Ich trainiere das erfolgreich in der Praxis. Man baut das mit Motivation und Strafe auf wenn es denn zuverlässig klappen soll, der Hund soll ja nicht nur leichter warten, sondern auch zuverlässig.
Kannst du da deinen konkreten Aufbau beschreiben? Das würde mich total interessieren
Der Hund kennt ein Nein aus dem Alltag, das können die früh weil ich wenig umlenke sondern Möbel ankauen und so verbiete. Und dann liegt am Ende der Fährte ein döschen Nassfutter, wir machen die Übung hinlegen zum anzeigen, will der Hund an die Dose gibt’s halt nen verbot, macht er es korrekt freue ich mich und öffne die Dose, Hund muss warten und darf dann auf Freigabe fressen.
Das ist viel lernen im Prozess und gar nicht so „Aufbau“. Der Einstieg ist im Grunde: Verbot von vorgreifen und Fehlverhalten, Anzeigeverhalten an verpackter Dose üben und das dann festigen und trainieren und die Schwierigkeit erhöhen. Immer wenn der Hund vorgreifen will verbietet man das halt. Der Rest ist ganz normales Training über Motivation. Ich hab später dann zum Beispiel ein großes Stück Pansen am Ende der Fährte und das muss angezeigt werden und erst auf Freigabe darf gefressen werden. Es geht ja nicht darum den Hund zu zwingen anzuzeigen, das machen die doch easy gerne. Lediglich darum die unerwünschten „Ideen“ zu verbieten und dem Hund einen klaren Rahmen zu geben.
Ich übe das halt nicht trocken, sondern direkt im Kontext. Würde ich das unterwegs wollen (was ich nicht tue) würde ich die Döschen mit zum gassi nehmen und in dem Kontext üben und halt nicht im Wohnzimmer und erst beim gassi wenn der Hund das im Wohnzimmer kann. Ich arbeite auch nie reizarm, ich finde das kontraproduktiv.