Beiträge von Fuchshexchen

    Wer jetzt aufgrund eines Crufts BIS aus allen Wolken fällt und Rückschlüsse bis in den letzten Winkel der Rassehundezucht zieht, dessen grundlegende Fähigkeit zur Differenzierung und Informationsgewinnung scheint auch eher schwach ausgeprägt

    Es ist doch aber nicht nur einer. Solche Sachen kommen immer wieder mal vor.

    Und es ist ja auch nicht nur das sondern es werden massenhaft qualzuchten unter dem FCI gezüchtet, in allen Ländern. Und wie man sieht, gewinnen diese auch noch hohe Preise, obwohl selbst Tante Emma, die noch nie einen Hund hatte, problemlos erkennen kann, dass dieser Hund nicht gesund ist.

    Ich bin selbst Mitglied in einem Verein, der dem VDH und somit auch dem FCI unterstellt ist, falls man das so ausdrücken kann.

    Spannend ist ja, dass in der Humanmedizin dazu geraten wird Babys im ersten Jahr der Beikost möglichst abwechslungsreiches Essen zu geben, damit das Immunsystem das kennenlernt und nicht als gefährlich einstuft. Auch klassische allergieauslösende Lebensmittel. Woher kommt dieses komplett konträre Vorgehen zur Hundewelt? (Meine Hunde haben als Welpe auch Kontakt mit allem quer Beet. Ich habe bei denen keine Allergieprobleme gegen Futtermittel.)

    Der Gedanke mit dem „Aufsparen“ von Proteinquellen kommt vor allem daher, dass Hunde oft sehr monoton gefüttert werden, also über Jahre immer dasselbe Futter bekommen, außer vielleicht mal hier und da ein Snack oder Leckerli, bei dem es dann auch mal etwas Exotischeres sein darf, einfach weil man dem Hund ab und zu etwas Besonderes gönnen möchte. In solchen Fällen kann es durchaus sinnvoll sein, bestimmte seltenere Proteinquellen bewusst wegzulassen, damit man für den Fall der Fälle bei einer Ausschlussdiät noch eine wirklich neue Option hat. Beim Menschen wäre dieser Ansatz kaum praktikabel, weil wir im Laufe unseres Lebens ohnehin eine riesige Bandbreite an Lebensmitteln essen und es außerdem oft einfacher ist, auf einzelne Dinge zu verzichten, weil es so viele Alternativen gibt.

    Trotzdem sehe ich das persönlich ähnlich wie du. Meine Hunde bekommen von dem Tag an, an dem sie hier einziehen, von allem ein bisschen… Nassfutter, Trockenfutter, Essensreste, Fleisch, Gemüse, Obst, gekocht und roh. Damit habe ich einfach die besten Erfahrungen gemacht.

    Ich weiß nicht, ob das hier schon Thema war, aber wusstet ihr, dass der diesjährige Crufts Best in Show Gewinner einem Mann gehört, der früher wegen Tierquälerei verurteilt wurde und der den Hund auch selbst im Ring geführt hat?

    Bei einer Kontrolle wurden damals Hunde gefunden, die laut Gerichtsbeschreibung „kahl, schäbig und schmutzig“ waren, mit starkem Parasitenbefall, Hautproblemen und insgesamt wirklich schlechten Haltungsbedingungen. Ein älterer Hund hatte eine schwere, unbehandelte Ohrenentzündung, die so lange ignoriert wurde, bis später sogar das Innenohr operativ entfernt werden musste.

    Das Ganze liegt zwar über zwanzig Jahre zurück und offiziell heißt es, seitdem sei nichts mehr vorgefallen. Trotzdem finde ich es ehrlich gesagt schon schlimm genug, dass jemand mit so einer Vorgeschichte überhaupt noch Hunde halten darf. Dass dieselbe Person dann bei der größten Hundeausstellung der Welt nicht nur starten darf, sondern am Ende sogar Best in Show gewinnt, finde ich ehrlich gesagt ziemlich befremdlich.

    Gerade wenn solche Veranstaltungen immer als Aushängeschild für verantwortungsvolle Zucht präsentiert werden, hinterlässt das bei mir zumindest ein ziemlich schales Gefühl.

    Und ganz ehrlich… ich verstehe langsam immer besser, warum manche Menschen sagen, sie möchten keinen Hund vom Züchter. Wenn selbst solche Strukturen und „Kontrollen“ am Ende offenbar nicht verhindern, dass so etwas möglich ist, stellt sich schon die Frage, warum man überhaupt Wert darauf legen sollte, dass ein Züchter Mitglied in irgendeinem Club ist.

    9 Wochen nach dem Unfall führe ich so langsam, aber sicher die ersten Freilaufeinheiten mit allen ein. Spielen ist weiterhin untersagt, und an den Wiesen, wo normalerweise getobt wird, kommt er auf jeden Fall wieder an die Leine. Heute Abend werde ich dann das erste Mal sehen, wie der Freilauf im Wohnzimmer so aussieht. Solange es kein wildes Sofahoch- und runtergehüpfe gibt, sollte es klappen.

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    Ich finde ehrlich gesagt, dass du dir da sehr viele ehrliche Gedanken machst und das allein spricht schon sehr für dich.

    Man liest ziemlich deutlich heraus, dass du den Hund nicht einfach „loswerden“ willst, sondern wirklich versuchst eine Lösung zu finden, die für ihn passt. Und manchmal gehört zur Verantwortung eben auch dazu, sich einzugestehen, dass die eigenen Lebensumstände langfristig vielleicht doch nicht optimal sind.

    Ein Hund kann natürlich auch mal ein paar Stunden alleine sein, aber regelmäßig 12 Stunden außer Haus und zusätzlich noch mehrtägige Dienstreisen sind schon eine Hausnummer. Wenn dann auch noch die Betreuung durch deinen Vater wegfällt, wird es schnell schwierig, das dauerhaft stabil zu organisieren.

    Ich finde es deshalb überhaupt nicht verwerflich, darüber nachzudenken, für den Hund ein Zuhause zu suchen, in dem er im Alltag einfach besser eingebunden ist. Gerade wenn du das über die Züchterin laufen lässt, ist die Chance ja recht gut, dass er wieder in passende Hände kommt.

    Und ganz ehrlich: Verantwortung heißt nicht immer „ich halte unter allen Umständen daran fest“, sondern manchmal auch „ich treffe eine Entscheidung, die für den Hund langfristig besser ist“, auch wenn es einem selbst schwerfällt.

    Das habe ich tatsächlich schon ein paar Mal nach Narkosen gehört, gerade bei älteren Hunden. Die Medikamente können die Muskulatur und auch die Nervensteuerung der Blase noch eine Weile beeinflussen. Dann passiert es, dass im Liegen oder beim Schütteln einfach ein bisschen Urin abgeht, obwohl der Hund eigentlich gar nicht richtig muss.

    Meist normalisiert sich das wieder, wenn die Narkose und der ganze Stress für den Körper komplett verarbeitet sind. Eine Woche ist da noch nicht unbedingt ungewöhnlich.

    Wenn es aber länger anhält oder häufiger wird, würde ich sicherheitshalber noch einmal beim Tierarzt nachfragen. Manchmal kann so eine Narkose auch eine latente Blasenschwäche oder eine beginnende Inkontinenz sichtbar machen, die vorher noch nicht aufgefallen ist.

    Solange sie ansonsten fit wirkt, normal frisst und draußen normal pinkelt, würde ich es erst einmal noch ein bisschen beobachten.