinander zu läuft, ist die Annäherung für diesen Hundetyp oft einfach zu schnell, zu beengt und zu unhöflich. Da ändern typische Übungen zu Leinenbegegnungen auch eher wenig dran. Sinnvoll ist es da, dem eigenen Hund Raum zu geben, Abstand zu schaffen und (z.B. durch Anhalten, Warten und aus dem Weg gehen) eine langsamere, höflichere Annäherung zu ermöglichen.
Alles in allem wundert es mich, wenn ihr so einen Hund daheim sitzen habt, gar nicht, dass er das erste Mal geschnappt hat, als ihr durch den Griff ins Halsband unkontrolliert in seinen Nahbereich eingedrungen seid und ihm damit gleichzeitig die Kontrolle über die Situation entziehen wolltet. Das ist so ein Paradebeispiel für die erste Eskalation mit diesem Typ Hund und deshalb in meinen Augen weder ungewöhnlich noch total besorgniserregend.
Allerdings, und das ist der große Knackpunkt: Ein Hund, der so sehr auf Kontrolle steht, nutzt gerne auch die Chance, immer mehr Kontrolle zu erlangen. Insbesondere wenn er sich gerade neu einlebt und noch herausfindet, wo er steht, was er sich erlauben kann und wie das Leben bei euch läuft.
Es kann also durchaus sein, dass euer Hund auf dem Sofa gemerkt hat, dass das Schnappen ganz wunderbar funktioniert, um euch (oder zumindest deinen Freund) in der Situation unter Kontrolle zu bringen und dass er jetzt ausprobiert, ob und inwieweit er diese Strategie in anderen Kontexten erfolgreich anwenden kann, um noch mehr Kontrolle zu erlangen.
Es ist ein schmaler Grat, so einem Hund einerseits sein Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit des eigenen Raums zuzugestehen und ihn nicht unnötig übergriffig zu behandeln und ihm andererseits Grenzen zu setzen und sich nicht kontrollieren zu lassen, nur weil Hund das halt gern möchte. Da macht es definitiv Sinn, sich einen Trainer zu suchen, der genau diesen Typ Hund kann. Und das ist wahrlich nicht einfach, denn viele Trainer können mit dieser Art Hund meiner Erfahrung nach überhaupt nicht und machen es mit ihren 08/15 Ansätzen eher schlimmer als besser. Vielleicht kann hier ja jemand eine gute Trainerempfehlung geben? -
Habt ihr vllt Tips wie ich es am besten Trainiere? Wir wollen nicht das sie beste Freunde werden (wäre schön aber utopisch) es wäre aber schon schön wenn sie irgendwann alle das gesamte Haus nutzen können. Und ich denke mit genug Übung und Konsequenz ist das auch mit jedem Hund früher oder später möglich.
Am besten lässt du da mal euren Trainer drüberschauen. Da es um die Unversehrtheit von allen beteiligten Lebewesen geht, wären mir da Online-Tipps, die über ne gute Absicherung hinausgehen, viel zu heiß. Zumal es bei so einer Vergesellschaftung ja nicht nur auf das Verhalten der Hunde ankommt, sondern auch auf das der Katzen. Wenn eine Katze ein gewisses Standing gegenüber Hunden hat, kann man da zum Beispiel ganz anders herangehen, als wenn die Katze bei Hundesichtung oder einem Bellen schon auf und davon ist.
Abgesehen davon sind zwei Junghunde für zwei Personen schonmal deutlich bessere Voraussetzungen, als das Ganze allein zu stemmen. Wenn beide Menschen bereit sind, mit jeweils einem Hund (zunächst exklusiv, dann nach und nach gemeinsam) zu arbeiten, dann hat man ne gute Chance, die Gruppendynamik beider Hunde etwas aufzubrechen. Aber da muss dein Partner halt mitziehen und genauso Arbeit in einen der beiden Hunde investieren wie du.
Gemeinsam beide Hunde gleichzeitig zu erziehen halte ich zum aktuellen Zeitpunkt für genauso wenig sinnvoll, wie dass du versuchst, mehr oder weniger allein beide gleichzeitig zu erziehen. Das macht es euch und vor allem den Hunden deutlich schwerer, als wenn ich jeder von euch erstmal auf einen Hund konzentriert. -
Einen Junghund aus dem TS mitten in der Pubertät aufzunehmen ist schon ne Hausnummer, aber gleich zwei… das ist einfach sehr ungünstig. Nicht mal nur wegen der Tatsache, dass es Wurfgeschwister sind, sondern auch, weil vermutlich jeder dieser Hunde aktuell so viel ungeteilte Aufmerksamkeit bräuchte, dass das als Einzelperson schlicht nicht zu stemmen ist.
Aber du schreibst einmal von „wir“. Heißt, du bist nicht allein mit den Hunden, sondern es gibt noch mind. eine weitere (erwachsene) Bezugsperson im Haushalt, die ebenfalls mit der Erziehung der Hunde betraut ist? -
Er soll sie wahrnehmen aber sie sollen ihm egal sein…
Die Wahrscheinlichkeit, dass eurem Hund Fremde jemals egal sein werden, ist allein dank des Rassemixes schon eher gering.
Der Appenzeller ist per se eher misstrauisch gegenüber Fremden, der Labbi im Gegensatz dazu wahnsinnig kontaktsuchend bis distanzlos, aber entspannt oder sogar desinteressiert mit Fremden sind beide eher nicht. Das wäre am ehesten noch der BC, wobei der gerade bei (Kinder-)besuch dank des vorinstallierten Kontrollverhaltens ebenfalls nicht zu unterschätzen ist.
Wenn dann noch vom Welpenalter ab akute Angst oder Unsicherheit im Umgang mit Fremden dazukommt, dann sehe ich ehrlich nicht, dass diesem Hund fremde Menschen irgendwann mal egal sein werden. Von dem Ziel würde ich mich an eurer Stelle ganz schnell verabschieden, denn das wird auch mit dem besten Training eher nichts werden.
Aber: Mit einer entsprechenden Anleitung kann so ein Hund durchaus gut händelbar werden und im Alltag weitestgehend unauffällig mitlaufen. Zumindest für die Blicke der Außenwelt. Man muss halt immer nen Daumen drauf haben, anleiten und ggf. manche Dinge einfach managen.
Wie das geht, kann dir ein guter Trainer in Einzelstunden zeigen. Die von dir beschriebene Welpengruppe wäre für mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht das Richtige. Zum einen weil die Herangehensweise der Trainerin für mich in eurem Fall eher suboptimal klingt, zum anderen - und das ist für mich der viel ausschlaggebendere Punkt - weil du selbst ja überhaupt nicht hinter den dort angewandten Methoden zu stehen scheinst. Und wenn du nicht dahinter stehst, ggf. zögerst, unsicher bist oder einfach nur ein blödes Bauchgefühl hast, dann merkt euer Hund das sofort und jeder Versuch, ihm Sicherheit, Verlässlichkeit und/oder klare Grenzen zu vermitteln, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. -
Ich glaube, das kommt extrem auf den Typ Hund an. Und darauf, was für genau diesen Typ Hund „erholsam“ ist.
Je nachdem, wie man Ruhe und Schlaf definiert, könnte ich mit meinem Hund zum Beispiel sagen:„Der ruht nur nachts ein paar Stunden.“ (wenn man Ruhen als komplettes Abschalten und Entspannen definiert)
oder
„Der ruht bis auf Gassi, Futter und Beschäftigung eigentlich den ganzen Tag.“ (wenn man Ruhe als irgendwo rumliegen, dösen, die Welt wahrnehmen, mal kurz gucken und lauschen, ggf. melden und dann wieder dösen definiert).
Das Ding ist: Mein Hund ist zumindest tagsüber immer mit einem Ohr wach. Der ruht und döst zwar, aber bleibt dabei immer halbwegs aufmerksam und sobald irgendwas Interessantes passiert, ist er sofort wieder voll da - um danach genauso schnell wieder in einen aufmerksamen Ruhezustand zu switchen. Trotzdem ist der Hund entspannt und sein Schlaf- bzw. Ruhebedürfnis gedeckt.
Im Gegensatz dazu kenne ich auch viele Hunde, die über den Tag verteilt mehrere feste Schlafphasen haben, in denen sie dann auch wirklich abschalten und schlafen. Und die genau das auch brauchen, um entspannt zu sein.
So Vergleiche und Richtlinien, wie viel welcher Hund schlafen, ruhen oder abschalten sollte, haben mich eben wegen dieser Diskrepanz früher mal sehr verunsichert. Ich dachte lange, der Hund muss ja auch tagsüber mal komplett abschalten, sonst sei er nicht erholt.
Inzwischen sehe ich das ganz anders: Wachhund heißt, dass der Hund immer mit einem Ohr wach ist. Sonst wäre er für seinen ursprünglichen Job schlicht nicht zu gebrauchen. Das ist nunmal der Schlaf-Wach-Rhythmus genau dieses Hundetyps, während Hunde, die auf ganz andere Kriterien selektiert wurden, natürlich auch einen ganz anderen Schlaf-Wach-Rhythmus haben können und ggf. brauchen.
Vergleiche sind natürlich trotzdem immer interessant, aber ich kann nur jedem ans Herz legen, sich nicht an bestimmten Zahlen aufzuhängen, um zu bestimmen, ob der eigene Hund genug Ruhe und Schlaf bekommt. Da macht es für mich inzwischen mehr Sinn, sich das Gesamtverhalten des individuellen Hundes anzuschauen. -
Klar, Sedierungen und Narkosen können eine bestehende Demenz verschlimmern, aber da bin ich jetzt mal pragmatisch - kann's denn aktuell überhaupt noch schlimmer werden?
Ich bin inhaltlich komplett bei dir und würde das Risiko, das erneute Untersuchungen mitbringen, ebenfalls eingehen, bevor da etwas unentdeckt bleibt.
Gleichzeitig möchte ich der TE im Hinblick auf deine Abschlussfrage ans Herz legen, sich mental und auch organisatorisch für den (doch nochmal schlimmeren) Fall zu rüsten, dass Rocky sein eigenes Frauchen irgendwann nicht mehr erkennt.
Ich wünsche dir, liebe @TE, von Herzen, dass das gar nicht passiert. Aber falls es passiert, wird das bei einem so aufgestellten Hund richtig unschön.
Und deshalb solltest dir vielleicht jetzt schon überlegen, wie du deinen Hund im Fall der Fälle sicher gehändelt kriegst. Und wenn es nur ist, um dann einen Schlussstrich zu ziehen. Denn emotional wird das, sollte der Fall eintreten, ohnehin so unfassbar hart, dass du jegliche Zusatzprobleme sicher nicht gebrauchen kannst. -
Rocky hat sich an viele Dinge nie gewöhnt. Zum Beispiel muss er für Tierarzt Besuche sediert werden, obwohl wir 1x wöchentlich hingefahren sind, damit er sich an Personal und Umgebung gewöhnt. Oder der regelmäßige kurze Besuch bei meiner Mama. Es ist jedesmal so, als ob er das erste Mal da ist, obwohl ich total entspannt bleibe und dort auch Dinge von ihm liegen. Dass er jetzt nicht mehr alleine bleiben kann, ist das schlimmste, was passieren konnte…
Geht das bei euch in Richtung Deprivationsschäden?
Ich frage, weil eine Mischung aus Deprivationsschäden, Demenz und fortschreitenden Einschränkungen der Sinneswahrnehmung eine besonders fiese Kombi sein kann, bei der sich alle Faktoren gegenseitig verstärken.
Denn Hunde mit Deprivationsschäden tun sich aufgrund der unzureichenden Generalisierung von Umweltreizen unglaublich schwer mit jeglichen Veränderungen. Wenn auch nur eine Kleinigkeit anders ist, ist es für sie oft eine gänzlich neue Situation.
Und wenn sich im Alter, z.B. durch eine verschlechterte Sehleistung, die gesamte Wahrnehmung der Umwelt verändert, dann kann ein Hund mit Deprivationsschäden das eben nicht wie viele andere Hunde relativ gut durch Riechen, Hören & Co. kompensieren, sondern erlebt alles als komplett neu und beängstigend, einfach weil es anders als zuvor ist.
Und wenn dann eine Demenz das dank der Deprivationsschäden ohnehin schon unzureichend ausgebildete neuronale Netzwerk noch zusätzlich angreift, fehlt dem Hund jede Möglichkeit, mit so einer Veränderung umzugehen. Mit fortschreitendem Verfall wird der Hund noch weniger anpassungsfähig, kann noch weniger flexibel auf Veränderungen reagieren, kann noch schlechter Verknüpfen, hat noch eingeschränktere Problemlösekompetenzen und kann sein Stresssystem noch weniger regulieren.
Das kann einfach eine ganz schlimme Kombination sein. Für den Hund und auch für sein Umfeld. Und eine Situation, in der man ggf. anders denken muss als andere Leute mit Senioren-Hunden.
Wenn dein Hund Deprivationsschäden hat, dann würde ich in deiner Situation explizit auf das bauen, was er gut kennt. Nichts Neues, weder neue Menschen noch neue Orte oder neue Routinen. Baue auf das, was ihm noch irgendwie bekannt vorkommen und ihm dadurch Sicherheit vermitteln könnte.Hat er Zuhause denn einen Safe Space? Einen Lieblings-Liegeplatz oder sowas? Dann wäre eine Idee, den z.B. durch ein Gitter abzutrennen, wenn er allein bleibt, sodass der Hund zwar einen kleineren, aber dafür gut bekannten Rückzugsort hat.
Alternativ oder zusätzlich kannst du auch probieren, über Gerüche zu arbeiten und ihm zum Beispiel etwas dazulassen, was nach dir riecht.
Du könntest auch mal unterstützend Adaptil ausprobieren. Meinen eigenen Hund stresst das eher, weils im Endeffekt halt auch „neu“ und „anders“ ist, aber einen Versuch ist es vielleicht wert.
Darüber hinaus würde ich persönlich auch nicht zögern, medikamentöse Unterstützung in Form von Angstlösern zu nutzen. Ganz ehrlich, bei einem Hund in dem Alter wären mir die Nebenwirkungen auf die Organe ziemlich egal. Im Zweifelsfall würde ich persönlich meinem Hund lieber noch ein paar möglichst stressfreie Monate wünschen, als dass er sich da jahrelang dauergestresst durchquälen müsste. Aber das ist eine ganz individuelle Entscheidung, die jeder für sich und seinen Hund selbst treffen muss.
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Wie wär’s mit Bichon frisé, Havaneser, Malteser & Co.? Die müssten euren Ansprüchen ziemlich exakt entsprechen. Sie haaren kaum, sie sind nicht besonders bellfreudig, sie sind in der Regel vom Gemüt her deutlich entspannter als z.B. ein Pudel und sie brauchen auch keine wahnsinns Auslastung, sondern sind oft einfach happy, dabei zu sein.
Klar, auch die müssen erzogen und ausgelastet werden, auch da muss das Zusammenleben mit Kind erstmal angeleitet werden, aber sie bringen als Begleithunderassen schon überdurchschnittlich viele Eigenschaften mit, die ein alltagstauglicher Familienhund so braucht.
Im Tierschutz könnt ihr durchaus auch schauen. Allerdings möchte ich euch da wirklich ans Herz legen, nach einem fertig entwickelten, also erwachsenen Hund ab 3 Jahren, zu suchen, der bereits hier vor Ort ist und den ihr vor der Übernahme intensiv kennenlernen könnt. Einfach um unschöne Überraschungen zu vermeiden.
Allerdings: Einen jungen, gelassenen, nervenstarken, alltagstauglichen, kinderfreundlichen, kaum haarenden Hund im Tierheim zu finden, der einfach gerne und vor allem problemlos im Familientrubel, auf Ausflügen & Co. mit dabei ist und der obendrauf keine nennenswerten gesundheitlichen Baustellen hat, das ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Da werdet ihr bei einem guten Züchter deutlich schneller und einfacher fündig.