Finds ja schon eine Spur weit amüsant, wie man sich hier sehr dramatisch in eine Opferrolle begibt oder sich wahlweise anwaltsreif für den Hund engagiert (über dessen Gefährlichkeit sich nicht weiter als darüber spekulieren lässt, dass er mehrfach und ernst zugebissen hat), während man dem eigentlichen Opfer - einem Verflucht nochmal, über 60 jährigen Mann, der nur angeln geben wollte! - versucht, seine Schmerzen, Todesangst und Nachfolgen, abzuerkennen, indem man das auf schlechten Journalismus abwälzt. Offenbar live dabei? Vielleicht bin ich zu emphatisch für sowas, mir tut der ältere Mann schrecklich Leid und ich bin dankbar dass die anderen Angler sofort geholfen haben. Ich hoffe, die Halterin wird zur Rechenschaft gezogen. Ist mir im Grunde recht egal, wieso der Hund einfach zugebissen - und so vehement nachgesetzt hat, er hat’s getan und soll er hoffentlich bald gefunden und gesichert werden. Vielleicht „erschreckt“ er sich das nächste mal ja vor einem plötzlich lachenden Kind oder einem plötzlich weinenden Kind oder einem anderen Senior der etwas sehr seltsames tut wie mit einer Angel einen Hügel hochkommen, und da muss man ja dann schon verstehen, dass so ein Hund abdreht. Aber solange die Verletzungen nicht genäht werden müssen, geht ja alles in Ordnung.
Also, ich bin schockiert. Ganz ehrlich. Lest ihr euch manchmal selbst noch zu? Wäre ich der Mann, ich wäre fix und fertig mit der Welt.
Ich wünsche dem Mann gute Genesung und dass er hoffentlich bald trotz allem wieder unbeschwert angeln gehen kann.