Beiträge von Fuchshexchen

    Gefühlt, weiß es mittlerweile jeder was das für ein Zucht ist... öffentlich darf man das aus rein rechtlichen Gründen wohl noch nicht beim Namen nennen.

    Ich persönlich habe die Züchterin und ihre Hunde vor etwa drei oder vier Jahren auf einer Ausstellung kennengelernt. Ursprünglich wollte ich dort einmal einen Sheltie holen. Nach der Ausstellung habe ich davon abgesehen, weil die Hunde, die sie dabei hatte, verfilzt waren. Also nicht nur ein knötchen hinter den Ohren sondern verfilzt.

    Mich nervt unglaublich, dass wieder mal alle ihre Hände in Unschuld waschen und keiner was gemerkt haben will.

    In Haus wohnen mehrere Personen, und es müssen definitiv mehr Leute davon gewusst haben.

    Eines schönes Tages beim Gassi, alles war normal, alles war friedlich, alle Hunde im Freilauf wie immer. Casper hat ein paar Meter weiter, ich würde sagen so 30 m, nicht ungewöhnlich jedenfalls, einen Strommast auf einer Wiese markiert, guckt sich dann um und läuft los. Nicht panisch, sondern eher nach dem Motto "Huch, wo sind denn alle, jetzt muss ich aber schnell hinterher!" Wir waren alle um ihn rum und in seiner Nähe, er hat uns auch gesehen und auch mich Pfeifen gehört. Aber beides nicht wieder erkannt... Also hat er sich im flotten Galopp auf den Heimweg gemacht, immer weiter ins weiter weg von uns, immer kleiner werdend. Und lief und lief, die anderen Hunde und ich hinterher, rufend, pfeifend, die Hunde habe ich zum bellen animiert... Er hat das gehört und sich auch umgeschaut, aber überhaupt nicht registriert, dass wir das sind. Irgendwann war er dann außer Sicht, fleißig auf eine stark befahrene Straße zu. Ich völlig in Panik hinterher... Meine Mama angerufen, dass sie sofort zu meinem Haus gehen soll und sich nach ihm umschauen soll, meine Hoffnung war, dass er wirklich direkt nach Hause läuft, die Polizei informiert.

    Bevor sie da ankommen konnte, habe ich auf meinem Handy gesehen, dass jemand bei mir zu Hause geklingelt hat. Mit Casper auf dem Arm. Über die Gegensprechanlage habe ich mich hundertmal bedankt und gebeten zu warten, bis meine Mama da ist.

    Ich hatte so eine Angst um diesen Hund und Casper war völlig planlos was mit mir los ist. Er ist wohl tatsächlich auf die stark befahrene Straße gelaufen, aber ein Auto hat angehalten und ein Mann ihn eingeladen. Was ein Glück war seine Verwirrung so groß, dass er vergessen hat, dass er fremde Männer eigentlich ziemlich scheiße findet.

    Es gibt ein Video von meiner Kamera am Eingang, wie ich nach Hause komme und schluchze. Selten habe ich so geweint und hatte so eine Panik. Mein Puls war laut meiner Uhr bei 190... Nie wieder habe ich das erreicht.

    Ich darf bis heute nicht daran denken, was da alles hätte passieren können. Allerdings hat sich danach ein Bild ergeben aus ein paar Anzeichen, die ich vorher halt einfach dem Alter zugeschrieben habe und er ist tatsächlich dement und das war sein erster richtig offensiver Anfall von keine Ahnung haben wo er ist und was er tun soll. Seitdem läuft er draußen zu 100 % nur noch in der Schleppleine und bekommt Karsivan und Vitamin B Komplex. Diese Episoden sind immer noch sehr selten, mit den Medikamenten quasi nicht vorhanden, aber es ist noch zweimal vorgekommen, dass lediglich die Schleppleine verhindert hat, dass er wieder einfach losläuft. Und in letzter Zeit kommt dazu, dass er in solchen unklaren Momenten ein Ressourcen Thema aufmacht, obwohl er sein Leben lang nie ein Thema mit Ressourcen hatte. Man merkt aber richtig, wenn er wieder klar wird, der ganze Gesichtsausdruck und die Augen vom Hund verändern sich dann.


    Das war übrigens die gleiche Strecke, wo Foxi vor ein paar Jahren diesen vermutlich epileptischen Anfall aus dem Nichts hatte und im Januar Abrakadabra sich das Bein gebrochen hat.

    Ich fürchte, ich kann da endgültig nie wieder lang laufen.

    Danke schön 🥹

    Das ist auch absolut toll, daß ihr da so konsequent seid. Du glaubst nicht wie viele HH nach ein paar Wochen keinen Bock mehr auf den Umstand haben und nach dem Motto wird schon, den Hund dann machen lassen. Und meist haben die nur einen Hund. Das geht auch erstaunlich oft gut, aber es ist doch bekloppt die Gesundheit des Hundes aufs Spiel zu setzen, weil es mal ein bisschen anstrengender wird.

    Ich bekomme von Anfang an ständig zu hören, das man das toll finden würde wie konsequent ich bin, aber man selbst würde das nie so handhaben. Da ist dann alles dabei von "ich würde eine Leine dran machen und ihn im Bett schlafen lassen" bis "ich würde ja auf dem Boden schlafen" bis "ich würde halt einfach das Sofa verbarrikadieren"

    Auch Tipps wie Flexileine draußen, Hermine zu ihm in den Kennel setzen, und so weiter ...

    Mich hat das zum Teil richtig wütend gemacht, weil ich mich sehr hartherzig gefühlt habe. Dabei ist es mir wirklich nicht leicht gefallen und fällt es auch immer noch nicht. Er ist so ein quirliger kleiner Kerl, dem Körperkontakt sehr wichtig ist. Ihn zunächst dauerhaft und selbst heute noch den großen Teil des Tages so zu separieren und einzusperren tut mir unglaublich leid, auch wenn es zu seinem besten ist