Beiträge von Falco

    Du meinst: Hund sitzt vor und hüpft dann mit dem Popo vorne rum an Deine linke Seite?

    Schritt 1: Hund lernt rückwärts Fuß zu gehen, d.h. Du gehst rückwärts und Hund bleibt an linker Seite.

    Schritt 2: Im Rückwärts-Fuß drehst Du Dich links weg und Hund folgt mit Popo.

    Schritt 3: Hund sitzt vor uns sollte bei vernünftigen Aufbau dann vorne rum in die Grundstellung hüpfen.

    - ´Ein Krallenhalsband ist vertretbar, wenn die Handhabung von einem Fachmann erklärt wurde.´
    Stimme ich zu, allerdings nicht für Alltagsgehorsam oder Leinenführigkeit.
    - ´Man kann einen noch nicht erzogenen Hund mit Stachler besser führen, anleiten und erziehen.´
    Nein, Hund lernt dadurch zu ziehen, weil er dem Druck ausweichen will.

    - ´Die Einwirkung darüber setzt klare und punktgenaue Signale und Hilfen.´
    Stimme zu: Wenig eigener Druck nötig, Einwirkung kommt dosiert genau und schnell an.
    - ´Das Stachelhalsband imitiert das Gebiss des Mutterhundes, und der Ruck daran ahmt eine Zurechtweisung einer Mutterhündin ihrem Welpen gegenüber nach.´
    Blödsinn. Mensch ist kein Hund und HUnd weiss das.

    - ´Ein leichter Zug am Stachler erinnert den Hund daran, wie er damals von der Mutterhündin getragen wurde, und es beruhigt ihn.´
    Quatsch.

    - ´Eine Dressurhalsung ist absolut in Ordnung, wenn sie vom Tierarzt empfohlen wurde.´
    Welcher TA macht das?

    - ´Stachelhalsbänder sind im Handel frei verkäuflich, absolut legal zu erwerben, und nicht verboten.´
    Nicht alles, was man kaufen kann, ist auch sinnvoll.
    - ´Dieser Hund kennt nichts anderes. Über normales Halsband oder Geschirr ist er nicht kontrollierbar.´
    Armer Hund, wenn das auf Dauer so ist. Stachel ist für mich ein Hilfsmittel, welches nicht zum Dauergebraucht taugt oder verwendet werden soll.
    - ´Es gibt wahrlich schlimmeres. Dem Hund geht es gut.´
    Schlimmer geht´s immer.

    Zum Verständnis:
    An den nächsten Hund kommt, wenn es nach mir geht, kein Stachel. Damals war es zu meinem derzeitigen Wissensstand die einzige sichere Methode um meinem Hund ein freies Leben zu ermöglichen. Da ging es nicht um Punkte, meinen kaum vorhandenen Ehrgeiz oder sonstwas. Vor 10 Jahren gab es in meinem Leben keine Foren und SL war nicht besonders verbreitet.

    Ich halte es für die größere "Quälerei", den Hund immer an der Leine zu führen oder beim Training immer ein ungutes Gefühl zu haben, was der Hund natürlich auch merkt als über einen bestimmten Zeitraum einen Stachel zu verwenden.

    Zitat

    Aber Du lügst Dir selber dermaßen in die Tasche, das ist nicht mehr schön...


    Inwiefern? Ich wäre damals dankbar gewesen, wenn mir jemand eine andere wirksame Methode aufgezeigt hätte. Aber das war nicht der Fall und im Nachhinein war es nicht das Schlechteste. Vielleicht war es Glück, vielleicht nicht. Mit knappen 18 Jahren glaubt man gerne denen, die glaubhaft sind.

    Zitat

    Frag doch mal Diensthundeführer, die ihre Hunde über Stachel oder sogar TT ausgebildet haben? Wie sicher sind deren Hunde? Wenn die ehrlich sind, werden sie Dir sagen, daß sie hoffen, daß der Hund nie los gelassen werden muß, weil er nicht mehr ablassen würde, wenn es drauf ankäme und der Hund das Hilfsmittel gerade nicht um hätte.


    Ich kenne sehr viele, weil die in unserem Verein privat trainieren. Die sind alle mit Starkzwang ausgebildet und keine tickende Zeitbombe. Sie lassen vom "Opfer" bei der Arbeit ab und leben in der Familie des DF. Vielleicht ist es Glück, vielleicht nicht.

    Ich propagiere nicht:"Stachel ist supi, spart Arbeit, Zeit und Nerven!". In den falschen Händen ist jedes Hilfsmittel ein Graus und das Ziel ist, dass man keines je nutzt.

    Nichts für ungut und schönen Abend noch ;)

    Ich habe den Stachel damals eingesetzt in der UO, weil mein Hund zu der Zeit nicht einfach war, d.h. der Gehorsam war nicht so, wie ich das gewollt habe und er sich mehr als einmal aus "Triebüberschwung" einen anderen Hund greifen wollte.

    Da gab es dann folgende Möglichkeiten:

    1. Hund nur noch an der Leine lassen
    2. hoffen, dass es auch mit gutschigutschi was wird
    3. die Unterordnung so zu festigen, dass er unter Kontrolle ist, egal, was passiert

    Ich habe mich für Variante 3 entschieden und würde es wieder tun. Die anderen enthalten ein nicht zu verachtendes Restrisiko, was mir zuviel war.

    Zitat

    Aber ich rege mich ja auch nicht über die fachgerechte Anwendung in der Ausbildung auf, sondern über die Leute, die das Ding als normales Halsband nutzen, weil der Hund anscheinen ohne gar nicht mehr kontrollierbar ist!!
    Schlimm eben, daß man die Dinger überall kaufen kann, ohne daß sich jemand darum schert, ob der Benutzer auch weiß, was er da in der Hand hält.


    Da bin ich ganz bei Dir.

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    Letzteres kann ich mir nicht wirklich vorstellen :hust:

    Ich war früher auch sehr skeptisch und habe es abgelehnt mit dem Stachel zu arbeoten: das Angebot kam von einem alten VPGler in unserem Verein (lang lang ist´s her), der meine Rüden total geil fand und den richtig hochtreiben wollte. Ist richtig, Hund ist 1 Jahr alt, ein paar Wochen bei mir, noch kein Grundgehorsam vorhanden, aber der Stachel soll´s sein. Habe dankend abgelehnt.

    Angefangen habe ich damit, als der Hund ca. 3 war. Mein UO-Trainer wurde seinerseits von der LV-Meisterin im VPG an die Hand genommen und hat meinem Hund und mir den letzten Schliff gegeben.

    Was soll ich sagen? Punktgenaues minimales Einwirken war nun möglich und der Hund hatte die Chance zu verstehen, was genau ich wollte. Der kriegt sich auch heute, 7 Jahre später, kaum noch ein, wenn er das Stachelhalsband sieht. Vor Freude.

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    Sicher geht es immer auch um die Handhabung, ich kann meine Moxon auch meinem Hund hinter die Ohren klemmen und den Stop zuziehen. Dann wird aus einer harmlosen Leine ein fieses Mittel.
    Also liegt es immer in der Verantwortung des Halters, was er mit seinem Hund anstellt.

    Jedes Mittel ist nur so gut wie der, der es anwendet. Man kann mit einem Kettenhalsband und ner Leine jeden Hund kaputtkriegen, während ein gut geführter Hund am Stachel Spaß an der Arbeit hat.

    Asche über mein Haupt: Ich habe für den Feinschliff im Gehorsam mit dem Stachel gearbeitet.

    Für Grundgehorsam oder Konditionstraining würde ich ihn nicht empfehlen.
    Mir würde aber nie einfallen, an fremden Hunde runzudoktern und Halsbänder umzudrehen. Manches informierende Gespräch hilft da mehr.

    Auch wenn ich mit dem Stachekl gearbeitet habe, sehe ich ihn nicht als Allround-Erziehungshilfe. In passenden Händen am passenden Hund mit dem passenden Trainer kann er für alle Seiten positiv sein.

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    Das ist gut, dass sie ihren DSH so gut im Griff hat. Aber - mal ehrlich - wer hat das schon? 1% oder 2% der HH?

    Wegen der restlichen 99% von HH, die es nicht im Griff haben, ist das Gesetz, wie es ist. Und das ist gut so.

    LG Falbala

    Die Polizisten meinten, dass es auch keine Konsequenzen gegeben hätte bei einem Biss.
    Diese generelle Gefährdungshaftung ist der größte Mist :hilfe: