Beiträge von WorkingDogs

    Hmmm ich kann den Ärger ja durchaus nachvollziehen.

    Aber es ist ja nun nicht so, dass die "Wolfskuschler" das Tier hier angefüttert und hergelockt haben. Auch handelt es sich nicht um ein Projekt von wieder frei gelassenen Tieren. Sondern es geht um ein Tier, was WIR hier ausgerottet und vertrieben hatten und das auf natürlichem Weg wieder zurückgefunden hat. Ein Tier was lästig war und wo es den Luxus gab, lange Zeit ein Leben ohne ihn zu führen. Wie war das "Die Natur findet immer ihren Weg..."!? Was ist denen denn vorzuwerfen außer das man das Tier nicht abschießen darf aktuell?

    Es geht um den Umgang und die Wertschätzung. und ich sehe jetzt nicht wo das Problem liegt bei einer Erlaubnis nur die Wölfe zu schießen die einen selbst tangieren und sich beim Rest rauszuhalten.

    Und das bringt genau was, wenn Problemwölfe jetzt schon nicht geschossen werden, weil die Jäger 1. keine Lust auf Wolfsjagd haben, 2. hohe Strafen fürchten müssen falls sie den falschen Wolf erwischen und 3. um Leib, Leben und ihre Familien fürchten müssen, wenn sie den Wolf schießen würden?

    So ist es. Selbst wenn’s erlaubt wäre, ich glaube nicht dass sich da all zu viele finden werden.

    Mir wäre meine Zeit ehrlich gesagt auch zu schade, zum Schutz meiner Tiere, ja.

    Aber in irgendwelchen Stadtnahen Ausflugsgebieten die Versäumnisse der letzten Jahre ausbügeln? Nö!

    Zu mal da einfach auch der Ton und Umgang die Musik macht, ist hier doch das selbe. Ständig soll man sich rechtfertigen und es wird nur draufgehauen. Aber dann soll man plötzlich helfen? Nein, danke! :-)

    Davon abgesehen hoffe ich, dass eine solche Sterilisationsaktion auch von der Wolfskuschlerrriege finanziert würde und nicht von Steuergeldern.

    Langsam hörts echt auf. Kein Tier interessiert irgendwen wenn finanzielle Interessen oder einfach nur Aufwand oder Einschränkungen dagegenstehen, und das bis zur Ausrottung. Aber den armen Wolf, dem darf selbst wenn er zur Plage wird nicht ein einziges Haar gekrümmt werden.

    Und als Tierhalter bringt einem das null. Auch das sterilisierte Tier geht ans Vieh oder macht anderweitig Probleme. Und genau, diese Sonderlocke sollen dann mal schön entsprechende Organisationen tragen. Wir Tierhalter kriegen ja auch ständig gesagt dass wir doch quasi selbst schuld wären Tiere zu halten und uns jetzt nicht anstellen sollen.

    Wie es in den Wald reinruft..

    Und auch ein Wolf hätte seine Schonzeit und da hat man in der Zeit einfach Pech gehabt. Wie gesagt, Bejagung und technischer Schutz gehören zusammen. Nur weil der Wolf bejagt wird macht das sichere Zäune nicht obsolet. Aber so ist es auch umgekehrt, nur bei den Zäunen aufzurüsten ist halt auch keine Lösung.

    Naja rechne doch mal ganz einfach kaufmännisch.

    Wie lange dauert es so einen Zaun fachgerecht aufzustellen!? 2-3 Werktage (hab da tatsächlich keine Zeitvorstellung, vielleicht kann wer anders die Wissenslücke schließen?).

    Auch Abschüsse werden ihre Zeit kosten und als Tierhalter kann man sich nicht verlassen, dass die örtlichen Jäger Gewehr bei Fuß stehen. Im Zweifel wird man selbst den Schein machen müssen und zusehen dass man an den eigenen Weiden ansitzt. Jeder Form von herdenschutz kostet Zeit und Nerven, günstig ist es nur wenn kein Herdenschutz benötigt wird.

    b. der Fall, denn ich heute verlinkt hatte. Wo bei einem Hobbyhalter im Oktober Schafe gerissen worden sind und jetzt diesen Monat wieder und kein besserer (ich sage nicht 100%) Zaun aufgebaut wurde, obwohl der vorhanden war. Weil er dachte, er käme nicht so schnell wieder.

    Ja, das sehe ich auch kritisch, auch Abschüsse werden ja Übergriffe nicht plötzlich 100% verhindern und der technisch bestmögliche Schutz sollte natürlich immer angestrebt werden. Generell werden auch Tierhalter mit Verlusten leben müssen. Auch Abschüsse sind nicht der heilige Gral, mit einem Raubtier wird es immer Konflikte geben.

    Das kommt sicherlich alles auf die Zielsetzung drauf an, ich kann ja nur meine Sicht als Tierhalter darlegen, sicherlich mag eine Problemlösung in Stadtwäldern oder Touristengebieten wo es um eine Scheue vor den Menschen geht anders aussehen.

    Wenn ein Raubtier sich auf die eigene Tiere eingestellt hat, bleibt einem relativ wenig Zeit und da wird man auf die Schnelle sicherlich auch keinen Wolfskadaver herbekommen.

    Vergrämen ist auch bei anderen Tieren super individuell, bei manchen einem soll es ja auch schon geklappt haben Wühlmäuse mit Hundekot zu vergrämen, hier war das nie erfolgreich. Tiere sind auch nicht alle gleich.

    Ich persönlich hätte nun aber weder Zeit noch Interesse daran irgendwelche Wölfe scheu zu machen, weder mit Gummigeschossen noch mit irgendwelchen Experimenten, das dürften aber gerne andere ausprobieren. Ich habe nur ein Thema mit übergriffigen Wölfen, und da spielt ein konkreter Beutereiz (=Weidetier) einfach eine Rolle. Wie schon gesagt wurde sind Wildtiere da keine Mimosen und hier hin ich ganz klar für Entnahme.

    Ansonsten ist auch meine Zeit Begrenzt und ich sehe mich beim „Scheuhalten“ nicht in der Verantwortung, sondern setze mich für Abschuss ein. Was Prävention angeht sehe ich die in der Pflicht die das Tier hier haben wollen.

    Du redest wie so viele Leute von komplett sinnlosen Aktionen die schlicht Zeitvergeudung sind weil nicht zielführend.

    Ja, da ist es nach diversen Jahren wo genau sowas immer wieder durchgekaut wird echt schwer noch sachlich zu diskutieren weil man sich da einfach fragt ob man hopps genommen wird oder das alles tatsächlich ernsthaft so gemeint ist.

    Das Argument mit den anderen Ländern gilt auch nur solange wie man den Schein wahren kann, dort würde es keine Selbstjustiz, Entnahmen und Spannungen geben.

    Gibt es ja auch andersrum genauso, da wird Deutschland bei dem Thema als positivbeispiel angeführt und man denkt sich auch nur „ähn, nein???“.

    Ich glaube dahinter steckt die Hoffnung, dass das Gegenüber das ja eh nicht prüfen kann.

    Aber wäre es nicht sinnvoll die Wölfe auf andere Arten zu vergrämen? Für den Lerneffekt wäre dies sicherlich sinniger. Sprich Wolf merkt, an die Weide gehen bedeutet unangenehmes, eventuell sogar ein Schmerz durch ein Gummigeschoss

    Es geht nicht um einen Lerneffekt, sondern um Schadensprävention und Begrenzung.

    Ein Raubtier wird es immer dann und wann versuchen, es geht um Schadensbegrenzung dieser Wiederansiedlung und Kompromissfindung.

    Aber wenn wir die Wölfe wieder in der Landschaft haben wollen

    „Wir“ wollen den Wolf nicht wieder in der Landschaft haben. Ein Teil der Menschen möchte das. Meinetwegen könnte ich gut drauf verzichten, wie schon geschrieben, mit Natur hat unsere Landschaft so oder so nichts zu tun.

    Der Kompromiss wäre einfach, dass man ein paar Wölfe hat und den Rest regulieren kann so dass der Schaden gering bleibt