Beiträge von WorkingDogs

    Ihr ging es auch nicht darum, dass zu hohe Temperaturen mit Sanktionen oder Konsequenzen direkt bestraft werden, sondern einfach ein Bewusstsein zu schaffen. Weil die Temperatur ja auch von sehr vielen Faktoren, nicht nur Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit, abhängig ist.

    Das kommt auch alles. Vorträge zu Hitzemanagement gibt es ja schon. Wir holen uns demnächst eine Physio in den Verein die uns auch nochmal schult. Viele Vereine beschäftigen sich mit Prävention und erste Hilfe und grade Trainings bei hohen Temperaturen finden bei uns nur angepasst oder auch gar nicht statt, das handhaben viele so.

    Wie Märchen schon schreibt, die Gewichtung der Argumente ist eben subjektiv verschieden.


    Und auf Wettkämpfe mit Tieren bezogen verstehe ich die Kontra Argumente schon ziemlich gut, auch wenn ich und mein Hund auf Wettkämpfen Spaß haben und ich ein generelles Verbot nicht befürworten würde.

    Das weiß ich doch, es ist einfach sehr mühsam diese Diskussionen.

    Wer sich eh nicht für Wettkämpfe interessiert dem kann doch sowieso egal sein ob dort gemauschelt wird oder sonst was. Oft ist das sowieso nicht mehr als Neid und üble Nachrede, ja das gibt es, aber nicht in den Ausmaße wie gerne mal verbreitet wird von schlechten Verlierern. Wie im Kindergarten halt „die anderen haben geschummelt!!!!“ und das Spielbrett umschmeißen.

    Leider ist es so, dass die Menschen sehr gerne das Negative sehen und fokussieren, das ist in der Szene nicht anders. Alles ist nur noch schlecht und verbesserungswürdig. Das Resultat ist dass sich immer weniger einbringen wollen bei diesem Klima und der fehlenden Toleranz.

    Auf unserer letzten Landesmeisterschaft hatte ich mich bei der ausrichtenden Ortgruppe bedankt dass sie diese tolle Veranstaltung ausgerichtet haben. Damit waren wir insgesamt 2 Personen die das getan haben. Ansonsten wurde nur gemault und gemeckert und alles war blöd, unfair, und haste nicht gesehen. Das Internet gibt dafür neuen Raum.

    Man muss wieder lernen anderen auch ihre Prioritäten zuzustehen und das kein Bereich perfekt ist. Dem Begleithundehalter haut in Freilauf leider mal der Hund ab und verunfallt, uns läuft in Sport einer auf, Risiko bleibt immer. Trotzdem haben Hund und Halter in erster Linie Freude dran.

    Und nochmal: Man kommt mit keinem Hund an die Spitze der es nicht mitbringt und eine entsprechende Bereitschaft hat.

    Das Gründe Suchen entsteht daraus, dass man Argumente dagegen hat und pro und contra gegeneinander aufwiegen will. So ist es doch überall. Es geht immer darum, dass die pro-Argumente über die contra-Argumente überwiegen sollten, um etwas in einer Gesellschaft zu erhalten. Und da geht es natürlich ums große Ganze und die Abwägung unterschiedlicher Interessen.

    So funktionieren Diskussionen nun mal.

    Fakt ist, dass man ohne Wettwerbe auch keine "schwarzen Schafe" innerhalb der Wettbewerbe hätte. Ob das ein generelles Verbot rechtfertigt, ob sich diese Probleme nur verlagern würden etc., das sind natürlich wichtige Argumente und das ist der Punkt, an dem man eben auch fragt, welche Vorteile die Wettbewerbe bringen. Als jemand, der viele Vorteile daraus zieht, kann man diese schlicht benennen und so die Diskussion zu seinen Gunsten voranbringen. Wurde hier ja nun auch schon mehrfach getan.

    Mir fallen unheimlich viele Themen ein die dann einfach ganz anders sein müssten. Und selbstverständlich darf man dabei auch die Moral innerhalb der Themen vergleichen. Die ist ja sehr schwankend. Das beste Beispiel ist doch Fleischkonsum, die negativen Aspekte sind beträchtlich und das Pro Argument lautet „lecker“.

    Ja das merken wir auch immer deutlich. An den ersten warmen Tagen ist das Training immer SEHR reduziert.

    Wenn man Fachvorträgen glauben darf, dass treten hier auch mit die meisten belastungsbedingten Hitzschläge auf und gar nicht im Hochsommer. Ob meine Quelle aktuell ist kann ich aber nicht versprechen. Akklimatisierung wird stark unterschätzt bei belastungsbedingten Überhitzungen (abzugrenzen von passiven wie Aufenthalt im geschlossenen Auto!). Dafür brauchts keine relativ hohen Temperaturen.

    Für die Hunde ist August/September also gar nicht so das Problem und eigentlich Risikofreier im Hinblick auf Akklimatisierungsrisiko. Auch wenn die Temperaturen relativ gesehen höher sind.

    Aber ganz ehrlich. Ich trainiere das ganze Jahr (auch im Sommer) locker eine Stunde am Stück. Natürlich nicht jedes Training, aber schon sehr regelmäßig. Das heißt meine Hunde haben die Kondition und die Gesundheit, dies durchzuhalten.

    Nicht zu unterschätzen ist auch, dass das Risiko eines Hitzschlages zu Akklimatisierungszeiten, also im Frühjahr und Frühsommer, erhöht ist, obwohl die Temperaturen da relativ gesehen noch gar nicht so hoch sind.

    Die "speziellen" Hunde neigen im Gegensatz zu anderen dazu trotz zu hohen Temperaturen alles zu geben und das über deutlich mehr als eine Minute. Und das ist dann eben ungesund.

    Ich habe einen Husky. Die würde rennen und arbeiten bis sie kollabiert und das gilt für viele Hunde, die auf Zugleistung selektiert sind. Der Arbeitswille ist für ihren eigentlichen Job überlebenswichtig, führt aber im Zweifel zu Problemen, wenn man die Hunde hier hält und im Sommer Sport mit ihnen betreibt.

    Aus dem Grund werden designierte ZHS Veranstaltungen ab bestimmten Temperaturen abgesagt. Die Regel gibt's bei dem ZHS Verbänden, beim THS (VDH) leider nicht.

    Ich kann auch nur für meinen Sport schreiben, wie gesagt im ZHS kenne ich mich nicht aus, da kann ich nicht beurteilen was sinnvoll ist. Deshalb ist ja aber auch so wichtig dass jeder Sport gestaltungsspielraum hat.

    Ich habe von ZHS keine Ahnung, im IGP ist doch die Frage der Notwendigkeit. Es sind drei Sparten die über 2 bis mehr Tage verteilt werden (SV BSP/WUSV). Der Hund läuft wenige Minuten in Höchstleistung, Ablageplätze werden mittlerweile beschattet. Wir haben jetzt ein Beispiel gefunden wo ein Hund kollabiert ist, da ist also was schief gelaufen.

    Zuchtrelevant ist es auf jeden Fall das ein Hund da grundsätzlich auch Leistungsfähig ist.

    Sinnvoller wäre es dann doch eher EKG und Herzuntersuchungen zu intensivieren wenn solche Probleme vermehrt auftauchen bei einer Rasse, ob es da so der richtige Schluss ist die Belastung einfach zu vermeiden, ich weiß ja nicht.

    Als Hundeführer habe ich Hitzemanagement auf der einen Seite und die Möglichkeit meinen Hund vor ab auf Herz- und Kreislauf zu testen, wenn ich mich bei hohen Temperaturen unwohl fühle. Oft hat man mit dem Gefühl ja auch recht und dann sollte man das Ganze doch abklären lassen und den Hund ggf. aus dem Sport nehmen wenn sich da was anbahnt.

    Temperaturen und Klima können also sicherlich ein Thema sein, mit dem man sich beschäftigen sollte. Ob es das Wichtigste ist, wahrscheinlich nicht. Aber wie offen man sich dann in der Diskussion hier zeigt, so offen ist man dann vllt auch in anderen Bereichen. Manchmal ist ein Input von vermeintlich Unbeteiligten vllt auch gar nicht so schlecht, Betriebsblindheit ist ja nicht selten und auch völlig nachvollziehbar.

    Die Temperatur zu beachten ist schon sehr wichtig für ein sinnvolles Training. Gibt es mittlerweile sogar Schulungen und Webinare zu. Wenn ich besser im Hitzemanagement bin als die anderen, dann ist mein Hund ja leistungsfähiger. Man hat als ehrgeiziger Sportler doch nichts davon sowas zu ignorieren, sondern es ist eine Chance am Tag X besser zu sein.

    Es ist sehr schwierig Veranstaltungen nach dem Wetter zu planen, bei uns hängt das auch gerne mal am Fußball und deren Saison.