Beiträge von WorkingDogs

    Und es gab auch damals schon die Idealisten, die sich den schwierigen und bissigen Hunden annahmen.

    Ein Vereinskollege von mir hat in jüngeren Jahren bewusst die Hunde geholt, mit denen andere nicht klar kamen (sehr gerne auch die die ihre Besitzer krankenhausreif gebissen haben). Die wurden dann sauber gemacht, liefen im Sport oder gingen in den Dienst.

    War völlig normal, aber damals hat auch kein Hahn danach gekräht WIE dieses Ziel erreicht wurde und nein, das war kein Puschieweg, da sind wir eher im Bereich der massiven Starkzwänge.

    Das wird in der Diskussion auch gerne vergessen, was früher auch völlig normal war und niemanden interessiert hat. Wer will denn heute noch solche Hunde übernehmen und sauber machen? Da kommt doch schon ne Anzeige weil der Hund tagsüber im Zwinger ist.

    Wir hatten den Fall jetzt die letzten Jahre im Bekanntenkreis. Der Hund konnte nur noch nachts raus, da kamen Anzeigen weil der gefährliche Hund tagsüber im Zwinger war, einschläfern wollte den niemand, im Tierschutz hat sich niemand gefunden. Einer absolute Gefahr für seine Umwelt, dazu ein viel zu netter Besitzer im Umgang. Ein Glück ist der Hund dann verstorben. Ja, klingt hart, aber es war nur noch eine Frage der Zeit bis zu einem schweren Unfall.

    Und dennoch wurde es als "geht gar nicht" hier hingestellt.

    Hast du da mal ein konkretes Beispiel? Man verfolgt den Thread ja nun nicht live, ich habe in der Tat nur die Beispiele mitbekommen wo Erfahrungen geteilt wurden, wo es wirklich stark übertrieben wurde. Oder eben die HSH Seite der man einfach hilft wenn man als Hundehalter die Toleranz was das bellen angeht nicht noch überstrapaziert und sich einfach über Rücksichtnahme gefreut wird.

    Für die meisten hier, die sich so über diejenigen aufgeregt haben, die geschrieben haben, dass sie solche Situationen zum trainieren nutzen, eben nicht.

    Kommt halt drauf an (und genau das schrieb ich doch?) was trainieren ist: "Kurz korrigieren" ist ja was anderes als vorm Zaun rumzuhampeln oder einfach ewig rumzustehen und zu hoffen, dass der eigene Hund das Pöbeln einstellt, wenn man es ignoriert.

    Und kurz korrigieren ist völlig okay. (s.o.)

    Genau, und nur weil man trainiert ist das ja auch nicht zwingend was sinnvolles. Gibt ja einfach so Experten die dann die ganze Zeit auf und ab laufen oder Situationen noch unbewusst anheizen. Auch korrigieren ist nicht immer der heilige Gral, grade bei hohen Trieblagen stachelt man damit bestimmte Hundetypen erst recht an Gas zu machen.

    Wenn es die Halter stört, kann ich da auch nichts dran ändern.

    Niemand ist davon genervt wenn Menschen ganz normal unterwegs sind und sich auch kurz Zeit nehmen ihre Hunde zu ordnen, es ging um Hundetrainer die bewusst ihre Kurse an solchen Stellen abhalten oder Hundehalter die permanent auf und ab laufen.

    Ich verstehe gar nicht wie man das direkt auf sich beziehen kann und ins rechtfertigen kommt, wenn man sich ganz normal verhält.

    Und ja, es ist legitim Hunde am Zaun bellen zu lassen (hier hilft das auch maßgeblich gegen Einbrüche und Diebstahl und nein, eine Alarmanlage oder Kameras sind nicht die Lösung).

    Wenn man im gesetzlichen Rahmen bleiben möchte, dann kann da aber kein Hundehalter oder gar eine Hundeschule Ewigkeiten sein Training abhalten und die gesamte Nachbarschaft damit überstrapazieren.

    Eine Versicherung ist keine Aktie, daran „lohnt“ sich nichts, sondern man zahlt dafür eine gewisse Sicherheit gegen unvorhergesehenes zu haben.

    Diese Versicherungen wird es nur geben, solange sie sich unterm Strich für den Versicherer lohnen und nicht für sämtliche Versicherungsnehmer.

    Meine Gebäudeversicherung kostet auch 600€ im Jahr und dort kräht kein Hahn danach ob es sich „lohnt“.

    Der Hund stammt aus einer Beschlagnahmung und ist in eine Einrichtung gekommen, die Erfahrung mit entsprechenden Kalibern hat. Es ist dort zu Vorfällen gekommen, er hat auch mehrmals Maulkörbe etc. zerlegt woraufhin es dann zu Unfällen gekommen ist. Ergo hat das verantwortlich Amt über einen Zeitraum von länger als einem Jahr immer wieder von Beißvorfällen hören müssen. Wie gesagt, wir reden hier von einer spezialisierten Einrichtung (Tierheim mit auf aggressive Hunde spezialisierte Trainerin, bekanntes Gesicht aus dem "Resozialisierungsumfeld). Einen regelmäßigen Gassigänger hat er, nachdem dieser anscheinend den Maulkorb abgenommen hat, sehr schwer verletzt. Nachdem es schon etliche Male zur Vorfällen gekommen ist, verstehe ich den Entschluss, den Hund nicht in die nächste Einrichtung zu übergeben....


    Die Deadline etc., das ist eine sehr ungünstige Kommunikation, die denke ich dem Amt noch auf die Füße fallen wird. Trotzdem haben wir hier einen Hund, der mehrfach verletzt hat, trotz spezialisierter Unterbringung... Außerdem gibt es zahlreiche Videoaufnahmen, wo der entsprechende Hund mit Betreuungspersonen ohne Maulkorb raumtanzt. Ich würde dementsprechend auch das Vertrauen verlieren...

    Ich finde ja immer erschreckend wie viele Menschen sich da offenbar nicht drüber klar sind, wie viel Verantwortung man da als Amtsvet trägt. Das ist doch der nächste Vorfall mit Ansage den Hund wieder irgendwo hin zu vermitteln. Absolut richtige Entscheidung die da getroffen wurde!