Beiträge von WorkingDogs

    Man muss auch sagen, dass man mit dem DSH nun wirklich nicht das schnelle Geld verdienen kann. Ja, DSH können sehr wertvoll werden (bevor jetzt jemand meckert), ABER DSH Welpen sind vergleichweise billig und ausgebildete Hunde sind nun wahrlich nicht das schnelle Geld.

    Es ist wesentlich attraktiver zu doodlen oder Qualzuchten zu züchten. Und auch innerhalb der Rassehundezucht gibt es attraktivere Rassen wo man auch nicht so die Gefahr hat, dass man die Welpen erst spät vermittelt bekommt.

    DSH Leute schauen auch viel auf Verpaarung, in der Regel. Da gehts nicht darum irgendeinen DSH zu erwerben so wie es bei anderen Rassen üblicher ist. Klar gibt es auch hier Begleithundehalter denen die Verbindung unwichtig ist, aber da hat man es bei anderen Rassen wesentlich leichter auch als Laie. Außerdem keine aufwendigen Zuchtzulassungen und Körungen und die Welpen sind hinterher auch mehr wert.

    Die überwiegende Anzahl der Hundehalter wird ihre Hunde schlicht nicht bei Tasso anmelden. Und wenn der SV jeden Welpen anmeldet, dann kommt da einfach sehr viel bei rum.

    Man muss bei Tasso nicht melden. Man kann ja einfach auch den Hund erst dann registrieren sobald er verloren sein sollte und ihn dann direkt vermisst melden.

    Ist zwar OT und eigentlich völlig unerheblich aber:

    Der Deutsche Schäferhund auf Platz 3 verwundert mich immer wieder |) . Ich sehe so gut wie nie welche :ka: .

    Siehe mein Beitrag. Der SV meldet jeden gefallen Welpen automatisch bei Tasso.

    Bei anderen Rassen sind die Welpenkäufer selbst verantwortlich. Das spiegelt dann auch die Statistik wieder.

    Vielleicht mal als interessante Info. Zumindest der SV meldet neu gezüchtete Hunde automatisch bei Tasso an. Welpenkäufer können den Hund dann ummelden, ansonsten sind die Hunde über den Züchter automatisch bei Tasso gemeldet durch den SV beim ausstellen der Ahnentafel.

    Hier werden die Tassozahlen also sehr realistisch sein.

    Leinenruck

    Kann eine Möglichkeit sein. Manche Hunde lassen sich auch mit einem Schreckreiz hemmen.

    Wie gesagt, dabei geht es nicht ums erklären, sondern darum den Hund erstmal zu hemmen. Erklären kann man trotzdem, das ist kein entweder-oder. Aber einem Hund der sich grade in irgendwas reinsteigert erklärt man auch nichts, da würde ich erstmal daran arbeiten, dass der Hund sich zurücknimmt.

    Einen Zwergpudel wird man sicherlich nur bedingt hemmen müssen, bei einem Rottweiler sieht es schon wieder anders aus. Muss halt zum Hund passen.

    Grade in der Welpenzeit hat man bei Hunden die sich grundsätzlich gut ausbilden lassen ja auch in der Regel einen ordentlichen Vorsprung und kann erstmal nett erklären, sobald die Triebe dann kommen setzt man das erklärte dann zusätzlich durch.

    Blöd wird es immer bei Hunden die schon „versaut“ sind, gibt Methoden die funktionieren bei rohen Hunden 1A aber sind weniger was für Hunde die bereits ein unerwünschtes Bild haben.

    Aber als reine Trainingsmethode nur blocken, das muß mega anstrengend sein, und sicher nicht wirklich zielführend, da ich dabei dem Hund ja nicht zeige, was ich gut finde. Ich maule ihn ständig an, blocke ihn, schränke ihn ein und sorge damit für Frust, und der Frust wird dadurch gesteigert, daß er nicht weiß, was ich eigentlich von ihm möchte - dann hat der Hund doch nur Streß, und kann nimmer lernen. Weil er gar nicht versteht, wenn ich ihm nicht erkläre, was ich möchte, und weil er unter Streß gesetzt ist. Und er geht dann am nächsten Tag wieder scheiße, weil ers net verstanden hat. Daher würde ein reines Arbeiten über Blocken wenig Sinn machen, finde ich.

    Arbeiten über Korrektur ist immer dann anstrengend, wenn die Korrektur nicht nachhaltig ist. Weil man sich dann Dumm und Dämlich korrigiert und das ganze wieder verpufft sobald die Umweltbedingungen anspruchsvoller werden. Für Frust sorgt man dann ebenfalls und der Hund stumpft gerne auch ab.

    Ob man einen Hund hat, bei dem erklären gut funktioniert ist individuell. Manche Charaktere sind Soldaten, denen reicht es voll und ganz etwas nachhaltig nicht zu dürfen und fertig. Ich empfinde die wenigsten Hunde als die großen Dichter und Denker als die man sie darstellt.

    Frust ist hundtypabhängig, gibt Rassen da will man genau diesen Frust haben. Stressempfinden hat viel mit Resilenz zu tun. Gibt auch genug Hunde die haben mit belohnenden Ansätzen Stress und bauen Frust auf. Wieder Hundetypabhängig, Arbeitsrassen sollten sich einfach mehr für "ihre" Außenreize interessieren als für Lob und Futter und auch Reaktivität ist je nach Rasse absolut erwünscht, hier muss man eben lenken und leiten, auch mittels passenden Strafreizen.

    Und bei sehr sensiblen Hunden kann ich mir dann gut vorstellen, daß die irgendwann gar nimmer wissen, was sie tun sollen, weil komplett eingeschüchtert.

    Meine Erfahrung ist, dass Blocken genau das richtige sein kann für sensible Hunde. Weniger aversiv gehts ja kaum.

    Würde das mit dem Blocken also echt nur verwenden bei so hardcore-Sitationen,

    Echt? Ich finde blocken bei etwas härteren und wesensfesten Hunden schon nahezu nutzlos weil einfach viel zu wenig aversiv und nachhaltig. Da bist doch dauernd am korrigieren wie in Dauerschleife und sobald die Außenreize auch nur etwas stärker werden verpufft der Effekt wieder. Absolut null nachhaltig, außer man hat super sensiblen, weichen Hunde mit wenig Triebverhalten. Hier war blocken 1A beim Show-Border Collie, nicht mal beim Aussie war das nachhaltig, genausowenig beim Labbi und von den DSH, Mali oder DJT braucht man wohl gar nicht erst anfangen.

    Und ja, wenn man Korrekturen so schwach setzt, dass man sie dauernd wiederholen muss, dann ist es nicht nachhaltig und schlägt sich auch irgendwo auf die Beziehung nieder. Manche Hunde stumpfen ab, andere Hunde werden meidig und stressig, weil Konflikt. Nur weil ein Hund zum stressen oder meiden neigt, heißt das ja nicht, dass die Korrektur zu aversiv war, gibt einfach Typen bei denen ist es enorm wichtig dass man sachlich korrigiert und einen Stimmungswechsel gebacken bekommt und nicht dazu neigt "nachtragend" oder weich zu sein. Die müssen einfach erstmal lernen, dass eine Korrektur nicht das Ende der Welt ist und halb so wild. Hier gibts dann wiederrum genug Kandidaten die sehr schnell raus haben, dass ihr Besitzer weich wird wenn sie sich meidig zeigen und das gezielt als Strategie anwenden um ihr Triebziel weiter zu verfolgen und die Korrektur eben nicht komplett anzunehmen.


    Und mal ganz davon ab, ich hab hier tatsächlich einen Hund, der bekommt Rückenschmerzen wenn er lange Zeit (20-30 Minuten) an der Leine gehen muss. Er ist 1A leinenführig aber nach so einer Runde an der Leine sieht man direkt, dass der ganze Rücken verspannt ist, er die Rute schmerzhaft trägt und er mag dann auch oft gar nicht mehr ins Auto springen. Nicht jeder Hund ist dafür gemacht, neben einem her zu schlappen. Selbst wenn der gesamte Gehorsam und das Training passt. Fußarbeit ist übrigens überhaupt kein Thema, weil dynamischer, dieses Problem haben wir nur wenn er langsam, ruhig und ausgeglichen an der Leine laufen muss und sich dabei meinem Tempo anpassen soll. Dabei bin ich nicht mal sonderlich langsam unterwegs.

    Nicht für jeden Hund ist eine Leinenführigkeit etwas angenehmes. Selbst wenn sie mit Futter und Lob aufgebaut wird.

    Das ist kein entweder-oder, auch Hunde die Leinenkontakt kennen sollten lernen unter welchen Konditionen dieser gestattet ist. Und wenn der Junghund bei Fremdhundesichtung seine ganze Erziehung vergisst, würde ich definitiv anfangen das Verhalten und ein erwünschtes Maß zu hemmen, bevor es sich festigt und immer schlimmer wird.

    Ruhiges anschauen, abwarten, Leinenführigkeit kann man ja trotzdem belohnen und auch Kontakt zulassen, WENN der Hund ein Verhalten zeigt welches in Ordnung geht.

    Nur weil Hund etwas „spannend“ findet ist das keine Entschuldigung dafür die gesamte Erziehung zu ignorieren und in ungehemmte Erregung oder gar Jagdverhalten zu fallen.

    Der Hund ist nicht freundlich oder sozial. Unterbinde unerwünschtes Verhalten effektiv, Hundekontakt nur aus dem erwünschten und ruhigen Verhalten.

    Außerdem solltest du dich dringend darin Schulen, welches Verhalten unter Hunden wirklich sozial ist um auch im Sozialkontakt auf den Hund einzuwirken und unerwünschtes (Jagd-)Verhalten zu unterbinden und den Hund anzuleiten.

    Ich würde an deiner Stelle erstmal im IGP erfolgreich führen, bevor du irgendwie Übungsleiter wirst.

    Bilde deinen eigenen Hund aus und hol das Beste aus ihm heraus. Fahre auf Seminare. Da lernst du viel.

    Aber Übungsleiter werden wollen ohne Erfahrung, da fühlen sich viele auf den Schlips getreten.

    Warum bist du bis jetzt noch keine Prüfungen gelaufen?

    Das möchte ich nochmal hervorheben.

    Außerdem lernt man bei diesen Lizenzen nichts, es bescheinigt nur dass man es bereits kann.

    Lernen tut man auf Seminaren, im Einzeltraining und bei der aktiven Ausbildung verschiedener Hunde sowie im Prüfungsalltag.

    Es gibt natürlich auch Vereine wo eine Weiterentwicklung eher nicht gewünscht ist, hab ich auch schon erlebt. Da finde ich dann auch nicht fair zu sagen, dass es am Fragesteller liegt, per se.

    Aber wo genau der Schuh drückt kann dir keiner per Forum beantworten.