Beiträge von WorkingDogs

    Wie gesagt das machen auch ganz normale nie irgendwo startende Leute. Denn das sich vergleichen braucht keinen Start.

    Deswegen bin ich ja absolut für Zuchtwertschätzungen, das löst nämlich einen Wettbewerb "im Guten" aus, führt aber leider auch immer wieder zu genetischen Verengungen. Anders als oft behauptet will nämlich kaum einer kaputte Hunde züchten und Vererber die nachweislich sehr gesund vererben (was eine Zuctwertschätzung sehr simpel aufzeigt) werden sehr beliebt und dann gerne übernutzt.

    Im Schutzdienst geht es darum die Anlagen zu vergleichen, kein Hund muss besonders schnell sein um hohe Punkte zu erreichen, auch wenn viele Sportler schnelle Hunde mögen.

    Es geht zum beispiel um Griffverhalten, dass ist in sofern wichtig, dass bei Polizeihunden nur noch ruhige Griffe gewünscht sind. Jedes nachpacken und umsetzen führt in Deutschland zu einer neuen Körperverletzung. Desweiteren geht es um Führigkeiten und Ausbildbarkeit in Triebhöhen, ebenfalls sehr wichtig.

    In der UO verhindert vor allem die Meterhürde noch schlimmere Zuchtauswüchse, weshalb ich auch strikt gegen 80cm bin. Bei meiner Rasse fangen im mittleren Alter außerdem gerne Rückenprobleme an, die nichts mit dem Sport zu tun haben, sondern mit Genetik. Deshalb finde ich super auf Veranstaltungen Hunde verschiedenen Altersklassen und aus unterschiedlichen Linien sehen zu können.

    Fährtenarbeit ist eben Nasenleistung bei Wind und Wetter, hier kann man Hunde beobachten welche sich zum Beispiel mit dem Wetter schwertun.

    Ich persönlich finde wichtig dass ein Hund sich als führbar im Sport zeigt, es gibt genug Kandidaten die "too much" sind und ihre Prüfungen nicht bestehen nach den ersten Stufen oder denen die Nerven für Veranstaltungen fehlen. Für mich als Züchter ist es ein wichtiges Indiz dass Hunde auch im mittleren bis hohen Alter leisten können, sich über die Jahre beständig, führbar und ausbildbar zeigen. Das spricht für Nerven und Qualität.

    Wir haben ja nicht nur das SEK wo dann die Hunde hinkönnen die nicht führbar sind und wo trennen egal ist.

    Aaaaaber Beißsport ist eben Anlagensport und nicht vergleichbar mit Hochleistungssport. Wir trainieren unsere Hunde selten in Spitzenbereichen und sind trotzdem überregional unterwegs. Weniger ist nämlich oft mehr und ansonsten sind es ganz normale Begleit und Familienhunde.

    Nervig ist eher der Trend dass gute Hunde für gutes Geld ins Ausland gehen, bevor man sie überhaupt auf Veranstaltungen sieht, momentan ist es super schwierig passende Rüden länger zu beobachten und erstmal abzuwarten wie sie sich 3-4 Jahre lang zeigen.

    Ich denke das ist mittlerweile schon stark verbreitet. Wir veranstalten ein Physioseminar und da sind unsere Familienhundehalter genauso dran interessiert wie die Sportler.

    Sportarten muss man auch einfach Unterscheiden. Nicht jeder Anlagensport ist auch gleich Hochleistungssport. Im Fährtenhundebereich ist die elite häufig im Seniorenalter, weil das einfach unfassbar viel Erfahrung seitens des Hundes erfordert.

    WorkingDogs Nein, ein Röntgen von der Wirbelsäule (seitlich) wurde nicht gemacht.



    Ich bin halt echt unschlüssig. Nochmal einen Termin in Hofheim um die Thematik durchzusprechen, nochmal mit meiner Haustierärztin reden? 🤔

    Ich bin da ein ganz schlechter Ratgeber, ich höre bei sowas zu gerne auf mein Bacuhgefühl und würde ein passendes Schmerzmittel auf jeden fall ausprobieren wollen um wirklich zu wissen dass es keinen Unterschied macht.

    Auch wenn mir bewusst ist, dass das auch Nachteile hat.

    Wenn man merkt der HUnd springt drauf an kann man ja immer noch evaluieren was Sinn macht.

    Oskar hatte im vergangenen Jahr eine FHKR. Da er im Verlauf der Genesung wieder schlechter lief, wurde im Juli 2025 in Hofheim ein CT durchgeführt. Raus kam neben einer Patellaluxation Grad 1 noch, dass er zusätzlich V.a. OCD des Sacrums mit mrg.-hgr. Kompression der Cauda qeuina durch das dislozierte Dissekat hat. Kurz: Ein Knochenfragment, was im Wirbelkörper liegt und auf die Cauda equina drückt. Neurologisch war er bei der Untersuchung unauffällig.

    Ich hoffe dass ihr mit der Diagnose lange leben könnt.

    Mich würde interssieren ob ihr den Hund auch geröngt habt mit seitlichem Bild der Wirbelsuäle und ob die OCD dort erkennbar war? Hier scheiden sich ja die Geister wie sinnvoll ein Röntgen für OCD ist, wobei ich schon Bilder gesehen habe wo man diese sehen konnte.

    Mir ist genau so ein Fall bekannt wie du ihn schilderst und der Besitzer meinte damals zu mir er hätte OCD untersuchen lassen in dem bereich und es wäre im röntgen unauffällig gewesen.

    Ob Metacam hilft, da wäre ich auch unschlüssig, eben wegen der Nervenschmerzen.

    So weit ich das verstanden habe entsteht das CES, wenn eine Bandscheibe im lumbosakralen Übergang (?) hervorspringt und so das Rückenmark einquetscht. Welche Bewegungsabläufe sind für gesunde Bandscheiben beim Hund wichtig? Was führt zu Bandscheibenvorfällen?

    Wo liegt der Zusammenhang zu degenerativen Myelopathien? Ich bin gerade echt erstaunt darüber was man über seine verstorbenen Hunde noch lernen kann :lol:

    Im lumbosakralen Übergang können verschiedenen Probleme auftreten. Zum einen die Form des Übergangs (auch bekannt als LÜW-0 bis LÜW-3), OCD im Übergang, eine Stufenbildung sowie eine abnormalität des Facettengelenkes. Das ist alles genetisch, bei manchen Rassen wie Schäferhunden sind die Facettengelenksanomalien stark vertreten und gefestigt, deshalb die hohe Empfindlichkeit für Cauda Equina.

    DM ist wieder etwas anderes, da gibt es beispielsweise ein Risikogen. Ähnlich soll das CDDY Gen ja negativ auf die Bandscheiben wirken.

    Desweiteren gibt es dann noch weitere degenerative Erkrankungen wie Spondylose, sicherlich auch familär bedingt wie hoch das Risiko ist.

    Wettbewerb ist nicht nur schlecht.

    Im SV gibt es die Universalmeisterschaft, hier zählen ebenfalls die gesundheitlichen Auswertungen in der Gesamtpunktzahl.

    Auch entstehen bei Zuchtwertschätzungen kleine Wettbewerbe und man rühmt sich mit möglichst kleinen Werten.

    Ich denke nicht dass es sinnvoll ist den Wettbewerb zu verbieten, sinnvoller wäre es den Erfolg so zu gestalten dass dabei gesunde, leistungsstarke Hunde ohne Qualzucht entstehen.

    Ausstellungsseitig haben da natürlich die Richter viel in der Hand. Mit unseren Schäferhunden fahren wir immer zu Richtern die Hoch und Leistungszucht getrennt sehen und in sich stehend bewerten. Da gibt’s dann genauso ein V wie für eine Hochzucht die ganz anders ausschaut.

    Gesundheitlich darf man außerdem nicht mehr mit allen Hunden an den Meisterschaften teilnehmen, sondern häufig nur noch mit zuchttauglichen.

    Nur bei den Briten???!!!!

    Beruhig dich, da steht kein „nur“.

    Das man beim Schäferhund seine Themen hat, hab ich doch geschrieben.

    Im Forum sind halt viele Briten, wären hier überwiegend DD und DJT unterwegs sähe das Meinungsbild sicherlich anders aus, weil deren Schauwesen ganz anders ist.

    Nein, es ist eben abhängig von der Rasse, beispielsweise wird beim DD konsequent unterbunden dass sich eine Schaulinie bilden kann. Ebenfalls wären mir die Auswüchse bei diversen Jagdgebrauchshunderassen unbekannt. Da brauchts eben ne echte Arbeitsprüfung für die Zucht, womit sich extreme nicht etablieren lassen.

    Das dadurch das Übel der Qualzucht in der Gesellschsft kommt halte ich für übertrieben, dann dürfte es ja keine Scotish Fold und dergleichen geben. Ich denke ein einzelner guter Werbespot oder Film hat wesentlich mehr Einfluss als das gesamte VDH Schauwesen.

    Klar gibt es auch ohne Ausstellung extreme. Diverse Super-Bullis und Minusnasen sind doch der Beweis.

    So vom lesen habe ich häufig den Eindruck bei den Briten geht es sehr komisch zu im Verein und das wird dann schnell auf andere Rassen projeziert.

    Wir haben beim Schäferhunde und Belgier auf jeden Fall auch so unsere Themen. Bei den Jagdlichen Vollgebrauchshunden weniger bis gar nicht. Ich empfinde den DJT als einen der besten Vereine was Objektivität angeht.

    Kritik ist richtig und wichtig, im Großen und Ganzen finde ich aber dass es bei vielen Rassen wieder in eine gute Richtung geht. Nicht von heute auf morgen, aber im Zeitlichen Verlauf. Bei wieder anderen geht’s halt ins Negative, steht und fällt halt alles mit der Community.