So wie ich das verstanden habe, wäre das eine positive Bestrafung, denn es wird etwas hinzugefügt. Positiv und negativ sind in dem Kontext mathematisch zu verstehen. Positiv fügt etwas hinzu, negativ nimmt etwas weg.
Wobei ich jetzt bei der Schleppleine auch überlegen würde, ob es doch zu der negativen Strafe gehört, weil ich den Freilauf wegnehme
Gar nicht so einfach.
Positive Bestrafung und Negative Verstärkung sind nahe beieinander. Wenn ich solange an der Schleppleine nerve bis der Hund zu mir kommt, dann ist das negative Verstärkung.
Wenn ich einen Schreckreiz neben den Hund werfe wenn der zum Beispiel mäuselt dann ist das positive Bestrafung.
Nehmen wir doch mal das Beispiel Hund startet durch wenn er Menschen sieht:
Durchstarten wird abgebrochen mittels positiver Bestrafung (Erfolgreich wenn Hund sich hemmt und Meideverhalten zeigt), danach zuppel ich solange an der Schleppleine bis der Hund zu mir kommt - negative Verstärkung. Wenn er bei mir ist Belohne ich ihn mit Futter - positive Verstärkung. Das Ziel ist ein Hund der direkt anbietet bei Menschensichtung zu mir zu kommen und dann belohnt wird, am Ende bleibt also die positive Verstärkung, der Weg dahin beinhaltet je nach Hund aber andere Lernbereiche.
Was nun Strafe und Belohnung sind ist individuell. Genauso ob man gewisse Bereiche braucht. Bei sehr einfachen Hunden die sehr viel anbieten reicht ganz oft reine Belohnung und abwarten, bei anderen Typen muss man nachhelfen damit sie wissen was gewünscht ist.
Freilauf entziehen geht ja immer damit einher dass der Hund erstmal bei mir sein muss und wenn er weiß was kommt und ein Frechdachs ist, dann baut man sich damit mehr Probleme ein als das man eine Lösung findet. Etwas angenehmes zu entziehen baut in der Regel auch Frust auf. Wir nutzen das im Sport viel. Negative Bestrafung ist die Arbeit über Frust.