Bei uns waren die Läufigkeiten erziehungstechnisch gar kein Thema, aber mein Rüde hatte gesundheitliche Probleme mit der Prostata und dem Magen entwickelt, vor allem die Prostatathematik zog sich weit über die Läufigkeiten hinaus.
Prostataprobleme fallen mir im Bekanntenkreis bei gemischter Haltung vermehrt auf, wobei ich den Hang zur Hypersexualität bei manchen Rassen generell verstärkt beobachte, während es bei anderen Rassen kaum ein Thema zu sein scheint.
Genauso stressempfindlichkeit und Selbstregulierung.
Unsere Diensthundeschule hat zum Beispiel mit der nun verbotenen Boxenthematik ein Problem, die Hunde dürfen während des Dienstes nicht mehr in den Autos bleiben, sondern müssen in die Zwingeranlage. Viele Malis sind dafür zu stressempfindlich oder generell zu stressig, weshalb der Trend nun wieder vermehrt zum DSH geht, die sind da einfach Stressresistenter und ausgeglichener.
Beiträge von WorkingDogs
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Okay, da hast du natürlich recht. Dann revidiere ich meine Meinung insofern, dass ich mir für Ronja ganz allgemein Unterstützung durch den Züchter gewünscht hätte. Sein "Die hat sich da ganz alleine durchgekämpft!" habe ich nämlich schon so verstanden, dass er sich da eben gar nicht eingemischt hat (also auch nicht durch gezieltes Anlegen oder so).
Und später dann, wenn die Welpen allmählich feste Nahrung fressen, achtet man doch eigentlich auch darauf, dass alle satt werden, oder?
Es gibt da ja so viele Abstufungen, ich würde ein anlegen auch nicht als helfen bezeichnen, helfen wäre für mich wirklich ein notwendiges zufüttern mit der Flasche aus welchen Gründen auch immer. So starke Charaktere findet auch nicht jeder verkehrt, für mich wäre das ein riesiges Plus, ich hab auch wenig Probleme mit Ressourcenaggression, damit komme ich gut zurecht.
Helfen ist ja auch nicht immer schlecht, grade bei sehr großen Würfen muss man das ggf. Auch tun. Hier kann man sich ja ebenfalls gut am Zustand der Hündin und der Zunahme orientieren.
Beim späteren zufüttern gibt’s auch wieder verschiedene Meinungen, manche Züchter füttern jeden Welpen einzeln, andere füttern gemeinsam. Ich schaue schon dass keiner zu kurz kommt, genauso wenig wie es sinnvoll ist das einer wesentlich mehr bekommt. -
Ein Kümmerling ist doch nicht gleichzusetzen mit klein oder leicht. Wichtig ist, dass die Welpen ihr Gewicht prozentual im Idealbereich zunehmen, sich korrekt entwickeln.
Ein Kümmerling ist ein Welpe, bei dem das nicht passiert. Der Extra versorgt und behandelt werden muss, damit er sich entwickeln kann. Oder ein Welpe der dahingehend immer auffällig ist und sich einfach nicht normal entwickelt. Das kann jeden Welpen treffen. Bishin zu Welpe die aktiv von der Hündin aussortiert werden.
Es macht überhaupt keinen Sinn einen Welpen zu „mästen“, nur weil er kleiner oder leichter ist. Wenn er prozentual genauso zunimmt wie die Geschwister, dann ist doch alles schick. Manche Welpen sind einfach ein wenig jünger, das merkt man natürlich in der Entwicklung, aber die braucht man ja auch nicht hetzen in dem man sie mästet oder direkt zufüttert.
Grade in der Anfangszeit machen die ja auch nichts anderes als saugen und schlafen. Wenn das soweit läuft gibt’s da auch gar nicht viel zum „kümmern“. Sobald sie aktiver werden füttert man ja sowieso zu. Da gibts dann auch wieder verschiedene Ansichten.
Bevor zugefüttert (also mittels Flasche) werden muss, kann man einen durchsetzungsschwachen Welpen ja auch erstmal durch passendes anlegen unterstützen. Unser Winzling war einfach so plietsch sich immer zwischen die Hinterbeine zu legen, da gabs überhaupt keinen Stress mit den Geschwistern. Die Hündin hat aber auch ausreichend Milch gegeben und es waren eh weniger Welpen als Zitzen.
Als Züchter achtet man doch eh auf sowas wie Milchstau und kontrolliert das Gesäuge, wir legen da immer mal Welpen an oder auch um damit alles gleichmäßig abgesaugt wird. -
Mir fehlt ehrlich gesagt beiden Terriern auch ein wenig der Überblick. Wenn ich mir die Rasseprofile anschaue, passt da wenig mit der Realität zusammen.
Ich kenne zwei Irish Terrier, die sehr anpassungsfähig sein sollen und stoische Ruhe kenne. Beide Rüden, die ich kenne (unterschiedliche Besitzer und Züchter) sind sehr schnell gestresst, jagen gerne und stellen die Ohren gerne auf Duchzug. Der eine ist zudem noch anderen Rüden gegenüber sehr aggressiv. Das ist nur eine Momentaufnahme, aber ich kenne auch vom Lagotto, dass die offizielle Rassebeschreibung doch sehr von der Realität abweicht.
Falls jemand einen guten Tipp hat, wo man sich realistisch informieren kann, gerne teilen.
Ich lese bei deinen Anforderungen keinen Terrier raus.
Die Frage ist, wie ernsthaft du den angestrebten Hundesport betreiben möchtest.
Gut vorstellen könnte ich mir einen Labrador oder Showlinien Border Collie, ich kenne und hatte bei beiden Rassen tolle Vertreter die im Haus angenehm und beim beschäftigen engagiert sind. Aber so sind die Erfahrungen natürlich individuell.
Wenn man richtig ambitioniert ist, dann empfiehlt es sich immer das anzuschaffen was in dem Bereich leistungsmäßig am meisten überzeugt und im Alltag Abstriche inkauf zu nehmen.
Ist einfach die Frage ob das ganze wirklich ambitioniert betrieben werden soll, oder du dir nur einen Hund wünscht der einfach Freude an Beschäftigung hat und den man nicht ständig anschieben und überzeugen muss. -
Der Hund muss für MICH passen bei der Jagd und die besagte Prüfung bestehen damit dem Gesetz genüge getan ist.
Du solltest außerdem bedenken, dass auch der Waidgerechtigkeit genüge getan werden sollte.
Was du in wie fern mal an Gehorsam brauchst und etwas nachdrücklicher vermitteln musst stellst du aber sicherlich noch selbst früher oder später fest.
Ich hab aber auch momentan weder Zeit noch Lust mich mit deiner PO zu befassen, da kann ich fachlich nichts zu beitragen.
Es wäre sinnvoller sich diesbezüglich an ein Fachforum oder Trainer zu wenden, notfalls einfach Fahrwege inkauf nehmen damit es passt. Grade bei Anfängern sollte einfach jemand praktisch draufschauen. Hier sind recht wenig aktive Jäger vertreten, da bist du in einem Fachforum besser aufgehoben. -
Ein leichterer Hund ist ja nichts schlechtes, wichtig ist dass sie prozentual so wachsen wie sie sollen. Also einfach unauffällig sind. Ich hatte auch sowas dabei, da war überhaupt nicht notwendig zuzufüttern oder zu helfen. Ist genauso gewachsen wie alle anderen auch, prozentual gesehen. Wir haben die Hündin sogar behalten und das ist ein ganz normaler, gesunder Hund. Es brauchte auch aber absolut keine Extrabehandlung.
Ich kenne einige Leute die sich bewusst für den kleinsten und leichtesten entscheiden würden. Sofern dieser gesund und aktiv ist.
Schwierig ist es einfach, wenn der Welpe kränkelt und ja eben gepäppelt werden muss. Ich hab damit auch keine guten Erfahrungen, die Fälle die ich kenne sind alle früh verstorben und es sind keine gesunden Hunde draus geworden. Sondern Hunde die früh verstorben sind und ihren Besitzern viel Kummer bereitet haben. -
Aber auch da muss man bei kleineren schwächeren Welpen aufpassen, dass sie genug abbekommen und nicht von den Dicken abgedrängt werden sowie noch genug übrige Milch bekommt.
Bei kleineren Welpen mache ich für meinen Teil gar nichts. Und bei schwächeren Welpen päppel ich auch nicht. Aber ich kann die Entscheidung fürs Päppeln schon finanziell nachvollziehen.
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Glücklicherweise unterstützt man heute die Hündin bei großen Würfen, sonst ist die bei sehr vielen Welpen auf einmal echt "runter". Der Körper verbringt da eine riesige Leistung.
Die genaue Zahl übergroßer Würfe und die anschließende Zuchtsperre ist in der Zuchtordnung des jeweiligen Verbands normalerweise festgelegt.
Es kann schon sinnvoll passieren, viele Züchter füttern aber bei ganz normalen Würfen mit ganz normaler Hündin und ganz normalen Welpen Welpenmilch zu. Und wärmen auch übermäßig. Meine Hündin würde bei einer Heizdecken gar nicht gerne in der Wurfbox liegen wollen, da wäre es auch kein Wunder wenn die Welpen dann zu wenig trinken.
Ab einem gewissen Alter füttert man ja eh zu. -
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Ich würde meinen Radius auch aufs Ausland erweitern, vor allem beim Lagotto stelle ich mir das vielversprechend vor. Außerdem macht es sehr viel Sinn zu den Veranstaltungen der RZV zu fahren und sich die Hunde vor Ort anzuschauen, wenn es entsprechenden Dummyprüfungen gibt, dann würde ich den Weg auf mich nehmen und mir die Hunde dort vor Ort anschauen.