Beiträge von WorkingDogs

    Damals gab es auch weitaus mehr Krankheiten, mitunter die Tollwut. Und Hunde die durch Wildern oder Beißen auffielen hatten auch gerne mal ein kurzes Leben.

    Waren ganz andere Zeiten.

    So diese richtige Leinenkontaktzeiten kenne ich aus den späten 00er Jahren. Da kam mein AAH mit zum Reitstall, auf Ausritte, lief den ganzen Tag mit den Hunden der anderen rum und wenn sich zwei nicht vertragen haben dann haben wir uns da ehrlich gesagt sehr wenig Gedanken drum gemacht, da wurde der Kontakt halt vermieden uns gut wars. Bei uns wars so, anderswo sicherlich anders.

    Oder sie glauben den Gerüchten, dass sie sehr ungesund sind. Aber auf der anderen Seite halten sehr viele Leute auch Französische Bulldoggen, also daran kann es nicht liegen. Ich weiß nicht. Irgendwann hatte er ja mal den Ruf, er wäre sehr gefährlich. Inzwischen scheint er in Vergessenheit geraten zu sein?

    Ich denke das liegt schlicht daran, dass sich der Hundemarkt verändert hat und der ganz große Teil der Hunde nunmal nicht vom Züchter kommt.

    Der DSH ist eine der günstigsten Rassewelpen, es lohnt sich dort kaum zu vermehren für den Verkauf. Auch unter Züchtern ist die Rasse deshalb nicht beliebt. An einem kleinen Wurf Kleinhunde verdient man mehr Geld mit weniger Aufwand (ja, wurde mir so schon verargumentiert von Kleinhundezüchtern), auch wenn da nur 3-4 Welpen fallen.

    Vom Züchter bekommt man als Familie oder normaler Hundehalter aber mitunter nur schwer einen Hund, weils natürlich auch häufig nicht passt, da muss man das Glück haben das es nicht genug Anfragen aus Sport und Dienst für den Wurf gibt - das trifft dann in der Regel auf die Würfe zu die aus guten Gründen keine Nachfrage haben. Denn auch das Ausland hat eine sehr hohe Nachfrage beim DSH. Die normalen, guten Würfe mit gesunden und leistungsstarken Hunden bleiben tatsächlich eher "unter uns" im In- und Ausland. Das verzerrt auch sehr das Bild über die Gesundheit der Rasse beim normalen Hundehalter.

    Es ist eben eine Gebrauchshunderasse, ähnlich wie ein Deutsch Drahthaar, Deutscher Jagdterrier, eine Deutsche Bracke, Riesenschnauzer, usw. Die sieht man ja alle vergleichweise wenig, obwohl die Wurfzahlen im VDH mit die Höchsten sind.

    Auch der Airedale Terrier ist mitunter schwierig zu bekommen, wenn es eine Leistungszucht sein soll und man unbekannt ist. Die gehen ja auch sehr gerne zusätzlich noch in den Jagdgebrauch. Da gehen ganz normale Hundehalter schnell leer aus, weil die einfach nicht ganz oben auf der Liste stehen.

    Ich persönlich denke dass die heutigen Plattformen sehr dazu beitragen dass man kaum noch DSH sieht, man braucht keine Deckanzeigen, Züchterwebseiten mehr wälzen oder Hunde in der Zeitung inserieren. Wir haben unsere eigenen Portale und so ein guter Wurf ist ruckzuck bei den passenden Leuten. Die Kontakte ins Ausland zu passenden Käufern wurden dadurch massiv vereinfacht, wo früher regionaler gearbeitet wurde.

    Ich kenne es aus den 80ern noch so, daß sich die meisten Hunde zumindest kurz beschnüffelt haben. Natürlich nicht wenn einer unerträglich war, was aber echt selten war. Ansonsten hatten die Hunde damit kein Problem und es hat ihnen nicht geschadet.

    Hier ist das noch ziemlich normal.

    Was mich davon abschreckt sind unsere Regeln in NDS, man kann einfach so schnell angezeigt werden und eine Einstufung kassieren.

    Deshalb möchte ich auch keine kleinen Kinder an meinen Hunden. Nicht weil die Hunde beißen, sondern weil Kleinkinder so schnell hinfallen.

    Das gehört auch zu den Dingen, die ich nicht verstehen kann. Das ist aber glaube ich auch ein sehr deutsches Phänomen. Mal ganz ehrlich, das sieht man ja schon an anderen europäischen Gesetzen. Jedes Land passt es etwas an die landeseigenen Bedürfnisse an, nur Deutschland meint, es müsse einfach ALLES umsetzen.... DSGVO war da ja auch ein wunderbares Beispiel....

    Ich finde das in der Tat sehr deutsch. Wir neigen dazu dass nur perfekte Lösungen akzeptiert werden, das Resultat ist dass eine Lösungsfindung unglaublich lange dauert oder nie ein Ende findet obwohl ein Kompromiss schon eine deutliche Verbesserung darstellen würde.

    Hier Vorreiter zu sein ist auch wirklich ein Mindset welches man erstmal haben muss. Nicht jeder hat die Persönlichkeit seinen Weg zu gehen und sich gegen sämtliche Widerstände durchzusetzen obwohl es kaum Zuspruch gibt.

    Wir sind einfach das Land der "Kritiker". Nur leider nicht das der "Selbstkritiker" :rolling_on_the_floor_laughing:

    Nee, eigentlich klang das von Anfang an genau so.

    DAS beschreibt für euch einen "Alles-kann-nichts-muss"-Hund?

    Oha, also, wie gesagt, das machen meine Gebrauchshunde und die Zwölfdudzend im Bekanntenkreis problemlos.

    Aber das ist kein Thema, ich werde es künftig wie viele andere Sportler und Halter halten und in solchen Threads keine Einblicke mehr geben oder meine Meinung äußern. Dann muss sich niemand mehr gestört fühlen, dass sich irgendwer "einschießt", ich entschuldige mich vielmals dass ich der TE helfen wollte und ihre Fragen beantwortet habe, wird nicht wieder vorkommen.

    Mein ich doch. Nur mit dem Unterschied, dass das Training was ich bei meinen Kunden beobachte die einzige Art der Interaktion mit dem Hund ist. Und entschuldige bitte, das sehe ich extrem kritisch.

    Du hast als Trainerin aber natürlich auch genau die Fälle auf dem Tisch die Probleme haben. Weder wirst du die ganzen Hundesportler betreuen bei denen es wunderbar funktioniert noch die Begleithundehalter die zufrieden sind.

    Als Trainer besteht die eigene Blase nun mal aus Negativbeispielen.

    Ich gebe zu bedenken, dass das hier mitunter die Angaben der TE im Eingang waren.

    Hier steht ja nirgends das der Hund sehr „alltagstauglich“ sein soll, aber Hundesport war felsenfest gesetzt, inkl Aufführung von IGP.

    Stattdessen waren sogar sehr viele Kompromisse abgegeben mit denen man keinen Problem hätte und was der Hund eben nicht können muss.

    er sollte andere Hunde nicht verbeißen wollen, da wir einige in der Familie haben oder idealerweise neutral gegenüber Menschen und Hunden sein (auch teilweise Erziehungssache, ich weiß). Kinder sind egal, niemand hat oder plant welche. Besuch haben wir auch selten zuhause. Betatschen von Fremden lasse ich ihn auch nicht, da muss er sich nicht dran gewöhnen.

    er muss nicht überall hin mit, aber sollte trotzdem nicht komplett ausrasten, wenn er Reize sieht wie Radfahrer (Erziehungssache, aber bei manchen Rassen schwieriger abzuerziehen bis gar nicht, glaube ich?). Mit auf die Arbeit ist kein Muss. Mit in dem Wanderurlaub und durch eine Altstadt für ein paar Stunden sollte machbar sein, ich selbst hasse aber auch Menschenmengen und bevorzuge Natur :dead: Mit ins Restaurant i.d.R. nicht, der entspannt sich dann im Auto bei kühlem Wetter. Auch in Einkaufsläden hab ich nicht vor, ihn mitzunehmen. Empfinde ich ja schon als stressig, er wahrscheinlich noch mehr.

    er sollte andere Hunde nicht verbeißen wollen, da wir einige in der Familie haben oder idealerweise neutral gegenüber Menschen und Hunden sein (auch teilweise Erziehungssache, ich weiß). Kinder sind egal, niemand hat oder plant welche. Besuch haben wir auch selten zuhause. Betatschen von Fremden lasse ich ihn auch nicht, da muss er sich nicht dran gewöhnen

    Wieso nicht gleich einen passenden Hund holen, das ist doch hier die Frage?

    Genau darum ging es mir, mittlerweile klingt die TE ja auch ganz anders als eingangs. Nein, für „vielleicht“, und „ich weiß noch gar nicht“ braucht es natürlich keinen DSH.

    Mein Hund würde mein absolutes Hobby werden, ich will auf jeden Fall einer der Hundesportarten machen, das steht felsenfest (Schutzhund, Mantrailing, Agility, ich will mir alles mal anschauen, nur lassen die leider niemanden zum Schnuppern "rein", die keinen Hund hat, wenn da jemand Tipps hat