Beiträge von WorkingDogs

    Hemmen, umorientieren, das wäre mein Weg. Und nicht den Abruf als Abbruch missbrauchen

    das finde ich bei vielen Retrievern sehr wichtig. Und eben, dass das Hemmen bereits im Ansatz passiert, und mit äusserst wenig Einwirkung gearbeitet werden kann, nicht erst wenn der Hund bereits völlig ausser Rand und Band ist. Viele warten viel zu lange, bis sie in irgend einer Weise auf den Hund einwirken wollen, was dann logischerweise nicht funktioniert.

    Genau! Das Best Case ist den Abbruch beim Welpen zu etablieren und dann kommt ne Schlepp an den Junghund und der Abbruch wird in die Situation adaptiert. Darauf folgt die Phase wo der Retriever weiß er darf nicht, aber er würde gerne (Konflikt) und man kann belohnen wenn er das richtige tut oder mittels Abbruch hemmen wenn die Entscheidung falsch ausfällt.
    Das macht man dann ne Weile und irgendwann ist man am Ziel, gelernt im Konflikt hält das dann sehr gut.

    Wenn der Hund nicht auf den Rückruf horcht, wäre ein Weg mit der Schleppleine einzuwirken bis der Hund kommt. Das einwirken abstellen sobald der Hund dann kommt. Ist er dann da kann man natürlich trotzdem belohnen.

    Abbruch wäre eine Korrektur zum Beispiel mittels Körpersprache und das Meideverhalten zu belohnen.

    Ok... Das ist für mich... Hundetraining 😅

    DAS ist negativ absichern? Dann mach ich das auch 🙈. Für mich ist vor allem ersteres Management.

    Siehste mal wie man aneinander vorbei reden kann.

    Mitunter, ja. Deshalb versteht hier ja auch niemand wieso sich so aufgeregt wird, man müsse doch alles ganz toll nett machen.

    Meistens machen die Leute halt gar nichts oder versuchen die Themen echt darüber zu lösen den Hund abzurufen und hochwertig zu belohnen oder warten halt 173 Jahre aufs umorientieren. Deshalb der Einwand das Verhalten doch zu verbieten anstatt nur übers abrufen zu arbeiten.

    Warum es also nun so schlimm ist zu empfehlen anders zu arbeiten und AUCH Verhalten zu verbieten kann ich dir nicht erklären.


    Wie gesagt, ich kenne dieses zwanghafte vom Labbi was Menschen und Hunde angeht und würde deshalb ebenfalls hemmen, natürlich ebenfalls auch belohnend arbeiten. Hemmen, umorientieren, das wäre mein Weg. Und nicht den Abruf als Abbruch missbrauchen.

    Jagdverhalten breche ich mitunter mittels Schreckreizen ab. Aber das klappt nur bei Hunden die das nicht als Belohnung sehen, also auch wieder individuell. Man ein Hund findet fliegende Gegenstände nämlich absolut geil.

    Das gleiche gilt für körperliche Strafen. Klar kann man den Hund zwicken, ich hab hier aber diverse Hunde sitzen die sich damit erst recht noch anheizen.

    Muss man halt immer schauen was der Hund unangenehm findet.

    Hier ist es schwierig drumherum zu managen, ich züchte Nutztiere und die Jagdreize sind also permanent zugegen und Teil des Alltags. Natürlich spielt einem dann auch wieder Gewöhnung in die Karten.

    Bezüglich der Gelenke weiß ich Bescheid und wir machen alles in Maßen.

    Genauso zerrge ich mit ihr jetzt im Zahnwechsel auch nicht auf Teufel komm raus. Macht sie aber gerne und somit verwehre ich es ihr nicht komplett.

    Lass dich da nicht bekloppt machen. Zergeln macht keinen Hund kaputt und wenn dein Hund das auch im Zahnwechsel mag, dann darf man das auch gerne machen :-)

    Ich denke, mit einem Labbi-Junghund, der mal abgedüst ist, hat das ganze geheimnisvolle Getue hier, wie man das mit (völlig gewaltlosen) Korrekturen ganz easy abstellen könnte, wären nur nicht alle Leute zu doof dazu, und überhaupt ahnungslos und blöd, irgendwie nix zu tun.

    Die TE arbeitet doch auch bei fressbarem mit nem Abbruch. Ist bei Labbis halt auch so ne Krankheit. Das muss sie doch nur bei Sichtungen nehmen und halt nicht auf den Rückruf bauen. Außerdem absichern mit Leine. Fertig.

    Immer der gleiche Quatsch "Da braucht man aber auch den Hund für, bei kernigeren kommt man mit rein nett nicht weit". Ich habe einen Alaskan Malamute, sehr jagdaffin. Und für uns läuft es heute gut mit rein nett. Natürlich lasse ich den im Wald oder anderen Gebieten mit Wild nicht frei laufen, aber es gibt Orte, wo er problemlos frei laufen kann. Da sind wir schon sehr weit gekommen, ich ging bei der Rassewahl davon aus, daß er womöglich nur im umzäunten Gebiet von der Leine kann. Mein Ziel ist aber auch kein Hund, der immer und überall frei laufen kann, brauche ich nicht und der Hund auch nicht. Wir sind mit der Situation ganz zufrieden.

    Ja, nu, grade Jagdhunde im Einsatz müssen aber nun mal genau dort freilaufen wo wild anzutreffen ist und auch dann horchen.

    Du kaufst halt keinen DL mit der Prämisse den Hund nie abzuleinen und nur umzäuntes Gebiet zu haben. Wo der Hund übrigens auch nicht jagen darf. Der darf auch umzäunt keine Katze reißen, Menschen anspringen oder seinen Arsch in ein fremdes Picknick halten.

    Und freilaufende Menschen gibt’s noch häufiger als Wildbegegnungen.

    Ich bin sehr froh darüber, dass es im Sport fast nirgendwo mehr ein Thema ist, ob eine Hündin läufig ist.

    Je nach Hund achten wir im Training aber schon drauf. Sei es um bewusst mit oder nach einer läufigen Hündin zu trainieren oder weil ein Anfänger in der Tat große Probleme mit der Situation hat, was sehr demotivierend ist (und demotivation ist heutzutage für viele ja nichts mehr...). Mit machen Hunden machen dann mehrere sehr kurze Einheiten mehr Sinn als eine lange, zum Beispiel.

    Generell bin ich kein Fan von der Vermeidungstechnik. Ich habe damit einfach noch nie ein gutes Ergebnis erlebt, maximal ein "okayes". Meist herrscht da im Aufbau aber sowieso ein absolutes Defizit und der Hund ist nie wirklich gut dabei. So Außenfaktoren lassen das Kartenhaus dann schnell zusammenfallen.

    Ich selbst bin da ein Trampel, gebe ich zu. Ich bin es so sehr gewohnt dass das doch egal ist, dass ich einfach vergesse dass das je nach Platz gehabhabt wird und latsch dann fröhlich mit läufiger Hündin zum arbeiten... Ist nie bös gemeint.

    Versteh mich nicht falsch, ich finde es an sich auch gut wenn man ohne (harte) Strafen auskommt. Aber sowas setzt einen Typ Hund voraus bei dem das geht. Das hat nicht unbedingt etwas mit können und wollen zu tun.

    Was - wie alles im Leben - seine Vor- und auch Nachteile hat.


    Meiner Erfahrung nach ist es beim Labrador einfach gerne so, dass dieses durchgestarte daherkommt, dass sie im Kontakt auch nicht konfliktfrei sind und das ganze sehr zwanghaft verankert ist. Das Thema kann wesentlich schwieriger sein als die Kontrolle am Wild. WEIL der Labrador auf eine hohe Kontrolle am Wild selektiert wird und gleichzeitig dieses konfliktbehaftet-"freundliche" gefiddel ebenso selektiert und forciert wird.