Beiträge von WorkingDogs

    Und das was Wonder2009 beschreibt, sollte eigentlich zum Standard gehören. Das beschreibt halt einfach, was ich mir überall wünschen würde. Und sei es nur, um im Fall der Fälle eine schnelle Erstversorgung zu gewährleisten und mal ganz ab vom "schwarze Schafe" Thema.

    Eine normale Hundeveranstaltung hat vielleicht 10 Meldungen (das ist hier viel), wovon 50% BH Hunde sind, die einmal den Platz hoch und runter gehen. Ich habe in den letzten 5 Jahren zwei Hunde erlebt die verletzt gestartet sind, beide wurden unverzüglich vom Richter abgebrochen. Nochmal: wofür und was genau soll sich damit verbessern? Und gleichzeitig finden in der Region Reittuniere statt (die bevorzugt werden), Geflügelausstellungen, Fun-Veranstaltungen und die Prüfungen anderer Vereine und arbeiten müssen Tierärzte auch noch, daran hängt der Notdienst an den Wochenenden. Wie soll das machbar sein? Natürlich lässt sich sowas für die meisterschaften organisieren, was doch auch passiert. Das braucht man sich nicht wünschen, das ist längst so.

    Ich frage mich wirklich langsam was dein Problem ist.

    Es ist einfach erschöpfend. Kein Argument genügt, erklärst du das eine kommt direkt wieder ein "aber", das etwas organisatorisch nun mal nicht machbar ist kann man nicht akzeptieren, diverse Storys und Behauptungen die einfach nicht stimmen, Wünsche die schon sei Ewigkeiten Realität sind. Es ist einfach ermüdend! Und die Diskussion hast du ja nicht nur hier, sogar in den Threads mag man kaum noch schreiben weil wieder irgendwer kommt und "hinterfragt".

    Wir diskutieren hier darüber wie schlimm es ist, dass im ZHS mal ein Hund paar Tage bis Wochen zu jung gestartet ist und das ja keine Konsequenzen hatte und auf der anderen Seite berichtest du, dass vom 50 Hunden 40 verfilzt sind und du das auch schon mal hinterfragst. Ehrlich, ich könnte da echt schreien.

    Bitte versteh das nicht falsch - aber andere Sportveranstaltungen haben während der gesamten Veranstaltung einen TA vor Ort. Das Argument ist wirklich schwach. Woanders geht es ja auch. Und wenn es nur darum geht, mit einem geschulten Auge minimale Lahmheiten zu sehen, wo andere absichtlich oder unwissentlich drüber weg sehen. Gerade sowas kann auch bei Hunden über eine andere Gangart kaschiert werden.

    Auf Großveranstaltungen ist auch auch so, aber wie soll denn das machbar sein auf kleinem Niveau? Da ist ja nicht nur eine hundeveranstaltung am Wochenende. Beim Geflügel haben wir Vetchecks, aber auch die sind nur zu Beginn und einfach nicht am Wochenende. Sorry, aber ihr stellt euch das so einfach vor, wie oft habt ihr sowas schon organisiert, wie gut kennt ihr eure TÄ oder euer Vetamt? Von der Ressourcenverschwendung mal abgesehen, wir sind froh wenn noch jemand Notdienst macht am Wochenende, da bindet man die Ressourcen doch nicht an Veranstaltungen mit grade mal 10 Hunden.

    Tierärzte haben keine Lust ist irgendwie ein schwaches Argument. Wenn man sie angemessen bezahlt, ändert sich das meistens recht schnell.

    Oder man glaub einfach mal dass die Sonntags besseres zu tun haben als ein paar Hunde zu überwachen.


    Das Vetamt dürfte jederzeit kontrollieren! Und nicht mal die haben Lust rauszukommen. Im Endeffekt passiert nämlich wesentlich wenig auf Plätzen als hier gemunkelt wird, so dass Kontrollen erforderlich wären.

    Der ZHS scheint da wirklich wenig zu machen, das trifft auf andere Sportarten so einfach nicht zu.

    Vetchecks gibt es kaum weil da keiner Bock drauf hat seitens der Zuständigen. Tierärzte haben eh schon wenig Zeit.

    Es ist bei uns ganz normal das Prüfungen sogar abgebrochen werden wenn ein Hund zeigt das er nicht leisten kann oder sich in der Prüfung verletzten sollte.

    ZHS ist leistungstechnisch natürlich hoch anspruchsvoll, deshalb ist es ja so unverständlich das genau dort so viele Fun-Veranstaltungen gemacht werden.

    Brauchen wir solche Wettbewerbe wirklich, oder sollte es doch verboten werden?

    Gerne sonst nochmal die Eingangsfrage lesen. Es geht nicht darum Missstände zu verbessern, sondern die Frage ist ob das alles verboten gehört.


    Und mit der Argumentation im Eingang gehört die ganze Haltung verboten. Und ja auch beispielsweise sowas wie Scherrassen, denn es gibt ja auch Menschen da verfilzen die Hunde nur und damit geht ja leid einher, also verbieten wir das doch am besten direkt weil wir nie sicherstellen können dass nicht doch irgendwo solch ein Hund leidet.

    Ein Totschlagargument zu nehmen und damit Stimmung zu machen ist doch kein hinterfragen oder irgendeine Form von Kritik. Es ist Stimmungsmache, weil man da sachlich überhaupt keine Diskussionsgrundlage hat.

    Gibt ja durchaus gute, ganz verschiedene Argumente, dass nicht jeder einen Hund halten können sollte. Wege, wie man Hundehaltung regeln könnte (Hundeführerschein, so was wie Waffenschein nur für Hundehaltung - nur mal frei gesponnen, dafür bin ich nicht). Oder man kommt zum Ergebnis, dass es (überwiegend) was Wunderbares ist, dass die Hürden für Hundehaltung recht niedrig sind. Aber wieso hinterfragen schlecht sein soll, verstehe ich wirklich so gar nicht.

    Hinterfragen ist nicht schlecht, irgendwo ist aber einfach mal gut und sich ohne Fachwissen oder Berührungspunkte mit irgendwelchen Falschbehauptungen hinzustellen ist kein hinterfragen und auch keine Kritik sondern Stimmungsmache. Man sollte da einfach mal die eigenen Grenzen kennen.

    Was Prestige und damit einhergehend Nachteile für Hunde angeht gebe es ja im Begleithundebereich Genug zu tun. Ist ja nun nicht so als gebe es das dort nicht, wenn man sich einige Trainer anschaut und das Phänomen Social Media. Dafür braucht es keine Wettbewerbe, sehr viele leben ihren Geltungsdrang gerne im kleinen aus, ohne was reel leisten zu müssen.

    Ich glaube, du gehst von einem Hinterfragen mit negativer bzw. voreingenommener Grundhaltung aus.

    Mit den Gegen-Argumenten hier müsste eigentlich die ganze Hundehaltung „hinterfragt“ werden. Das Argument ist und bleibt ja immer wieder, dass es doch schwarze Schafe geben würde wo der Ehrgeiz vor dem Tierwohl steht. Ja nu, das findet sich im Alltag dauernd, bei der ganz normalen Haltung durch ganz normale Menschen.
    Da gibt es diese schwarzen Schafe ja genauso, wo das Tierwohl nicht an erster Stelle steht und den Tieren geschadet wird. Aaaaaber ich vermute da ists dann wieder egal weil da würde es ja einen selbst treffen und wir finden ganz viele Gründe warum das ja was ganz, ganz anderes ist.

    Ich hab gerade mal ein Beispiel rausgesucht, warum wir keine Leistungsurkunde, oder ähnliches, haben.

    Ich denke auch nicht dass es das zwingend braucht, aber danke für die Infos. Ich kenne mich im ZHS nicht aus, im normalen VDH Sport ist es quasi unmöglich das Hunde starten die zu jung sind. Ausnahme wäre eben wenn im Pass des Tieres betrogen wird, aber da kann dann ja kein Richter oder Veranstalter was für.

    Man muss nicht selbst züchten oder im Hundesport aktiv sein, um die grundsätzliche Frage zu stellen, ob Wettbewerbe wirklich im Sinne des Tieres sind. Genau solche Themen dürfen auch von außen kritisch betrachtet werden. Es geht hier nicht um Fachwissen, sondern um eine Haltung gegenüber dem Tier.

    Eine Haltung die damit einhergeht, dass man sich selbst als Maßstab setzt wenn man ohne Fachwissen Kritik äußert.

    Ich finde du übertreibst gerade und das hat etwas von getroffene Hunde bellen. Ich hab hier immerhin nicht gegen irgendwas gewettert oder ne Petition gestartet.

    Du möchtest darüber diskutieren, ob etwas verboten gehört woran sehr viele Menschen Freude haben, weil du dich da selbst nicht siehst. Und da wunderst du dich, dass das Thema etwas emotional wird? Hier werden laufend falsche Informationen in den Raum gestellt, kaum einer hat überhaupt praktische Berührungspunkte (ich rede nicht mal von Erfahrung), natürlich findet diese Diskussion dann nicht sachlich statt. Das war doch zu erwarten.

    Und das auch noch als Hundefrisör und Mehrhundehalter wo man meinen würde dass man selbst oft genug erfährt wie sinnvoll so ne Kritik von außen gerne mal ist. Ich hätte gedacht dass du da selbst oft genug mit zu kämpfen hast und weißt wie schön das ist. Dir müsste man doch oft genug vorwerfen dass deine Form der Hundehaltung nicht im Sinne deiner Tiere sein kann.


    Allein der Titel polarisiert doch schon. „Missstände im Sport, was muss sich verändern“ wäre eine ganz andere Aussage gewesen