Beiträge von WorkingDogs

    Ich bin bei der No Blood Regel auch etwas hin und hergerissen.

    Bitte bitte nicht vergessen dass die FEI international ist. In vielen Ländern ist die Einstellung nun mal anders, daran wird man nichts rütteln! Wir haben hierzulande immer noch ein Tierschutzgesetz, Vetämter und die FN. Abwarten was hierzulande draus gemacht wird. Oft wird nicht so heiß gegessen wie gekocht.

    Bei den Hunden ist es so, dass es regionale Anpassungen gibt. Nach FCI darf ein Hund auch mit 12 Monaten die BH laufen, im VDH gibt es dazu eine Abweichung. So als Beispiel. Nur weil ein Weltverband etwas entscheidet werden nationale Gesetze nicht ausgehebelt und Anpassungen sind da möglich.

    Und übertriebenen Ehrgeiz, der einen dann vielleicht zu nicht mehr ganz so schönem Verhalten dem Tier gegenüber verleitet, kann ja schon ohne Wettbewerb entstehen,

    Ich kann aus Erfahrung sagen das sich da aktuell sowieso viel ändert. Wir haben nicht mehr die harten Hunde von vor 30 Jahren und genug Sportler lernen dass „mehr wollen“ gerne mal dazu führt dass man am Ende gar nichts mehr hat.

    Mehr Ehrgeiz geht ja nur mit Tieren die das, blöd gesagt, auch hergeben und selbst sehr viel wollen. Oder du musst halt ne richtige Koryphäe sein, aber das sind die wenigsten. Das geht nicht so einfach nur weil Mensch das will. Da denken viele zu einfach.

    Die meisten Zwänge entstehen dort wo Unwissen herrscht und gehen sehr oft damit einher dass nie eine Prüfung erfolgreich abgelegt wird, weil völlig dran vorbei gearbeitet wird.

    Wenn es um Selbstdarstellung und Mittel zum Zweck geht fang mit den ganzen Selbstdarstellern auf social Media an... Was da ganz ohne ( hohe) Prüfungen hinter den Kulissen abgeht/ gebilligt wird hat es schon in sich.

    Da geht’s ja teilweise so ab, dass die Hunde eine sportliche Prüfung überhaupt nicht schaffen würden. Und schon gar nicht konstant über mehrere Saisons.

    Nein, ohne den sportlichen Wettbewerb würde die Ausbildung in Arbeitsbereichen weniger innovativ sein und sich die Bandbreite der Genetik zu stark verengen.

    Allerdings muss der sportliche Bereich aufpassen nicht zu losgelöst von Anlagen zu werden.

    Letztendlich macht es auch einfach Spaß gemeinsam auf immer bessere Ausbildung und „höhere Ziele“ zu arbeiten, sich Gedanken zu machen und am Ende auch Lorbeeren zu ernten. Zu prüfen ob das was man sich monatelang überlegt auch am Tag der Tage aufgeht (denn das zählt auch im Dienst!).

    Auch genetisch macht es auf jeden Fall einen Unterschied ob ein Hund konstant leistungsfähig ist oder maximal ein Ortsgruppen-One-Hit-Wonder. Gibt da ja heute schon massive Unterschiede bei Knochen, Zähnen und Nerven.

    Generell sollte man aber aufhören immer einander was verbieten zu wollen, aber so ist das leider heutzutage. Man kann alles infrage stellen und am Ende hat niemand mehr was. Der eine findet Sport ist Qual, der nächste Scherfell oder Fellmassen, irgendwo haben nun mal alle recht weil es überall Extreme gibt und am Ende stehen wir alle ohne unsere Leidenschaft da.

    Manchmal wäre es einfach angebracht Dinge tolerieren zu können auch wenn man sie nicht nachvollziehen oder verstehen kann und sich auf Auswüchse zu beschränken.

    Hätte, könnte, würde, ich hab gehört, meine Cousine dritten Grades hat auch Pferde, mein Nachbar hat mal beobachtet….

    Ja, Profisport ist nicht immer schön, aber dieses Mitreden wollen ohne Ahnung ist eines der Hauptprobleme in der Tierhaltung. Gemeinsam mit der stillen Post.

    Alleine das Thema Stress, ich lache mich hier kaputt. Man gut das Pferde nicht aus Zucker sind, so wie hier offenbar vermutet wird.

    Genug Pferde würden die Arbeit mit ihrem Besitzer der Koppel sogar vorziehen, die muss man alles, aber nicht zwingen.

    Mal als Beispiel: Mein Hund hat immer einen MK beim TA drauf. Sie hat mir noch nie einen Grund dafür gegeben. Noch nie auch nur abgeschnappt. Aber sie ist ein großer kräftiger Hund. Und ich mag meine TÄ und möchte sie gerne behalten. Ergo - auch wenn sie immer schmunzelt, wenn ich mit MK um die Ecke komme , weil die ist ja so nett - ich komme mit MK um die Ecke!!! Einmal hat sie gemeint, ich könnte den ruhig abnehmen. Und ich habe genau wie hier Argumentiert. Großer Hund. 42 Zähne. Ich möchte das mit MK, ich fühle mich damit besser. Gestern habe ich ein Training im Tierpark gehabt. Auch da MK auf dem Hund. Wir haben so eine Situation noch nie geübt. Keine Ahnung wie sie reagiert... War der MK nötig? Nein! Gab es dumme Sprüche? Ja reichlich. Ist mir halt nur inzwischen egal.

    So ist es. Maulkorb, Gehorsam, alles was geht.

    Aber manche sind da bekloppt, Halter wie Ärzte. Kenne ich auch genug von. Und wenn was passiert sind natürlich alle anderen Schuld. Da freut man sich dann noch über den entspannten Tierarzt der ja alles ohne MK macht obwohl das Tier schon mehrfach gebissen hat. Kannst dir nicht ausdenken, es gibt solche Menschen die da wahnsinnig mit rumtun.