Beiträge von WorkingDogs

    In einem meiner Mitgliedsvereine, wo ich nicht mehr aktiv bin, dürfen zum Beispiel nur Hunde SD machen, die auch Prüfungen laufen werden.

    Aussie, Labbi und co sind da tatsächlich raus. Warum? Weil sie dort an die 15 Sporthunde haben und jemand seine Knochen für hinhält. Und davon führt grade mal eine Person einen Hund überregional.

    Der Rest sind Leute, sie sind 2x die Woche auf dem Hundeplatz sind und ansonsten haben die Alltag mit ihren Gebrauchshunden. Fahren mit denen in den Urlaub, gegen Gassi und üben bisschen fürs Training.

    Und das ist auch ok, aber der Trainingsbetrieb ist damit voll und keiner möchte sich dafür kaputt machen, dass Lieschen Müller mit ihrem Mini Aussie mal bisschen beißen üben kann. Für mich total Verständlich.

    Aber auch sowas muss man vorher wissen.

    Und das sind nicht alles krasse Malis oder DSH, die meisten DSH Linien sind gemäßigt, es sind Rottis, Dobis aus Show dabei, sowie Airedale. Grade den Airedale finde ich super, wenn man einen Kompromiss sucht.

    Ich finde es schade, dass nun wieder ein "das sind auch nur Hunde" draus gemacht wird. Ich möchte bezweifeln, dass Gebrauchshunde prinzipiell im Alltag absolute easy entspannte Begleiter sind, die überall frei rumlaufen können, niemals Stress anfangen und sich im Stadttrubel wohl fühlen.

    Vielleicht können wir uns auch einfach auf eine goldene Mitte einigen? Gebrauchshunde braucht man nicht bloß, wenn man "höher, schneller, weiter" durchstarten will, es ist nun aber auch kein Typ Hund für Innenstadt, Hundewiese und Restaurantbesuche :ka:

    Es lebt ja auch nicht jeder im Hamburger Schanzenviertel und möchte 1x die Woche zum BH Kurs.

    Und du hast natürlich recht, oft nimmt man sich den Hundesport vor und dann wird doch nichts draus. Ich sage ja auch nicht, dass man sich einen Sporthund holen muss, nur weil man an Hundesport denkt. Man braucht aber auch nicht die Ambitionen für höheres haben, um die Anschaffung zu rechtfertigen und vorher

    reicht Pudel, Beauceron, Show-Linie und co. Das ist auch nur die halbe Wahrheit, grade wenn man einen Sport machen will, bei dem man auch etwas Genetik braucht.

    Wie du an meinem oben beschriebenen Beispiel siehst, kann man mit Exot teilweise nicht mal Mitglied in einem Verein werden, um überhaupt auf eine Prüfung hintrainieren zu dürfen.

    Oder man darf an der Prüfung nicht teilnehmen, wenn der Hund nicht einer bestimmten Rasse angehört. Oder in einem bestimmten Verein gezüchtet wurde.

    Hängt natürlich immer vom Sport ab, den man betreiben will...

    Das finde ich sehr schade. Absolut unmöglich! Leider habe ich das auch schon erlebt, nicht persönlich, ich führe 0815, aber im Freundeskreis. Ich hasse sowas. Wobei man mir selbst den Mali auf dem SV Platz schlechtreden wollte.

    Aber es ist einfach gut, sowas vorher zu wissen. Das kann mit Exoten leider auch passieren.

    Es ist aber auch so, dass Mali, DSH, Border oder generell Sporthunderassen auch für den normalen, einfachen Hundesportler geeignet sind. Die sind nicht nur was für Profis und die sind im Alltag auch nicht zwangsläufig anstrengender als Begleithundrassen.

    Einen exoten habe ich, wenn ich etwas tue, worauf die Rasse nicht mehr züchterisch selektiert wird. Kann aber auch der Fall sein, wenn ich auf einem Platz bin, wo die Ausbilder andere Hundetypen führen. Grade in Ortsgruppen sind die Ausbilder nicht alles Halbgötter die Gefühl für jeden Hundetyp haben. :grinning_squinting_face:

    Und der durchgezogene Sporthund macht es einem schon leichter, als Rassen, die züchterisch einen anderen Schwerpunkt haben. Die verzeihen einfach mehr Fehler, der Sport macht uU mehr Spaß, man hat nicht 3x so viel Aufwand fürs halbe Ergebnis, man braucht weniger Ausbilderfähigkeiten, findet leichter einen passenden Platz. Also da reden wir nicht davon, dass es direkt darum geht, dass man groß Durchstarten wollen würde, sondern um ganz simplen Hundesport und dem Ziel, einen Hund auch auf Prüfung führen zu können.

    Kann im Alltag aber natürlich dann ganz anders aussehen! Wobei nicht jeder Sporthund im Alltag schwierig ist. Mein junger Mali ist im Alltag weitaus angenehmer und einfacher als diverse Begleithunde die ich in meinem Bekanntenkreis habe. Ist halt eine soziale Linie, ohne Wesensmängel. Sehr angenehm im Alltag, dagegen treiben mich viele Begleithunde in den Wahnsinn mit ihren schwachen Nerven und der Lautstärke :tropf:

    WorkingDogs was würdest du denn als Exot bezeichnen? Meinst Du einfach in der gewählten Sportart ein Exot? Kann mir da nicht so recht was drunter vorstellen :denker:

    Also, ein Pudel ist im IGP selbstredend ein Exot, das müssen wir glaub ich nicht diskutieren.

    Aber auch ein Airedale oder Dobermann kann auf einem SV Platz schon ein Exot sein und der Helfer damit nicht klar kommen. Obwohl es ebenfalls Gebrauchshunde sind.

    Kommt schon auf die Sportart oder den Einsatzzweck drauf an.

    Collies sind ja sogar in ihrer eigentlichen Aufgabe mittlerweile Exoten. Zum Beispiel.

    Worauf ich eigentlich hinaus will, ist dieses "höher, schneller, weiter". Wenn man einfach nur Hundesport machen will, ohne "höher, schneller, weiter", kann der simple Schäferhund zum Beispiel trotzdem die beste Wahl sein. Selbst wenn das Ziel nur ist, dass man Arsch über Latte überhaupt mal eine Prüfung ablegt.

    Und wer schon mal den Frust gespürt hat höher schneller weiter kommen zu wollen, aber der Hund einfach nicht mehr geben kann, dann wird man sich entscheiden müssen, ob der nächste nicht die Rasse wird, die da einfach besser rein passt.

    Alleine schon weil man mit Pudel gern mal auf dem Hundeplatz ausgelacht wird, selbst wenn man gute Arbeit mit dem Hund macht. Vorurteile sind immer da.

    Aber das ist doch was ich meine. Nur, dass ich es nicht "höher, schneller, weiter," nennen würde. Dabei geht es doch selten darum zur Landesmeisterschaft oder Bundesausscheidung zu kommen sondern kann ganz simpel daran scheitern, überhaupt Prüfung zu machen. Und eine Prüfung abzulegen ist kein "höher, schneller, weiter". Es klingt einfach so, als würde man mit exoten simplen Sport auf Ortgruppen-Niveau machen können und für alles weitere brauchts dann geeignete Rassen. Aber das ist ein Trugschluss, mit Exoten kommt man häufig nicht mal bis zur Prüfung und kann schon im simpelsten Hundesportalltag auf diverse Hindernisse und Herausforderungen stoßen. Zum Beispiel dann, wenn die Ausbilder exoten gar nicht können.

    Ich denke, wenn man wirklich den Sport liebt und oben mitspielen will, dann holt man sich einen Hund, der perfekt für diese Arbeit gemacht ist.

    Ein toller Beitrag zum Pudel, die sind absolut klasse!

    Aber dem würde ich gerne widersprechen. Man muss nicht oben mitspielen wollen, damit man Mali, BC, DSH oder sonstwas haben darf. Das sind auch nur Hunde und keine rassebedingten Weltmeister. Die darf man auch haben, wenn man einfach nur Hundesport machen will. Ganz ohne hohe Abitionen, auf Ortsgruppen-niveau.

    Aber für jemanden, der einfach einen sportlichen Hund sucht, ist der Pudel doch klasse, und absolut kein Kompromiss.

    Andererseits: ein Hund ist halt auch kein Hobby, sondern Teil der Familie. Für die Meisten von uns jedenfalls. Ich kann den ja net wie nen Schrank ins Eck stellen, wenn er kaputt is ;-) Sprich, die Menschen sehen eben nicht ein Hobby, das in Gefahr gerät, sondern das Leben und die Gesundheit ihres Tiers, die leiden könnten, wenn man sich eine Behandlung nicht würde leisten können. Und zeig mir dejenigen, der sich angesichts steigender Preise KEINE Sorgen darüber macht. Also, außer Menschen, für die "alles unter 5stelligen Rechnungsbeträgen nur Peanuts" sind *hust....

    Das verstehe ich emotional total, ich habe selber Tiere. Tierärzte sind aber Menschen. Mir kommt nicht in den Sinn, wie man dagegen eine Kampagne fahren kann, dass diese Menschen nun endlich fair bezahlt werden. Und bzgl. des großen Sprunges könnte man auch einfach dankbar sein, dass es noch so günstige Jahre gab. Natürlich tut der Sprung weh. Natürlich war der Zeitpunkt nicht der Beste im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung, aber ich gönne es den Tierärzten vom ganzem Herzem, dass sie endlich die Chance auf bessere Bezahlung haben. Und ich hoffe, dass es Investoren nicht bloß noch mehr in die Branche lockt und dass das Geld auch dort ankommt, wo es sozial hingehört.

    Heimtiere haben einen sehr hohen medizinischen Standard.

    DAS finde ich richtig fies von dir.

    Die Forderungen gegen die aktuelle Gebührenordnung für Tierärzte sind:

    • Die sofortige Überprüfung und Überarbeitung der Gebührensätze hin zu fairen und maßvollen Gebührenerhöhungen.
    • Die Anerkennung der Fakten: Pferde sind landwirtschaftliche Nutztiere.
    • Die ersatzlose Streichung der Hausbesuchsgebühr.
    • Die Rückkehr zu angemessenen Tierarztkosten, die für die vielen Hobbypferdehalter, Vereine und Betriebe der Pferdebranche bezahlbar bleiben.
    • Konstruktive Modelle für die Anwesenheit von Tierärzten auf Veranstaltungen.
    • Die Einschränkung des billigen Ermessens für die Festlegung von Steigerungsfaktoren.
    • Die Verankerung von Transparenz und Verbraucherschutz in der GOT auch für zukünftige Anpassungen.
    • Das Ergreifen sofortiger Maßnahmen zur langfristigen Sicherstellung der Versorgungssicherheit wie mehr Studienplätze etc.

    Eine faire und maßvolle Erhöhung, sieht die FN bei 20-30%. Also, das gleicht dann die aktuelle Inflation aus. Die Gebührenordnung wurde das letzte Mal vor über 20 Jahren erhöht. Wo sind 20-30% fair?

    Fakt soll sein, dass Pferde landwirtschaftliche Nutztiere sind. Aber gleichzeitig geht es um Hobbyhalter. Und auch auf zukünftige Anpassungen möchte man direkt Einfluss nehmen.