Ich weiß nicht, ob das hier schon Thema war, aber wusstet ihr, dass der diesjährige Crufts Best in Show Gewinner einem Mann gehört, der früher wegen Tierquälerei verurteilt wurde und der den Hund auch selbst im Ring geführt hat?
Bei einer Kontrolle wurden damals Hunde gefunden, die laut Gerichtsbeschreibung „kahl, schäbig und schmutzig“ waren, mit starkem Parasitenbefall, Hautproblemen und insgesamt wirklich schlechten Haltungsbedingungen. Ein älterer Hund hatte eine schwere, unbehandelte Ohrenentzündung, die so lange ignoriert wurde, bis später sogar das Innenohr operativ entfernt werden musste.
Das Ganze liegt zwar über zwanzig Jahre zurück und offiziell heißt es, seitdem sei nichts mehr vorgefallen. Trotzdem finde ich es ehrlich gesagt schon schlimm genug, dass jemand mit so einer Vorgeschichte überhaupt noch Hunde halten darf. Dass dieselbe Person dann bei der größten Hundeausstellung der Welt nicht nur starten darf, sondern am Ende sogar Best in Show gewinnt, finde ich ehrlich gesagt ziemlich befremdlich.
Gerade wenn solche Veranstaltungen immer als Aushängeschild für verantwortungsvolle Zucht präsentiert werden, hinterlässt das bei mir zumindest ein ziemlich schales Gefühl.
Und ganz ehrlich… ich verstehe langsam immer besser, warum manche Menschen sagen, sie möchten keinen Hund vom Züchter. Wenn selbst solche Strukturen und „Kontrollen“ am Ende offenbar nicht verhindern, dass so etwas möglich ist, stellt sich schon die Frage, warum man überhaupt Wert darauf legen sollte, dass ein Züchter Mitglied in irgendeinem Club ist.