Beiträge von WorkingDogs

    Zum Thema Veranstaltungen kann ich auch nicht teilen, dass das ja gar nicht kontrolliert werden würde. Und das auch nicht erst seit der neuen Tierschutzhundeverordnung. Vor allem auf Großveranstaltungen durften auch früher schon Leute nach Hause fahren.

    Ja, es wird nicht bei jeder Wald und Wiesenveranstaltung kontrolliert. Das ist aber normal, die Veterinäre haben ja auch mal frei und nicht nur die Hunde zu betreuuen, sondern auch noch andere Arbeiten zu erledigen.

    Sind halt Gutachten, klar können da verschiedene Fazite bei rauskommen.

    Klar, und wie bei allen Gutachten spielt mit Sicherheit auch der Auftraggeber eine Rolle.

    Wieso gibt es eigentlich keine Gutachten aus Deutschland?

    Keine Ahnung, es gibt ja Gutachten aus Deutschland. Aber die beschäftigen sich in der Regel lediglich mit dem Einsatz in der Hundeerziehung und daheim und nicht mit dem Graubereich auf Veranstaltungen, während Arbeitseinsätzen und im Training. Ich denke an diesen Part wird schlicht nicht gedacht, ich darf einen Hund ja auch mal anbinden ohne dass es gleich Anbindehaltung ist. Ich persönlich hätte mit dem Anbinden viel mehr Klemmer als mit einer Box wegen der Verletzungsgefahr, aber es gibt viele Hunde für die das wunderbar funktioniert.

    Hierzu nochmal eine Gutachterliche Stellungnahme die auch sehr gut Differenziert wann von einer Haltung und wann von einer kurzfristigen Unterbringung zu sprechen ist:

    https://tierschutz.vdh.de/weitere-unterl…n-in-hundeboxen

    Die Uni Wien sieht in dieser Anwendung schon Haltung, oder?

    Link Uni Wien von weiter oben

    Sind halt Gutachten, klar können da verschiedene Fazite bei rauskommen. Fakt ist allerdings, dass Behörden hier Vorgaben für Veranstaltungen geben und dann darf man sich da als Tierhalter auch nach richten. Ist doch in allen anderen Themen auch so, ob du nun Hundetrainer werden willst, in punkto Haltungsfragen und Auflagen, gewerbliche Zucht, generell Zucht, welche Unterlagen du zu führen hast. Das ist nun das Gutachten welches der VDH für seine Veranstaltungen heranzieht, weil es sich explizit mit der Anwendung im Hundesport und Ausstellungen beschäftigt, in punkto Erziehungshilfe und Unterbringung im Haus ist das Fazit dieses Gutachtens kein anderes wie bei der Uni Wien.

    Naja, die Hundeschutzverordnung ist in dem Sinne ja schon eindeutig genug, dass der längere Aufenthalt in geschlossenen Boxen auf solchen Veranstaltungen nicht erlaubt ist.

    Meinst du die Tierschutzhundeverordnung? Eine Veranstaltung ist weder das Halten, noch das Züchten von Hunden. Wenn die zuständige Behörde Vorgaben macht, dann hast du schon Rechtsicherheit. Auf Geflügelausstellungen sind die Tiere 3-4 Tage einzeln in Käfigen, ebenfalls abgedeckt und begleitet durch das Verterinäramt. Dafür gibt es diese Behörde doch mitunter. Es gibt ja sogar einen Paragrafen in der Verordnung der explizit Abweichungen durch die Behörde erlaubt.

    § 1 Anwendungsbereich

    (1) Diese Verordnung gilt für das Halten und Züchten von Hunden (Canis lupus f. familiaris).

    (2) Die Vorschriften dieser Verordnung sind nicht anzuwenden

    1.während des Transportes,

    2.während einer tierärztlichen Behandlung, soweit nach dem Urteil des Tierarztes im Einzelfall andere Anforderungen an die Haltung notwendig sind,

    3.bei einer Haltung zu Versuchszwecken im Sinne des § 7 Absatz 2 des Tierschutzgesetzes, soweit für den verfolgten wissenschaftlichen Zweck andere Anforderungen an die Haltung unerlässlich sind.

    Bei uns ist das ganz schlimm mit den Beschwerden. Kann sein das es mittlerweile besser geworden ist. Selbst Touris, die hier durchfahren/laufen, melden und beschweren etwas. Ein Freund ( sein Vater eher), Landwirt, hat eine Ecke von einem Zaun von Brombeeren befreit. Das hat jemand gesehen und ihn gleich verbal angegriffen und das gemeldet. Das sei ja um die Zeit nicht erlaubt usw. Er meinte ob der Person es lieber wäre, wenn die Kühe auf der Straße rumlaufen.

    Im Bekanntenkreis gabs ein komplettes Tierhalteverbote weil der HSH im Stall mit den Pferden gelebt hat. Ein Tierschutz-HSH der sowieso nicht ins Haus wollte.

    Ist nur leider auch ein zweischneidiges Schwert. Aus der Sicht des betroffenen Halters in dem Moment des Riss nachvollziehbar, wenn es denn so ist, dass aus Gründen Risse nicht gemeldet werden. Allerdings verfälscht das ja dann in der Gesamtheit das Bild, weil es weniger Risse gibt in der Aussendarstellung und damit weniger Handlungsbedarf. Angenommen ich habe in Landkreis XYZ 10 Risse in einem Jahr, aber nur 2 werden da gemeldet, dann werden die Behörden da sicherlich nicht den Handlungsbedarf sehen, wie bei 10 bekannten Rissen.

    Du kannst als einzelner Halter ja keinen Kampf gegen Windmühlen gewinnen und irgendwann ist man des Kämpfens auch einfach müde wenn man immer wieder auf der Anklagebank sitzt und einem sowieso keiner glauben mag.

    Wenn die Stimmung so gegen die Halter ist, dass du bei Rissmeldung mit einer Anzeige zu rechnen hast von der Stelle mit der du eigentlich Zusammenarbeiten solltest, dann ist Hopfen und Malz eh verloren dass sich von der Seite irgendwas in Richtung „Handlungsbedarf“ tut. Eine Statistik wäre mir da auch völlig gleich.

    Ich sehe das Versagen hier eher bei der Stelle und nicht beim Tierhalter. Zusammenarbeit und Vertrauen entsteht nicht mit so einer Kultur. Ob gerechtfertigt oder nicht ist an der Stelle ganz egal.

    Das ist als würde dein Tierarzt dich anzeigen weil du die vorgeschrieben Tollwutimpfung vergessen hast oder dir ein anderer Fehler unterlaufen ist. Kann man machen, aber naja, wäre dann auch mein letzter Besuch dort gewesen.

    Klar wird immer was durchrutschen, aber das würde schon mal eine Grundlage schaffen. Hunde beschlagnahmen fände ich absurd (wer soll die denn unterbringen und versorgen?), aber Geldstrafen verhängen.

    Also, Hunden wenigstens 1/3 oder 1/2 Schnauze gesetzlich zuzugestehen ist ja wirklich das Minimum welches schon seit Jahren existent sein könnte. Wie lange haben die NL das gesetzt jetzt schon? 3 Jahre?

    Das macht aus diesem Hundetyp ja immer noch keine gesunden Hunde, da fehlt immer noch 2/3- 1/2 Schnauze! Außerdem diverse andere Probleme!

    DAS finde ich ja so befremdlich, bei Kurznasen, die ja wirklich leiden, da ist man mit so einem Kompromiss happy, bei dem einem Hund immer noch mindestens die halbe Nase fehlt, aber bei anderen Hundetypen wo man nicht mal über Qualzucht sprechen kann, da geht’s dann ums Eingemachte.

    Einfach verrückt.