Beiträge von Fuchshexchen

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    So wie es aussieht hat das kleine Omili gerade einen heftigen spondylose Schub. Gestern war nach 20 Tagen ausschleichen der erste Tag ohne Cortison... Das wird wohl leider nichts.


    Nun hat sie Schmerzmittel drin, gerade eine halbe Stunde Rotlicht bekommen. Und jetzt schläft sie.

    Gut… dann gebe ich an der Stelle jetzt tatsächlich auf. Diese Art von Sturheit habe ich schon bei manchen Menschen nicht verstanden.

    Dabei gäbe es doch so viele Möglichkeiten, wenn ein Hund ein bestimmtes Schmerzmittel nicht gut verträgt. Man kann ein anderes ausprobieren. Man kann die Dosis anpassen. Man kann gemeinsam mit dem Tierarzt nach einer Lösung suchen. Oder… ach lassen wir das.

    Abrakadabra war nach seiner OP ziemlich „high“ von den Schmerzmitteln. Ich habe es ihm ehrlich gesagt gegönnt. Wenn man Schmerzen hat, ist es manchmal einfach okay, wenn sie ein bisschen gedämpft werden.

    Können wir uns darauf einigen das ich sehr wohl einschätzen kann wann und ob mein Hund leidet? Mit solchen Aussagen kann niemand etwas anfangen. Jeder Hund ist anders.

    Bitte fühl dich davon nicht angegriffen. Ich möchte damit wirklich nichts von dem anzweifeln, was du über deinen Hund schreibst. Das ist einfach nur ein Erfahrungsbericht von mir.

    Ich habe seit mittlerweile 16 Jahren Hunde, arbeite beruflich mit ihnen zusammen und beschäftige mich auch privat sehr intensiv damit. Ich mache mit meinen eigenen Hunden viel selbst an Physio, lasse aber auch regelmäßig eine Physio draufschauen und versuche generell ziemlich genau hinzusehen.

    Bis letztes Jahr hätte ich außerdem Stein und Bein geschworen, dass ich bei diesem Hund ganz sicher merke, wenn sie Schmerzen hat. Dass sie mir das definitiv anzeigen würde und dass ich so etwas niemals übersehen könnte.

    Das lag auch daran, wie sie sich sonst verhalten hat. Dieselbe Hündin war nämlich durchaus schon der Meinung, wir müssten ihren Fuß amputieren, weil eine Ameise sie gebissen hat. Sie hat den Fuß nicht mehr benutzt, geschrien und war ganz sicher der Ohnmacht nah. Also wirklich großes Drama wegen einer Ameise.

    Und als sie noch jung war, waren wir sogar einmal im tierärztlichen Notdienst, weil sie plötzlich das Fressen eingestellt hatte, komplett apathisch war und sich wirklich so gegeben hat, als wäre sie kurz davor zu sterben. Ich war damals völlig in Panik. Im Notdienst hat der Tierarzt ihr ein Fieberthermometer in den Po geschoben… es machte ganz sanft fffft – und der Hund war sofort wieder entspannt und fröhlich wie zuvor. Sie hatte schlicht einen quer sitzenden Pups.

    Mit dieser Vorgeschichte war ich wirklich felsenfest davon überzeugt: Wenn dieser Hund echte Schmerzen hat, dann wird sie mir das definitiv zeigen.

    Meine kleinste Hündin hatte über die Jahre allerdings immer mal wieder ganz kurze Phasen, in denen sie ein bisschen steif im Rücken oder im Nacken wirkte. Wirklich nichts Dramatisches. Zwei, drei Tage, dann war es wieder weg. Das war auch nichts Regelmäßiges. Manchmal einmal im Jahr, manchmal zwei Jahre gar nichts. Ich habe das immer als leichte Verspannung oder vielleicht mal einen eingeklemmten Muskel interpretiert, ihr ein bisschen Schmerzmittel gegeben, sie warm gehalten und dann war das Thema auch wieder erledigt. Ansonsten war sie immer ein fröhlicher, frecher kleiner Terrier.

    Ende letzten Jahres hat sich dann durch einen Vorfall herausgestellt, dass sie eine massive Spondylose hat. Und mit massiv meine ich wirklich massiv. Das bedeutet im Rückblick leider auch, dass das, was ich all die Jahre als „ein bisschen steif“ oder „da sitzt wohl was im Muskel“ eingeordnet habe, vermutlich starke Schmerzen gewesen sein müssen. Spondylose ist kein Spaß.

    Auch im Salon sehe ich immer wieder Dinge, bei denen Hunde ganz offensichtlich starke Schmerzen haben müssen, ohne dass ihre Menschen das vorher bemerkt haben. Vergammelte Zähne, bei denen der Unterkiefer schon angegriffen ist. Eingewachsene Grannen, bei denen unter dem plüschigen Fell die ganze Pfote rot, geschwollen und entzündet ist. Und das sind keine Zwingerhunde und auch keine klassischen Tierschutzfälle, sondern ganz normale Familienhunde.

    Hunde sind Meister darin, Schmerzen zu verstecken. Und mit Meister meine ich wirklich Meister. Bis letztes Jahr hätte ich wirklich Stein und Bein geschworen, dass ich ganz sicher merke, wenn mein eigener Hund Schmerzen hat. Tja… turns out: mein kleiner Terrier hat das ganz hervorragend verborgen.

    Wie gesagt, das ist wirklich nicht als Kritik gemeint, sondern nur als meine persönliche Erfahrung mit dem Thema.