Beiträge von Fuchshexchen

    Doch, natürlich darf der Themenstarter eine eigene Meinung haben. Die hat hier auch niemand abgesprochen. Aber wenn man einen Thread eröffnet und um Einschätzungen bittet, dann bekommt man eben genau das: Einschätzungen.

    Dass du hinter der Entscheidung deiner Tierärzte stehst, ist völlig in Ordnung. Das hat hier auch niemand verboten. Die meisten hier gehen einfach von dem aus, was sie selbst mit verletzten Hunden erlebt haben.

    Und genau das wurde hier geteilt: Erfahrungen.

    Das ist kein „rauspicken um anzugreifen“, sondern schlicht der Versuch zu helfen. Ob du diese Hinweise für dich annimmst oder anders entscheidest, bleibt ja sowieso deine Sache.

    Aber ehrlich gesagt verstehe ich dann nicht ganz, warum du überhaupt nach Meinungen und Hilfe gefragt hast, wenn andere Sichtweisen im Grunde gar nicht erwünscht sind. Dann führt die Diskussion nämlich zwangsläufig genau dahin, wo wir jetzt sind.

    Aber es ist doch eine Illusion das man nach so einem Vorfall völlig schmerzfrei sein muss. Ich habe mir mal das Sprunggelenk gebrochen mehrfach. Das wurde operiert ich hatte über Wochen die schlimmsten Schmerzen meines Lebens trotz 800 ibu auch im Ruhezustand.

    Mir wurde von vielen Seiten gesagt das Prellungen oft schlimmer Schmerzen als Brüche. Wieviel Tabletten sollte ich ihr denn geben damit ich sie "ruhig stelle" deiner Meinung?

    Findest du das nicht anmaßend über ihren Zustand zu urteilen? Ich kenne meine Hündin in und auswendig. Sie ist hoch sensibel und zeigt mir jeden pieps an. Wenn sie Schmerzen hat, zeigt sie es mir. Und ich weiß das nicht alle Hunde das machen. Ich hatte vorher eine Rottweilerdame. Sie hat nie gezeigt wenn sie Schmerzen hatte. Erst wenn gar nichts mehr ging.

    Niemand hat behauptet, dass ein Hund nach so einem Unfall völlig schmerzfrei sein muss. Darum ging es nie. Der Punkt war eher, dass Schmerzen nicht unbedingt ein verlässlicher Regulator dafür sind, wie sehr sich ein Hund schont oder belastet.

    Und der Vergleich mit deinem eigenen Unfall hinkt auch etwas. Wenn du dir das Sprunggelenk mehrfach brichst, läufst du ja auch nicht weiter durch die Gegend, scharrst mit dem Fuß oder belastest es nach Lust und Laune. Du würdest dich entsprechend schonen, vermutlich Physio machen und dich an die Vorgaben der Ärzte halten.

    Und genau das ist ja der Punkt: egal ob mit oder ohne Schmerzmittel – nach so einer Verletzung oder OP würde man doch hoffen, dass man sich entsprechend schont. Und wenn dein Hund vor zwei Wochen einen heftigen Autounfall hatte, dann sollte sie definitiv jetzt noch maximal geschont werden. Egal wie.

    Ein Hund kann das aber nicht bewusst einordnen. Der weiß nicht, was gerade im Körper passiert oder warum bestimmte Bewegungen vielleicht keine gute Idee sind. Deshalb kommt dieses ganze Thema Management überhaupt auf.

    Und ehrlich gesagt glaube ich auch, dass wir hier langsam an einem Punkt sind, an dem weiteres Schreiben wenig bringt. Du hast nach Meinungen und Erfahrungen gefragt und genau das haben hier viele Leute gegeben. Wenn diese Meinungen aber nur dann akzeptiert werden, wenn sie dem entsprechen, was man selbst hören möchte, führt die Diskussion irgendwann einfach nur noch im Kreis.

    Die Informationen liegen zusammen und daraus wird jetzt geschlussfolgert und verurteilt.

    Ich habe hier ehrlich gesagt auch keine Verurteilung gelesen. Im Gegenteil… viele haben versucht, ihre eigenen Erfahrungen zu teilen und zu erklären, warum bestimmte Dinge häufig empfohlen werden.

    Du hast ja selbst nach Meinungen und Einschätzungen gefragt und um Hilfe gebeten. Dann ist es eigentlich nur logisch, dass Menschen auf Basis der Informationen, die du hier gibst, ihre Gedanken dazu äußern. Das ist kein „Schuldig sprechen“, sondern genau das, worum du ursprünglich gebeten hast.

    Viele hier schreiben aus eigener Erfahrung mit verletzten Hunden und nicht, um dir etwas zu unterstellen. Dass man diese Hinweise nicht unbedingt hören möchte, kann ich verstehen. Aber sie kommen nicht aus der Luft.

    Eine Zweitmeinung in einer Klinik einzuholen finde ich übrigens absolut sinnvoll. Genau dafür sind Tierärzte und Kliniken da. Nur bedeutet das nicht automatisch, dass die Hinweise hier im Thread plötzlich wertlos oder als Angriff gemeint waren.

    Na dann ist doch alles in Ordnung?

    Ich verstehe, dass du das Thema für dich so entschieden hast, und am Ende trägst du natürlich auch die Verantwortung für deinen Hund.

    Nur ganz ehrlich… der Punkt, den viele hier angesprochen haben, ist keine Schuldzuweisung, sondern schlicht Erfahrung. Boxenruhe oder stark eingeschränkte Bewegung wird nicht vorgeschlagen, weil Menschen Hunde gerne „wegsperren“, sondern weil viele Verletzungen genau dann wieder Probleme machen, wenn der Hund sich doch mehr bewegt als eigentlich gut wäre.

    Und dass Schmerzmittel keine Leckerlis sind, da sind wir uns vermutlich alle einig. Gleichzeitig werden sie in der Tiermedizin nicht aus Spaß eingesetzt, sondern weil Schmerzen eben massiv Einfluss auf Heilung und Belastung haben können.

    Am Ende musst du natürlich deinen Weg mit deinem Hund finden. Aber nur weil andere Lösungen für dich nicht infrage kommen, heißt das nicht automatisch, dass sie grundsätzlich Unsinn sind.

    Naja die Ärzte sagten es ist nicht gut wenn sie die Schmerzen nicht spürt. Da wird sie übermütig und über ihre Grenzen gehen, sich überlasten und Heilung hinauszögern

    Ich muss zugeben, dass ich den Gedankengang dahinter nicht so ganz verstehe. Schmerzmittel werden ja nicht nur gegeben, damit der Hund „nichts merkt“, sondern auch, weil Schmerzen selbst Stress für den Körper sind und Heilung beeinträchtigen können. Ein Hund mit Schmerzen bewegt sich oft ungleichmäßig, spannt Muskulatur an oder belastet schief, und genau das kann den Heilungsprozess eher erschweren als unterstützen.

    Der Punkt mit dem „sie soll merken, dass sie sich schonen muss“ wirkt für mich deshalb etwas... Naja. Die Verantwortung dafür, dass sich ein Hund schont, liegt am Ende beim Besitzer und nicht beim Hund selbst. Gerade bei so einer Rasse kann man doch kaum erwarten, dass der Hund seine Grenzen eigenständig erkennt und sich entsprechend zurücknimmt. Dafür gibt es Management zu Hause: Leine, Ruhe, kontrollierte Bewegung usw.

    Und ich finde ehrlich gesagt auch den Gedanken ein bisschen traurig, einem Hund bewusst keine Schmerzmittel zu geben, damit er sich weniger bewegt, statt dem Besitzer zu erklären, wie man diese Schonung organisiert.

    Bei Abrakadabra ist die Situation ja ganz ähnlich. Er ist ebenfalls noch sehr jung und eigentlich ein ziemlich aktiver Sheltie und hat sich Anfang des Jahres ein Bein gebrochen. Trotzdem wäre weder mein Tierarzt noch ich auf die Idee gekommen, ihm deshalb keine Schmerzmittel zu geben, im Gegenteil. Die Schonung läuft über mich: Boxenruhe, kontrollierte Bewegung, Management im Alltag und eben darauf achten, dass er sich nicht übernimmt. Das ist letztlich meine Aufgabe und nicht die des Hundes.

    😊 Danke dir.

    Das war tatsächlich auch ein Grund, warum ich überhaupt mitgemacht habe. Ich wollte zeigen, dass die „Verrückte mit den vielen Hunden“, die ihre Hunde auch noch färbt, keine Tussi ist und sich durchaus mit Hunden auskennt.

    Mir war wichtig zu zeigen, dass so viele Hunde nicht einfach nur zu halten und ein bisschen bunt zu machen sind, sondern dass sie auch adäquat versorgt, trainiert und ausgelastet werden müssen.

    Ich fand es schön zu sehen, wie viele Vorurteile ich damit ausräumen konnte. Ich habe wirklich viele Nachrichten bekommen von Leuten, die meinten, sie hätten mich im ersten Moment fürchterlich gefunden … gerade wegen der Farbe. Aber ihre Meinung hat sich dann ziemlich schnell geändert. Und das finde ich wirklich großartig.

    Schade fand ich nur, dass man vom Gassi gehen nicht so viel gesehen hat. Wir verbringen wirklich viel Zeit draußen. Auch das Thema Pflege hätte man noch mehr zeigen können, aber dafür war vermutlich einfach kein Platz mehr, wir hatten ja sowieso schon außergewöhnlich viel Sendezeit