Oder sie glauben den Gerüchten, dass sie sehr ungesund sind. Aber auf der anderen Seite halten sehr viele Leute auch Französische Bulldoggen, also daran kann es nicht liegen. Ich weiß nicht. Irgendwann hatte er ja mal den Ruf, er wäre sehr gefährlich. Inzwischen scheint er in Vergessenheit geraten zu sein?
Ich denke das liegt schlicht daran, dass sich der Hundemarkt verändert hat und der ganz große Teil der Hunde nunmal nicht vom Züchter kommt.
Der DSH ist eine der günstigsten Rassewelpen, es lohnt sich dort kaum zu vermehren für den Verkauf. Auch unter Züchtern ist die Rasse deshalb nicht beliebt. An einem kleinen Wurf Kleinhunde verdient man mehr Geld mit weniger Aufwand (ja, wurde mir so schon verargumentiert von Kleinhundezüchtern), auch wenn da nur 3-4 Welpen fallen.
Vom Züchter bekommt man als Familie oder normaler Hundehalter aber mitunter nur schwer einen Hund, weils natürlich auch häufig nicht passt, da muss man das Glück haben das es nicht genug Anfragen aus Sport und Dienst für den Wurf gibt - das trifft dann in der Regel auf die Würfe zu die aus guten Gründen keine Nachfrage haben. Denn auch das Ausland hat eine sehr hohe Nachfrage beim DSH. Die normalen, guten Würfe mit gesunden und leistungsstarken Hunden bleiben tatsächlich eher "unter uns" im In- und Ausland. Das verzerrt auch sehr das Bild über die Gesundheit der Rasse beim normalen Hundehalter.
Es ist eben eine Gebrauchshunderasse, ähnlich wie ein Deutsch Drahthaar, Deutscher Jagdterrier, eine Deutsche Bracke, Riesenschnauzer, usw. Die sieht man ja alle vergleichweise wenig, obwohl die Wurfzahlen im VDH mit die Höchsten sind.
Auch der Airedale Terrier ist mitunter schwierig zu bekommen, wenn es eine Leistungszucht sein soll und man unbekannt ist. Die gehen ja auch sehr gerne zusätzlich noch in den Jagdgebrauch. Da gehen ganz normale Hundehalter schnell leer aus, weil die einfach nicht ganz oben auf der Liste stehen.
Ich persönlich denke dass die heutigen Plattformen sehr dazu beitragen dass man kaum noch DSH sieht, man braucht keine Deckanzeigen, Züchterwebseiten mehr wälzen oder Hunde in der Zeitung inserieren. Wir haben unsere eigenen Portale und so ein guter Wurf ist ruckzuck bei den passenden Leuten. Die Kontakte ins Ausland zu passenden Käufern wurden dadurch massiv vereinfacht, wo früher regionaler gearbeitet wurde.