Beiträge von WorkingDogs

    Allerdings wundert mich das Extreme und Laute auch nicht mehr. Ich war dieses Jahr auf der Hundemesse und habe da mitbekommen, dass da jemand Selfies mit "Fans" macht und Autogramme gibt. Später habe ich dann herausgefunden, dass das eine Hundetrainerin war, die auf Instagram 15k Follower hat und da nicht viel mehr macht, als ihr Leben zu zeigen, Phrasen zu dreschen und herumzupöbeln. Dieser "Fame" ist wohl einigen schon zu Kopf gestiegen.

    Mögen die Menschen halt. Die BILD ist ja auch nicht grundlos die beliebteste Zeitung.

    Ich bin mal gespannt, was sich da getan hat, bis ich die Möglichkeit habe mir allgemein einen Hund zu holen, so in 2 Jahren. Vielleicht zu kurz.

    Ich denke ein Jahrzehnt wird es dauern, aber wie gesagt, die sind nicht alle Rückenkrank.

    Grade der LÜW ist in sehr, sehr vielen Rassen ein Thema.

    Dafür hat man beim DSH andere Themen gar nicht und ist genetisch relativ breit aufgestellt.

    Ja, das ist er nicht mehr, die Bürde haben jetzt Aussie und co. Würde mich freuen, wenn es ihm gesundheitlich besser geht. Mein Mann liegt mir in den Ohren mit "so ungesund, die Tierarztkosten, wird nicht alt, der Rücken", auch beim WSS.

    Man muss natürlich hinter der Rasse stehen, das ist so. Es bringt nichts wenn einer nicht will. Wie gesagt, beim Eingangsbeiträg hätte ich gesagt "jo, das passt", jetzt zum Ende tendiere ich auch ehr zu nein.


    Ich bin mal gespannt, was sich da getan hat, bis ich die Möglichkeit habe mir allgemein einen Hund zu holen, so in 2 Jahren. Vielleicht zu kurz. Von dem WSS weißt du wahrscheinlich dann nicht so viel gesundheitlich, ist eine ganz andere Zucht oder? Obwohl es beides Schäferhunde sind.

    Nein, da kenne ich mich gar nicht aus. ich kenne ein paar langhaarige Belgier aus Ausstellungszucht, je nachdem was ihr mögt könnte das auch passen. Aber nur ohen Beißsport, sie sind zwar aktiv und spielen gerne, aber nicht mit fremden und Griffverhalten oder Belastbarkeit geht gegen null. Aber für IGBH, Rally-O, Hoopers kann man die natrülich nehmen. Sind aber einfach sehr, sehr viel weicher als ein DSH. Wenn man das mag, dann ist das vielleicht auch eine passende Richtung.

    Durch die neuen Verordnungen braucht es außerdem wieder Hunde die ausgeglichener sind (Zwingerhaltung),

    Was bedeutet das?

    Die DHF dürfen ihre Hunde nicht mehr in der Box haben, die müssen jetzt in die Zwinger, finden nicht zur Ruhe, verletzten sich, haben zu viel Stress dabei. Und so ein DSH haut sich halt eher in seine Hütte und pennt einfach.


    Den Mali aus ausländischen Linien muss so ein DHF aber auch erstmal händeln können und wollen. Das lässt sich alles nur schlecht mit dem Anspruch des Familienhundes kombinieren der immer dabei ist, auch außerhalb des Dienstes.

    Was ist ein "sehr ungesunder" Hund? Meinst du damit die gesundheitlichen Schwachstellen?

    Ja genau, man hört heutzutage, das der Rücken abgesenkt und deswegen ungesund ist zb.

    Der DSH hat eine Überwinkelung, wodurch die abfallende Linie entsteht. Eine abgesenkte Kruppe haben viele Rassen.

    Im Rücken hat der DSH 4 mögliche Problem, welche sich im Lendenübergangsbereich finden. OCD, LÜW-Einstufungen, Facettengelenksanomalien oder Stufenbildung. Das Resultat heißt häufig Cauda Equina. Außerdem gibt es die DM und je nach Linie eine Neigung zu Spondylosen.

    Unsere Aufgabe für die nächsten Jahre ist die Rückengesundheit, sowie die Normalisierung des Gebäudes. Der Trend geht in diese Richtung, auch seitens der Nachfrage, was enorm wichtig ist.


    Ach ja, außerdem führt Offenheit dazu, dass man ein Label bekommt. Der DSH war die erste Rasse wo man die HD in Worte gefasst hat. Und deshalb wird die Krankheit bis heute mit dem DSH assoziiert. Sie war aber auch ein großes Problem! Heutzutage durch die Zuchtwertschätzung aber absolut marginal.

    Ja, der Markt für kleine Hunde und Schoßhunde ist massiv. Der Havaneser meiner Großeltern, 2000 € und das ist billig, er hat keine "besondere Farbe". Eine Zwergpudelzüchterin, bei der sie geschaut haben, wollte 2500 €. Schon ein "gutes Geschäft"...

    Genau, durch die hohen Preise und die hohe Nachfrage in anderen Bereichen ist der DSH einfach kaum betroffen von den Vermehrern.


    Das erklärt etwas, warum ich so wenig DSH sehe obwohl sie so beliebt sind.

    Ich denke nicht, dass die Rasse beliebt ist. Sie ist die größte Rasse in der seriösen Zucht, aber die seriöse Zucht ist einfach nur ein ganz, ganz kleiner Teil.


    Ist aber auf der anderen Seite auch gut so, oder? Weniger landen so im Tierheim.

    Es gibt kein DSH keine Not fürs Tierheim, eigentlich. Ich nehme rüpelige Junghunde mit Kusshand zurück, ehrlich gesagt. So geht es den meisten Züchtern im Leistungsbereich.


    Oft sind ja auch Ex-Diensthunde jung abzugeben, weil die zu nett sind, ganz salopp gesagt. Wobei ich in den paar Reportagen, die ich zu Polizeidiensthunden geschaut hab, so 7/10 Mali statt DSH LZ gesehen hab. Finde es aber ein spannendes Thema.

    Das wird sich wieder ändern, warten wir mal 20 Jahre ab. Beim DSH gehts massiv bergauf, beim Mali ehr bergab, die harten Körungen von damals gibt es dort gar nicht mehr, es braucht nicht mal mehr ein AKZ für die Zucht. Dem DSH tut einfach gut, dass er eben kein Modehund mehr ist. Die letzten 10 Jahre haben sich gesundheitlich schon extrem viel getan. Der Sporthund hat sich vor 25 Jahren bewusst vom Dienst distanziert, momentan geht der Trend in eine andere Richtung und man findet wieder zueinander. Durch die neuen Verordnungen braucht es außerdem wieder Hunde die ausgeglichener sind (Zwingerhaltung), hier setzten die Schulen schon jetzt wieder vermehrt auf den DSH, viele Malis kommen im Zwinger nicht zurecht.

    Sind aber sicher nicht aus nem ordentlichen Verein, der sich um die Gesundheit seiner Zuchten schert sondern irgendwelche Vermehrerhunde die stattlich und billig sein sollten. Sowas wirst du dir ja eher nicht zulegen.

    DSH haben wirklich so gut wie immer Papiere und grade als Neuling gerät man häufig an genau solche Hunde. Die, die keiner kauft der sich auskennt, Linien mit wenigen "Liebhabern" und grausiger Gesundheit. Die haben in Sport und Dienst kaum einen Absatzmarkt. Deshalb schreibe ich immer, dass man jemanden an der Hand haben muss.

    Damals gab es auch weitaus mehr Krankheiten, mitunter die Tollwut. Und Hunde die durch Wildern oder Beißen auffielen hatten auch gerne mal ein kurzes Leben.

    Waren ganz andere Zeiten.

    So diese richtige Leinenkontaktzeiten kenne ich aus den späten 00er Jahren. Da kam mein AAH mit zum Reitstall, auf Ausritte, lief den ganzen Tag mit den Hunden der anderen rum und wenn sich zwei nicht vertragen haben dann haben wir uns da ehrlich gesagt sehr wenig Gedanken drum gemacht, da wurde der Kontakt halt vermieden uns gut wars. Bei uns wars so, anderswo sicherlich anders.

    Oder sie glauben den Gerüchten, dass sie sehr ungesund sind. Aber auf der anderen Seite halten sehr viele Leute auch Französische Bulldoggen, also daran kann es nicht liegen. Ich weiß nicht. Irgendwann hatte er ja mal den Ruf, er wäre sehr gefährlich. Inzwischen scheint er in Vergessenheit geraten zu sein?

    Ich denke das liegt schlicht daran, dass sich der Hundemarkt verändert hat und der ganz große Teil der Hunde nunmal nicht vom Züchter kommt.

    Der DSH ist eine der günstigsten Rassewelpen, es lohnt sich dort kaum zu vermehren für den Verkauf. Auch unter Züchtern ist die Rasse deshalb nicht beliebt. An einem kleinen Wurf Kleinhunde verdient man mehr Geld mit weniger Aufwand (ja, wurde mir so schon verargumentiert von Kleinhundezüchtern), auch wenn da nur 3-4 Welpen fallen.

    Vom Züchter bekommt man als Familie oder normaler Hundehalter aber mitunter nur schwer einen Hund, weils natürlich auch häufig nicht passt, da muss man das Glück haben das es nicht genug Anfragen aus Sport und Dienst für den Wurf gibt - das trifft dann in der Regel auf die Würfe zu die aus guten Gründen keine Nachfrage haben. Denn auch das Ausland hat eine sehr hohe Nachfrage beim DSH. Die normalen, guten Würfe mit gesunden und leistungsstarken Hunden bleiben tatsächlich eher "unter uns" im In- und Ausland. Das verzerrt auch sehr das Bild über die Gesundheit der Rasse beim normalen Hundehalter.

    Es ist eben eine Gebrauchshunderasse, ähnlich wie ein Deutsch Drahthaar, Deutscher Jagdterrier, eine Deutsche Bracke, Riesenschnauzer, usw. Die sieht man ja alle vergleichweise wenig, obwohl die Wurfzahlen im VDH mit die Höchsten sind.

    Auch der Airedale Terrier ist mitunter schwierig zu bekommen, wenn es eine Leistungszucht sein soll und man unbekannt ist. Die gehen ja auch sehr gerne zusätzlich noch in den Jagdgebrauch. Da gehen ganz normale Hundehalter schnell leer aus, weil die einfach nicht ganz oben auf der Liste stehen.

    Ich persönlich denke dass die heutigen Plattformen sehr dazu beitragen dass man kaum noch DSH sieht, man braucht keine Deckanzeigen, Züchterwebseiten mehr wälzen oder Hunde in der Zeitung inserieren. Wir haben unsere eigenen Portale und so ein guter Wurf ist ruckzuck bei den passenden Leuten. Die Kontakte ins Ausland zu passenden Käufern wurden dadurch massiv vereinfacht, wo früher regionaler gearbeitet wurde.

    Ich kenne es aus den 80ern noch so, daß sich die meisten Hunde zumindest kurz beschnüffelt haben. Natürlich nicht wenn einer unerträglich war, was aber echt selten war. Ansonsten hatten die Hunde damit kein Problem und es hat ihnen nicht geschadet.

    Hier ist das noch ziemlich normal.

    Was mich davon abschreckt sind unsere Regeln in NDS, man kann einfach so schnell angezeigt werden und eine Einstufung kassieren.

    Deshalb möchte ich auch keine kleinen Kinder an meinen Hunden. Nicht weil die Hunde beißen, sondern weil Kleinkinder so schnell hinfallen.