Der ZHS scheint da wirklich wenig zu machen, das trifft auf andere Sportarten so einfach nicht zu.
Vetchecks gibt es kaum weil da keiner Bock drauf hat seitens der Zuständigen. Tierärzte haben eh schon wenig Zeit.
Es ist bei uns ganz normal das Prüfungen sogar abgebrochen werden wenn ein Hund zeigt das er nicht leisten kann oder sich in der Prüfung verletzten sollte.
ZHS ist leistungstechnisch natürlich hoch anspruchsvoll, deshalb ist es ja so unverständlich das genau dort so viele Fun-Veranstaltungen gemacht werden.
Beiträge von WorkingDogs
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Du glaubst also, wenn das Pferd Samstagmorgen keine Lust auf Turnier hat, reißt es sich los und springt über den Koppelzaun, um zu grasen?
Ne, wir sind ja nicht bei Wendy.
Wenn dein Arbeitsfreudiges Pferd verstimmt ist dann merkst du das doch als Besitzer das etwas anders ist.
Hattest du schon mal arbeitsfreudige Tiere? -
Die Tiere können halt nicht sagen, worauf sie Lust haben
Natürlich können die das. Aber du schreibst ja selbst dass du Anfängerin bist, das Gefühl dafür bekommst du mit Sicherheit wenn du dran bleibst.
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Brauchen wir solche Wettbewerbe wirklich, oder sollte es doch verboten werden?
Gerne sonst nochmal die Eingangsfrage lesen. Es geht nicht darum Missstände zu verbessern, sondern die Frage ist ob das alles verboten gehört.
Und mit der Argumentation im Eingang gehört die ganze Haltung verboten. Und ja auch beispielsweise sowas wie Scherrassen, denn es gibt ja auch Menschen da verfilzen die Hunde nur und damit geht ja leid einher, also verbieten wir das doch am besten direkt weil wir nie sicherstellen können dass nicht doch irgendwo solch ein Hund leidet.
Ein Totschlagargument zu nehmen und damit Stimmung zu machen ist doch kein hinterfragen oder irgendeine Form von Kritik. Es ist Stimmungsmache, weil man da sachlich überhaupt keine Diskussionsgrundlage hat. -
Gibt ja durchaus gute, ganz verschiedene Argumente, dass nicht jeder einen Hund halten können sollte. Wege, wie man Hundehaltung regeln könnte (Hundeführerschein, so was wie Waffenschein nur für Hundehaltung - nur mal frei gesponnen, dafür bin ich nicht). Oder man kommt zum Ergebnis, dass es (überwiegend) was Wunderbares ist, dass die Hürden für Hundehaltung recht niedrig sind. Aber wieso hinterfragen schlecht sein soll, verstehe ich wirklich so gar nicht.
Hinterfragen ist nicht schlecht, irgendwo ist aber einfach mal gut und sich ohne Fachwissen oder Berührungspunkte mit irgendwelchen Falschbehauptungen hinzustellen ist kein hinterfragen und auch keine Kritik sondern Stimmungsmache. Man sollte da einfach mal die eigenen Grenzen kennen.
Was Prestige und damit einhergehend Nachteile für Hunde angeht gebe es ja im Begleithundebereich Genug zu tun. Ist ja nun nicht so als gebe es das dort nicht, wenn man sich einige Trainer anschaut und das Phänomen Social Media. Dafür braucht es keine Wettbewerbe, sehr viele leben ihren Geltungsdrang gerne im kleinen aus, ohne was reel leisten zu müssen. -
Ich glaube, du gehst von einem Hinterfragen mit negativer bzw. voreingenommener Grundhaltung aus.
Mit den Gegen-Argumenten hier müsste eigentlich die ganze Hundehaltung „hinterfragt“ werden. Das Argument ist und bleibt ja immer wieder, dass es doch schwarze Schafe geben würde wo der Ehrgeiz vor dem Tierwohl steht. Ja nu, das findet sich im Alltag dauernd, bei der ganz normalen Haltung durch ganz normale Menschen.
Da gibt es diese schwarzen Schafe ja genauso, wo das Tierwohl nicht an erster Stelle steht und den Tieren geschadet wird. Aaaaaber ich vermute da ists dann wieder egal weil da würde es ja einen selbst treffen und wir finden ganz viele Gründe warum das ja was ganz, ganz anderes ist.Ich hab gerade mal ein Beispiel rausgesucht, warum wir keine Leistungsurkunde, oder ähnliches, haben.
Ich denke auch nicht dass es das zwingend braucht, aber danke für die Infos. Ich kenne mich im ZHS nicht aus, im normalen VDH Sport ist es quasi unmöglich das Hunde starten die zu jung sind. Ausnahme wäre eben wenn im Pass des Tieres betrogen wird, aber da kann dann ja kein Richter oder Veranstalter was für.
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Man muss nicht selbst züchten oder im Hundesport aktiv sein, um die grundsätzliche Frage zu stellen, ob Wettbewerbe wirklich im Sinne des Tieres sind. Genau solche Themen dürfen auch von außen kritisch betrachtet werden. Es geht hier nicht um Fachwissen, sondern um eine Haltung gegenüber dem Tier.
Eine Haltung die damit einhergeht, dass man sich selbst als Maßstab setzt wenn man ohne Fachwissen Kritik äußert.
Ich finde du übertreibst gerade und das hat etwas von getroffene Hunde bellen. Ich hab hier immerhin nicht gegen irgendwas gewettert oder ne Petition gestartet.
Du möchtest darüber diskutieren, ob etwas verboten gehört woran sehr viele Menschen Freude haben, weil du dich da selbst nicht siehst. Und da wunderst du dich, dass das Thema etwas emotional wird? Hier werden laufend falsche Informationen in den Raum gestellt, kaum einer hat überhaupt praktische Berührungspunkte (ich rede nicht mal von Erfahrung), natürlich findet diese Diskussion dann nicht sachlich statt. Das war doch zu erwarten.
Und das auch noch als Hundefrisör und Mehrhundehalter wo man meinen würde dass man selbst oft genug erfährt wie sinnvoll so ne Kritik von außen gerne mal ist. Ich hätte gedacht dass du da selbst oft genug mit zu kämpfen hast und weißt wie schön das ist. Dir müsste man doch oft genug vorwerfen dass deine Form der Hundehaltung nicht im Sinne deiner Tiere sein kann.
Allein der Titel polarisiert doch schon. „Missstände im Sport, was muss sich verändern“ wäre eine ganz andere Aussage gewesen -
Wie gut und sinnvoll es für Hunde ist, das sie an Wettbewerben teilnehmen müssen, das sie zum Teil für "immer größer, weiter, schneller, schöner, triebiger" gezüchtet werden.
In wie weit kennst du dich denn mit der Zucht von Sporthunden aus?
Und wenn man doch eh nicht für den Sieg an Turnieren teilnimmt, zumindest haben das hier ja einige geschrieben, wo ist dann das Problem, ein Ranking einfach sein zu lassen?
Grade Anlagensport lebt nun mal von bepunktung und nur weil Lieschen Müller bei ihrer Prüfung gerne drauf verzichten würde, muss ich für meine Zucht trotzdem wissen wie der rüde bewertet wurde und mit welchen Vorzügen und Mängeln er vorgeführt wurde. Und nein, man kann nun mal nicht überall als Zuschauer agieren. Und ohne Punkte und Ranking landen wir qualitativ ganz schnell dort wo eine BH heute ist. Dann wird sich immer weniger bemüht vernünftig auszubilden.
Aber ich hinterfrage. Und das hat noch nie geschadet.
Das sehe ich anders, hinterfragen hat Grenzen, sofern man nicht in der Materie steckt. Ab einem gewissen Grad ist vor allem Akzeptanz und Toleranz wichtig. Ich verstehe auch nichts von Colliezucht, es wäre null sinnvoll wenn ich da mit meiner Gebrauchshundebrille alles hinterfragen würde. Irgendwo ists auch einfach mal gut, sonst hinterfragen wir uns alle dahin, dass niemand von uns mehr Hunde hat die ihm Freude bereiten.
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Haben Sportler im Hundesport eigentlich auch Sponsoren?

Gibt es, aber seltener. Früher konnte man bei Pokalkämpfen oft echt krasse Gewinne abstauben. Heute gibts hier und da nochmal kleinere Geldpreise, meist im dreistelligen Bereich.
Das große Geld verdienen auch Hundesportler über Social Media oder über den Verkauf von Hunden, wobei bei meiner Rasse selbst die absoluten Cracks noch normale Jobs haben und davon selten leben können. -
Nur redet man sich das aktuell noch schön.
Es viel einfacher, bei den öffentlich auftretenden Reitern zu kritisieren, als das eigene Tun (oder oft eben nicht-tun) zu hinterfragen.Ich denke psychologisch gibt es viele Gründe für das Warum. Menschen gehören halt gerne zu Gruppen und es ist ein sehr schönes Gefühl wenn man zu der besseren Gruppe gehört.
Differenzieren erfordert eine gewisse Reife.