Beiträge von WorkingDogs

    Unser Tierheim hat wohl keinen Anstieg nach Corona zu verzeichnen an Abgabehunden.

    Aber den Punkt, dass das qualifizierte Personal auch gegeben sein muss, finde ich echt wichtig.

    In unserem Tierheim sitzt aktuell ein groß geratener Malimix, der hat mit Sicherheit 70cm Stockmaß und 45kg. Sieht aus wie ein riesiger Mali, ist für einen Mali aber echt nett. Nun hat das Personal teilweise aber Angst vor dem Tier.

    Der Hund sitzt dort, weil eine ältere Frau meinte, sie bräuchte einen Malimix. Hervorragend. Es braucht nicht mehr Plätze, es braucht mehr Verstand bei den Käufern.

    Ich nehme solche Hunde aus dem Bekanntenkreis auch nicht mehr. Kein Bock mehr drauf. Sollen die Leute ihre Suppe selbst auslöffeln. Ist mir mittlerweile auch egal, wie emotional am Ende man zu sein meint, man hat sich damals (oft trotz Warnungen) dafür entschieden. Dann muss man sich einen Zwinger in den Garten bauen und den Hund halt dort verwahren. Groß was anderes passiert im Tierheim auch nicht.

    Unser Gartenhaus ist ja auch gemauert. Ritzen zuspachteln hatten wir eh vor. Sollten wir alle Wände auch frisch kalken?

    Hatten wir an sich nicht unbedingt vor.

    Und die Decke ist aus Holzbalken - vermutlich unbehandelt. Sollten wir da auch was machen?

    Das Milbenthema ist für mich irgendwie ganz abstrakt. Ich will keine Milben im Stall xD

    Danke für die Bilder bisher!

    Ich hab auch gemauert + verputzt + gekalkt und Holzdecke. Bislang keine Probleme mit Milben.

    Gebe aber auch regelmäßig Exolt.

    WorkingDog

    Wo erkennst du bei mir die Absicht und die Rücksichtslosigkeit? Wo provoziere ich etwas, außer in dieser Diskussion? :winking_face:

    Provozieren? Wo provozierst du denn?

    Du hast offensichtlich Probleme mit deinem Hund, im Kontext Sexualverhalten, entsprechend triggern dich läufige Hündinnen. Soweit, so ok.

    Auf der anderen Seite aber zu verlangen, dass Leute mit keiffenden Kleinhunden sich doch einfach mal mehr anstrengend sollen beim erziehen ist halt.. spannend :lol:

    Ich würde sagen, du musst einfach dafür sorgen, dass dein Hund sich weniger sexuell verhält und nicht aus austickt. Du machst es dir wohl zu leicht. :nicken:

    Man könnte aber auch dafür sorgen, dass der kleine Hund weniger provoziert und weniger austickt. Manchmal macht man es sich zu leicht.

    Dass man große Hunde im Griff haben soll, da sind wir uns alle einig. Man könnte aber auch dafür sorgen, dass der kleine Hund weniger provoziert und weniger austickt. Manchmal macht man es sich zu leicht.

    Das fordern.

    Dasselbe gilt ja auch für die läufigen Hündinnen. Bis dato habe ich meinen Rüden im Griff gehabt, wenn manchmal auch mit Schwierigkeiten. Man kennt sich ja. Wenn ich weiß, dass die Hündin läufig ist, dann gehe ich als Rüdenbesitzer andere Wege, wenn ich sie am Horizont sehe. Wenn ich weiß, dass meine Hündin läufig ist, muss ich es auch nicht unbedingt drauf ankommen lassen.

    Mit einer läufigen Hündin gehe ich dieselben Wege und die Rüden müssen eben dran glauben und ihre Besitzer auch. Wie wäre es mal, wenn man die Rücksicht, die man einfordert, auch dem gegenüber zuspricht?

    Aber das schreiben.

    :hust:

    Der örtliche Geflügelzuchtverein ist eine gute Adresse. Ein Buch braucht es eigentlich nicht. Ihr scheint doch alles zu haben. Stall, Auslauf, es kommt eine voliere (super, falls mal stallpflicht ist).

    Vetamt, seuchenkasse und impfen ist wichtig.

    Rassegeflügel trägt in der Regel einen sogenannten Bundesring, der ist in diesem Jahr gelb. Gibt die Rassen natürlich auch ohne Ring.

    Meine gehen selbstständig in den Stall und wollen sich nicht draußen schlafen.

    Spannendes Thema.

    Hierzu hätte ich noch eine Frage: Führt dieses Vorgehen dann im Laufe der Zeit dazu, dass der Hund wirklich -ruhig- ist im Sinne einer gesunkenen Erwartungshaltung? Mein Wunsch bei einem sehr schnell hochfahrenden Hund wäre, dass er von sich aus, intrinsisch entspannter wird und gar nicht mehr fiepsen muss. Bei dem von dir beschriebenen Vorgehen hätte ich "Sorge", dass der Hund seinen Fiepimpuls nur unterdrückt, weil er im Kommando ist. Im Ergebnis ja auch ok.

    Oder habe ich da nen Denkfehler? Wird das Ruhigsein irgendwann verinnerlicht?

    Nein, in meinem ersten Beitrag habe ich aber auch geschrieben, dass ich es nicht anstrebe, dass der Hund „runter fährt“.

    Es geht in diesem Thread ja auch um Hundesport. Nicht darum, dass ich einen Hund auf einen Jagdtag mitnehme, wo selbstverständlich andere Anforderungen herrschen können.

    Aber auch da sind die Hunde nicht alle „ruhig und ohne Erwartungshaltung“. Je nach dem geht es dort schon mit ziemlich viel Action und auch gewollter Lautstärke zu.

    Und das meine ich mit Genetik. Eine Rasse, die von sich aus gerne laut ist (Dackel oder Terrier, zum Beispiel), da hab ich es eben schwerer als beim Retriever.

    . Leise sein gut erklären,

    Das klingt alles sehr schön und trotzdem kann man sich ziemlich wenig darunter vorstellen, wie das abläuft.

    So geht's mir und ich meine, ich habe da schon ein bisschen Einsicht drin...

    Ich versuche es gerne nochmal.

    Ich trainiere das übers laut sein. Meine Hunden lernen es, auf Kommando zu bellen. Das brauche ich zum Beispiel für den Aufbau des Verbellens. Im Zuge dessen lernen die Hunde, dass sie auch wieder leise sein sollen. Das brauche ich ebenfalls im Training, zum Beispiel wenn der Hund beim Bewachen bellt, aber eigentlich ruhig sein soll (wir haben lautes und leises bewachen).

    Und das übt man halt viel, in verschiedenen Situationen und so lässt sich das dann auch fürs fiepen verwenden, wenn man es gut trainiert hat.

    Ja, ich baue „leise“ als Signal auf. Übers laut sein. Also, ich übe mit dem Hund das Laut geben und dann über das Aufhören vom laut sein, das leise sein. Diese Wechsel übe ich dann intensiv, mit Zeitdauer und so.

    Und das Signal hat sich dann für mich auch bei Hunden bewährt, die zum fiepen neigen.

    Oh, noch zum Thema den Hund liegen zu lassen oder nur noch zuschauen zu lassen.

    Damit habe ich im Sportlerkreis ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Vor allem bei jungen Hunden. Da verpassen mir junge Hunde einfach zu viel mit und oft geht es dann so richtig los, wenn sie älter sind und man kommt noch schlechter bei, ich hab noch nie erlebt, dass sowas einfach weggezaubert war. Vom Stress beim Zuschauen ganz zu schweigen, wenn man den Hund nicht anleitet (was man auch oft sieht: "Der Gewöhnt sich schon dran", und dann steigert der Arbeitshund sich so richtig rein).

    Kommt das Thema beim jungen Hund oder Welpen auf, dann machen wir: Basics, Basics, Basics und immer so, dass der Hund das leise sein gut versteht und keinen Frust schiebt.

    Das geht natürlich irgendwo alles Hand-in-Hand. Sehr positiver Leinenführigkeit finde ich hier mega hilfreich, klare Rituale, An- und Abschalten, verständlicher Übungsaufbau. Und immer drauf achten und konsequent mit sich sein, dass man sich die Lautstärke nicht in die Übungen holt. Lieber wieder paar Schritte zurück gehen.

    Ich sehe das so: wenn der Hund für seinen Sport brennt, hat der auch eine hohe Erwartungshaltung. Heißt nicht, dass er nicht entspannt am Rand warten lernen kann, wenn er nicht dran ist (also ich bin dran - nicht dran lernen kann), aber dass die Vorfreude und Erwartungshaltung hoch ist, wenn er sicher weiß, er ist dran... nun, bei meinen Hütis würde ich denken, die sind scheintot, wenn sie sich nicht mehr freuen würden, wenn es los geht. Und wie ein Hund das zeigt, ist ja unterschiedlich. Enya (Border), bellt oder fiept nicht, aber die Körperspannung ist maximal, so zeigt sie das halt. Smilla (Sheltie) dagegen kriegst du nicht ruhig zum Start. Und Smilla musste jahrelang nur zusehen, krankheitsbedingt...

    Ehrlich, dass ist mir so sympathisch! Die Rassen sind halt auch verschieden. Ein Sheltie wäre nicht meins, aber mir graust es mittlerweile, wenn Leute sich laute Rassen holen und dann nur gegenan gehen. Dann doch lieber so und Spaß haben mit Hund.

    Dummysport ist aber auch extrem, da muss man halt drauf achten. Genauso wie ich keinen Hund will, der in der UO permanent am fiepen ist.