Beiträge von WorkingDogs

    Man muss halt wissen was man machen will. Weder der Picard noch der Briard sind Rassen womit man glücklich wird wenn man wirklich Hundesport betreiben will in die Richtung die von der TE genannt wurden.

    Klar, muss das nicht die oberste Priorität sein, das muss man sich halt vorher überlegen. Aber wenn es das ist ist man bei diesen Rassen höchstwahrscheinlich nicht glücklich.

    Ich möchte zu bedenken geben, dass es natürlich auch immer mal hundesportliche Linien gibt in den Rassen. Collie, Briard, Beauceron - na klar gibt es die, aber das ist weit weit weg von dem was ein normaler DSH leistet und in der Ausbildung einfach weitaus schwieriger, kaum Fehler verzeihend, es braucht einen Helfer der absolut weiß was er tut, weil die Veranlagung eben nicht so da ist wie man meint.

    Und das haben die wenigsten Anfänger, wenn kein Glück im Spiel ist, da ist der 0815 Schäferhund oft die wesentlich bessere Wahl, WENN es IGP werden soll und im AGI sicherlich die dort führenden Rassen.

    Es bringt einfach nichts einem Anfänger dafür Exoten zu empfehlen, die man höchstwahrscheinlich selbst nie in der Arbeit gesehen hat. Man macht mit denen ganz, ganz viele Abstriche, auch bei „Leistungslinien“

    Sinnvoller wäre nach wie vor eine Merkmalsliste und entsprechende Verbote. NL hat ja schon seit Jahren die 1/3 Regel für die Schnauzenlängen. Züchter von Kurznasen müssten also eigentlich vorbereitet sein und dürften nicht betroffen sein.
    Mediumnasen sind ja mWn nach wie vor ok.

    Ich gehe davon aus, dass der gezielte Umgang mit Frust im Lernprozess genauso delikat ist wie Strafe. Beides ist schwierig, beides gehört dazu. Aber beides wird inflationär angewendet und kann alles ruinieren.

    Jede Medaille hat zwei Seiten, auch die Arbeit über Belohnung. Genug Hunde dürfen fürs Training hungern und müssen sich ihr Futter verdienen wenn sie da nicht genug "Trieb" mitbringen bishin zu Wasser als Belohnung. Nicht zu vergessen die Rassen wo das Triebextrem zu fehlendem Hungergefühl oder Stereotypen geht.

    Frust im Hundetraining lässt sich eh nicht gänzlich vermeiden. Die Frage ist aber, wie kann ich Frust "sinnvoll" einsetzen und wie bringe ich dem Hund aber auch bei, mit Frust umzugehen...

    Der Sinn von Hundetraining ist doch, dass ich Einfluss nehmen kann auf meinen Hund. Vor allem im Alltagstraining. Dass das was geübt wird eben nicht nur unter Laborbedingungen klappt.

    Frust und Konflikte zeigen einem wunderbar Trainingsbedarfe oder auch Trainingserfolge auf.

    Frust auszuhalten kommt doch nur zustande wenn es für den Hund einen Anlass gibt Frust zu haben. Ich sehe keinen sinnvollen Grund wieso mein Hund Frust haben sollte, nur weil er durch die Leine begrenzt wird. Es ist doch viel schwieriger einem Hund beizubringen Frust zu ertragen als situativ keinen Frust aufzubauen. Ein Hund kann auch viel länger beispielswiese an der Leine gehen wenn er dabei emotional ausgeglichen-positiv ist, als wenn er ständig "Frust hat" den es zu händeln, zu ertragen, auszuhalten und zu managen gilt. Wo kleinste Tropfen reichen damit das Fass doch wieder überlauft. Gleiches beim Deckentraining oder während Kommandos im Gehorsam.

    Frust macht dort Sinn, wo ich möchte dass ein Hund sich mehr anstrengt für seine Belohnung und wo ich Verhalten so richtig herausarbeiten und festigen möchte. Bellen durch vorenthalten der Beute, Vorenthalten der Bestätigung damit der Hund sein Verhalten intensiviert, Erregungslevel hochfahren den Hund negativ ärgern und dann kanalisieren in eine positive Spannung. Frust ist auch hier kein Dauerzustand, weil das nur unnötige Energie frisst und viel zu negativ wäre.

    Mir fällt kein Moment im Alltagstraining ein, wo ich das gebrauchen könnte oder auch diese emotionale Erregung fördern wollen würde. Also unterbinde ich das und sage "hier nicht!".

    Wie würdest du in einer Situation wie im Video mit dem Hund umgehen? 12 Wochen alt, nicvkein Gehorsam möglich, frustriert, weil er irgendwo hin will, wo er in dem Moment nicht hin kann? Die Frage ist nur aus Neugierde - ich finde verschiedene Ansätze unglaublich spannend!

    Dem Hund vermitteln, dass ich das nicht möchte über Strafe und das was ich möchte über Belohnung. Genauso wie beim anknabbern von Möbeln, beißen in die Leine und so. Grade so kleine Welpen lassen sich doch noch viel besser beeindrucken als Jungspunde oder gar Erwachsene wo das Verhalten auch schon so richtig gefestigt wurde.

    Also, das ist bei uns ja laufend Realität, du holst nen Welpen, gehst zum Hundeplatz und da hat man immer mal einen dessen erste Aktion es ist frustriert zu sein. Die dürfen auf der Terrasse sitzen, die dürfen Schutzdienst gucken, Unterordnung gucken, aber natürlich nicht mitmachen und sollen sich auch nicht dumm aufregen.

    Bei manchen Rassen möchte man schon dass die sich beim gucken aufregen, weil die sonst nicht ausm Quark kämen, die bieten den Frustaufbau aber auch nicht so an.

    Natürlich kann ein Hund im Frust lernen. Wir nutzen Frust häufig in der Ausbildung und wollen züchterisch auch Hunde haben die sich über Frust ansprechen lassen. Hunden lernen da sogar sehr gut, häufig nur nicht das, was der Halter sich erhofft :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Abbruch (lass das) und Umlenken (das wäre eine Alternative) sowie den Hund unter Gehorsam stellen (bleib Leinenführig, Liegen, whatever), auch in Trieblagen und während Konflikten.

    Einen null Fehler Hund kann ich definitiv nicht führen.

    Es sind definitiv keine null Fehler Hunde. Wie gesagt, eine Hündin ist auch nicht so kernig wie Rüden und auch kleiner und leichter.

    Letztendlich muss man sich halt anschauen ob es passt und man sich mit diesem Typ Hund wohlfühlt.

    Sie haben viele Vorteile, aber eben auch Nachteile und man muss schon grundsätzlich kernige Hunde mögen.

    Passieren kann einem das aber auch beim Airedale Terrier, die sind auch nicht immer nur einfacher in allem und können genauso pöbeln, aggressionsverhalten zeigen, schwierig mit Ressourcen sein. Hundesportlich auf jeden Fall schwieriger, weil weniger gut veranlagt.

    Naja, es gibt ja auch noch sowas wie Gehorsam und grade wenn ein Hund für hohe Triebbereiche ausgebildet ist sollte der nicht out-of-control sein nur weil man Schiss im Dunkeln hat. Das ist schlicht ein Ausbildungsfehler wenn das passiert.

    Ja, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das ist als Anfänger eben nicht immer so einfach. Dieser schlichte Fehler/einfach unter Gehorsam stellen mag für Erfahrende leicht zu händeln sein, als Anfänger nicht immer so :woozy_face:

    Ich widerspreche. Es gibt Anfänger die sich damit sehr leicht tun und es gibt ganz erfahrene Hundehalter die das niemals hinbekommen. Es ist Typfrage, deshalb muss einfach jeder schauen was für ihn passt und womit er zurecht kommt.

    Aber, deshalb schreibe ich ja auch: sucht euch einen Verein. Beim DSH gibt es Linien die sich unterscheiden, was man nicht machen sollte ist blind irgendwas kaufen.