Ich versuche das mal aus meiner laienhaften Sicht zusammenzufassen, so wie ich es mir inzwischen erklärt bekommen und verstanden habe, ohne Anspruch darauf, das fachlich perfekt ausdrücken zu können.
So wie ich es verstanden habe, wird eine Versorgung mit Platte und Schrauben ja nicht gemacht, damit sofort wieder volle Belastung möglich ist, sondern damit der Bruch stabil geführt wird und eine ganz minimale, kontrollierte Bewegung überhaupt erst erlaubt werden kann. Gerade beim (jungen) Hund ist eine komplette Immobilisation über Wochen weder realistisch noch unbedingt sinnvoll, weil gerade Muskeln sonst stark abbauen würden. Es geht also nicht um „Belasten“, sondern um vorsichtige, geführte Bewegung im Rahmen dessen, was die Stabilisierung hergibt.
Bisher war es bei uns so, dass Abrakadabra von 24 Stunden am Tag mindestens 22 Stunden in der Kiste verbracht hat. Seit Kurzem ist es tagsüber im Salon so, dass er sich dort frei bewegen darf, allerdings wirklich nur deshalb, weil dort keine Bewegung an der Tagesordnung ist, sondern Ruhe, Schlafen und Dösen. Er nutzt diese Zeit fast ausschließlich, um mit den anderen zu kuscheln, Körperkontakt zu haben und zu schlafen, was ihm sichtlich guttut und er wirklich sehr vermisst hat.
Alles, was irgendwie Schwung, Tempo oder unkontrollierte Bewegung bedeuten würde, findet weiterhin nicht statt. Kurze, langsame Leinenrunden bzw eben Bewegung an der Leine, während die anderen frei laufen, bleiben das Höchste der Gefühle.
Und auch wenn ich mich wirklich sehr darauf gefreut hatte: Mein Tierarzt hat mir heute am Telefon noch kein grünes Licht fürs Schlafen im Bett nächste Woche gegeben. Also zögern wir das schweren Herzens noch weiter hinaus, auch wenn es mir ehrlich gesagt echt schwerfällt, weil ich mich darauf emotional sehr eingestellt hatte. Aber am Ende geht Sicherheit eben vor.