Ich finde euren Hund mit 9 Monaten auch noch recht jung. Ich habe auch einen Großpudel und habe mich generell auch vor diesem Thema gefürchtet, aber ich habe es auch wirklich einfach langsam angehen lassen. Mal 10 Minuten den Müll rausbringen, die Post holen (dabei immer die Tür zu und Schlüssel mit, egal wie kurz), dann mal kurz zur Apotheke. Dann mal einen halben Tag allein mit dem Partner, und ich war weg. Wirklich richtig allein gelassen habe ich ihn glaube ich erst ab 1 1/2 Jahren. Ich musste es aber auch nicht überstürzen. Ich habe auch eine Kamera aufgebaut und konnte ihn beobachten, und hätte sofort interveniert, wenn ich gemerkt hätte, dass er Stress hat oder sich reinsteigert. Als ich dann das erste Mal knapp eine Stunde bei Lidl verbracht habe, habe ich darauf aufgebaut - aber eben auch langsam. Alle 2 Wochen mal ne Stunde alleine. Als das ohne Probleme ging, dann mal 2 Stunden. Erst als ich mir Ende des Jahres, bzw Anfang diesen Jahres sicher war, dass er fein mit allem ist, habe ich ihn jetzt die letzten Monate jede Woche 3 Stunden allein gelassen. Ab April wird er jede Woche dann 1x pro Woche rund 4 Stunden alleine bleiben (das war mein Ziel, weil ich ab April einen Tag mehr ins Office zurückkehren muss), und er ist jetzt noch keine 3 Jahre alt. Also das meine ich mit langsam angehen und langfristig aufbauen. Das ging halt bei uns.
Ich würde mir einfach Etappenziele setzen und kleinschrittig daran arbeiten. Und Routinen etablieren. Mein Pudel liebt Routinen. Er weiß zB dass ab 10/11 Uhr bis Mittags um 16 Uhr hier einfach nichts passiert, es gibt keine Action, es wird geruht und ich arbeite. Vielleicht immer einen gleichen Tag, oder ein bestimmtes Zeitfenster für den Anfang etablieren, vielleicht hilft Musik/Hintergrundgeräusche aus dem Radio.
Und Kuschelzeit würde ich auch absolut wieder einbauen, das ist doch total wichtig. Ich würd euch insgesamt einfach mehr Zeit geben.