Beiträge von WorkingDogs

    Dann vielleicht doch lieber eine Hündin :???: Was heißt durchsetzen? Ein Warnschnappen oder "nur" knurren? Ich habe mir mal Bilder angesehen, die schwarzen sind ja wunderschön. Erinnern mich an die Belgischen SH, die Groenendael. Aber echt viele Linien, ja. DDR, Altdeutsch etc.

    Einem Anfänger würde ich eher eine Hündin nahelegen.

    Im Idealfall erstickt man "gegenangehen" natürlich im Keim, aber ja, zum Beispiel knurren weil man dem Welpen oder Junghund was verbieten will. Dann sollte es eigentlich auch nicht mehr werden. Leider wird sowas heutzutage gerne tottrainiert und nicht einfach im Keim erstickt, so dass dann gerne mal ein Thema draus wird. Tauschgeschäfte und sowas meine ich damit und kein "Freundchen, mich anknurren ist nicht!" oder es wird sich gar gefreut dass der Dreikäsehoch seine Grenzen kommuniziert. Mag bei anderen Rassen gehen, ist beim Gebrauchshund eine absolut dumme Idee und der Anfang vom Ende. Es geht auch nicht darum, dass man dann anfängt dem Hund ständig Futter oder sowas wegzunehmen. Einfach dieses Gefühl dafür was ok ist und was nicht und das dann auch kommunizieren zu können.

    Ich habe einen AL/FT Labrador verkauft wo mich irgendwann die neue Besitzerin ganz erstaunt kontaktiert hat, die Hündin würde ihr Spielzeug ja gegen die anderen Hunde verteidigen wollen ob ich das auch mal gehabt hätte und wie sie damit umgehen soll. Ja nun, sag ihr doch mal dass du das nicht möchtest oder pack Spielzeug weg war meine Antwort. Die Hündin kannte ein "Nein" ja sogar sehr gut. Und nein, ich meine damit keine Gewalt gegen den Hund, aber einfach ein Mindset, keine Angst zu bekommen bei sowas, sondern führen zu können und Standing zu haben. Ein gewisses Selbstbewusstsein. DAS ist der Punkt wieso die heutzutage häufig schief gehen und nicht weil den Hunden der Hundesport fehlen würde. Die Hündin ist kernig für die Rasse, sowas kennt und möchte man dort eher nicht haben. Dafür war die auch hammer mit Raubwild. Deshalb kann man AL Labbi eher nicht mit Gebrauchshunden vergleichen, weil denen dieses kernige fehlt.

    Dieses ganze geblubber um Führung, Mindset, Standing und Gefühl gilt natürlich nicht für jede Rasse, aber bei Gebrauchshunden trifft es sehr gut zu und für die sollte man so ein wenig der Mensch dafür sein.

    Das trifft auch nicht auf alle Arbeitshunde zu, manche Typen ticken ganz, ganz anders. da muss man schauen was einem liegt.

    Darf ich fragen, wo du ungefähr wohnst? Vielleicht kann ich mir das mal vor Ort anschauen, wenn das ginge.

    Norddeutschland, bei uns kann man natürlich auch gucken kommen.

    Wir wären sowieso eher für einen Rüden, weil ich keine Lust auf die Läufigkeit hatte und ich mir dachte, damit versteht sich die Schweizer Schäferhündin meines Onkels eher, wenn wir zu Besuch sind.

    Rüden sind schon gerne mal deutlich kerniger, dass muss euch auf jeden Fall bewusst sein. Vor allem sollte man keine Angst vor Hunden haben die sich bei Korrekturen auch mal durchsetzen wollen. Da wärt ihr beim Airedale auf jeden Fall auch gut beraten, die sind unterm Strich auch eher in den Maßen die ihr euch vorstellt. Ein DSH Rüde geht bei 35kg ja oft erst los.

    Ich habe oft gehört, dass die "DSH in sanft" sein sollen.

    Ich finde ja eher, dass denen die Wesensfestigkeit und das Nervenkostüm fehlt.

    Und weniger Trieb ist ja nichts positives wenn man Sport machen möchte.

    Ich schaue sehr viele Videos über Hundeverhalten und von Hundetrainern, DSH sind mir definitiv aufgefallen als die "Hausmeister" bzw. "Ordnungshüter" in einer Gruppe von Hunden :face_with_tears_of_joy: Mir macht aber, bei allen Arten von Schäfi - Schweizer und deutscher - die Gesundheit sorgen.

    Ja, das mögen die und das muss man unterbinden.

    Gesundheitlich steht die Rasse mittlerweile ganz gut da, aber wie alle hat sie so ihre Themen. Deshalb ist da immer am besten vorher Kontakte zu knüpfen, weil die Rasse sehr viele Linien hat. Sich da zurecht zu finden ist mitunter schwierig.

    Achten würde ich neben HD und ED auch auf den LÜW sowie OCD und DM.


    Die Leistungslinien haben im Grunde fast alle Eriksonblut drin, in dem genannten Raum wüsste ich da auch ne Zucht ( nicht Darmstadt, aber noch Hessen ^^ ).

    Ich kenne mich da ja nicht so aus, haha. Wobei mir erzählt wurde, dass Mischverpaarungen gar nicht so selten sein sollen zwischen Schau- und Leistungszucht und es da auch den ein oder anderen Vererber gibt. Denke insgesamt sind die Terrier aber schon übersichtlicher als die DSH.

    Nein, ich bin kein Fan von Hundewiesen oder "Hund muss alle Hunde sofort lieben/muss alle Hunde begrüßen".

    Das klingt, als wärst du DSH Züchter/in?

    Genau, ich züchte DSH aus Leistungslinie, allerdings kein Langstockhaar.

    Es sind halt Hunde die schon auch gegenüber anderen Hunden kritisch sind. Was ja auch Sinn macht, wenn du Haus, Hof und Vieh hast dann sind andere Hunde nun mal auch nicht unbedingt Freund.

    Trotzdem pflegen meine Hunde Freundschaften.

    Am schwierigsten finde ich leichaltrige Hündinnen miteinander, vor allem Fremdhündinnen. Da klappt ggf. auch gar nicht, so von wegen laufen lassen und dann toben die schön miteinander. DSH haben auch häufig eine gewisse Ressourcenorientiertheit, die einem "schönen Spiel" viel eher im Weg stehen als eine Unverträglichkeit, das wird nur gerne verwechselt.

    Ich würde nur super gerne einen Hund haben, der nicht einfach im Alltag nebenher läuft, sondern mit dem ich aktiv was mache, ich habe ja die Zeit. Unsere vorherigen Familienhunde waren 3x 30min Gassi am Tag und 1x spielen dann waren die platt und haben den Rest des Tages geschlafen. Das wäre mir zu wenig. Immerhin plane ich nun schon für einen Hund seit 5 Jahren :thinking_face:

    Kann ich verstehen, Hundesport ist halt ein Hobby welches Spaß macht. Fürs Agility sind andere Rassen aber besser geeignet als DSH.

    Wir trainieren auch schon mal 3-5x am Tag und ich muss immer schmunzeln wie schnell andere Hunde direkt "um die Ohren fliegen".

    Morgens gehts schön Gassi, danach erstmal ne Einheit Holz halten und Bringen, mittags nochmal etwas Grundstellung, abends zum Hundeplatz, Fährte oder auch nichts. Wochenende mal Sparprogramm, mal komplett unterwegs, niemand explodiert wenn man mal krank ist.

    Die sind den ganzen Tag im Büro mit und schlafen, bleiben aber auch problemlos alleine oder hängen im Zwinger ab. Haben wirklich ein ideales An- und Aus.

    Aber es sind halt kernige Hunde! Erzieherisch nicht mit Labrador zu vergleichen (auch nicht AL!! hatte ich selbst), man muss sich da schon liebevoll durchsetzen können und erklären können. Ich sage immer, DSH sind manchmal wie kleine Kinder. Zeig und erklär denen doch einfach mal was gewollt ist anstelle von diversen technisch-kleinschrittigen Aufbauweisen, super Belohnungen und Trainingsweste.

    Ich würde mir da bei dem Kriterium der Verträglichkeit mit anderen Hunden Gedanken machen. Ich finde das Thema für einen Anfänger schwer einzuschätzen und zu händeln.

    Wenn man bisher noch keine Erfahrung mit Hundesport hatte, ist es schwierig abzusehen, wie das nachher wirklich ist. Gerade, weil man bei vielen Sportarten auf einen Verein angewiesen ist. Und da erlebt man schon durchaus ... interessante... Sachen.

    Muss man sich halt vorher anschauen, die Eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Hier war verträglichkeit nie ein Problem, solange der Anspruch nicht "hundewiese" lautet.

    Ich bin da aber eh entspannt, gebe auch durchaus als Familienhunde ab wenn die Leute passen. Geht halt auch, der DSH ist da eigentlich flexibel genug für.

    Und in der Realität gibt es mehr als genug Leute die sehr glücklich sind mit DSH und nur einmal pro Woche bisschen aufm Platz sind.

    Das spiegelt sich in Foren einfach nicht wieder, aber so unflexibel wie hier viele meinen ist die Rasse einfach nicht und sie hat super viele angenehme Seiten die man bei anderen Rassen mittlerweile vermisst.

    Das Ding ist eher die Erziehung die momentan modern ist und für den DSH selten passend ist. Die Menschen sind zu kompliziert geworden für diese Rasse.

    Ich empfinde den DSH eher als anspruchslosen Arbeitshund bei dem weniger oft mehr ist und Bauchgefühl vor Kleinschrittigkeit geht. Eine eigentlich ziemlich simple Rasse.

    Dass du als Interessierte nicht beim Training zuschauen durftest erstaunt mich etwas. Ich kenne es eigentlich anders. Aber ist vielleicht von Region oder Sportart abhängig.

    In manchen Regionen sind die Anfragen wirklich hoch und nicht alle Gruppen wollen es leisten jemanden der nur vielleicht Interesse hat zu "bespaßen". Du musst erklären, an die Hand nehmen, usw., dafür braucht es Kapazität und wenn solche Anfragen jede Woche kommen, dann schieben manche da einen Riegel vor.

    Gut geht aber einfach im SV zu schauen wann Prüfungen stattfinden oder Wesensbeurteilungen.